Astrid Leitner studierte in Wien Tiermedizin. Nach zehn Jahren in der veterinärmedizinischen Praxis und der Geburt ihrer Tochter wechselte sie – mehr zufällig – zum Medizinjournalismus. Schnell war klar: Das Interesse an medizinischen Themen und die Liebe zum Schreiben ergeben für sie die perfekte Kombination. Astrid Leitner lebt mit Tochter, Hund und Katze in Wien und Oberösterreich.

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Eine verstopfte Nase ist unangenehm, aber meist harmlos. Am häufigsten ist ein viraler Infekt (Schnupfen) oder eine verkrümmte Nasenscheidewand Ursache für die eingeschränkte Nasenatmung, aber auch andere Auslöser kommen infrage. Erfahren Sie hier, welche Medikamente, Hausmittel und alternative Heilmethoden Sie wieder freier atmen lassen!


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Was kann man gegen eine verstopfte Nase tun?

Eine verstopfte Nase ist in der Regel harmlos, aber unangenehm. Eine Therapie erfolgt nur dann, wenn die Beschwerden sehr ausgeprägt sind. Welche Behandlung der Arzt wählt, richtet sich nach der Ursache der eingeschränkten Nasenatmung.

Nasenspray oder Nasentropfen

Bei akut verstopfter Nase (beispielsweise bei Infekten oder gereizter Schleimhaut) eignen sich abschwellende Nasensprays oder Nasentropfen zur Behandlung. Sie verengen die Blutgefäße und wirken dadurch abschwellend.


Abschwellende Nasensprays und Nasentropfen sollen nicht länger als sieben Tage am Stück angewendet werden, da rasch ein Gewöhnungseffekt eintritt: Sobald die abschwellende Wirkung nachlässt, werden die Nasenschleimhäute wieder verstärkt durchblutet, was erneut eine verstopfte Nase zur Folge hat.

Bei allergisch bedingt verstopfter Nase verschreibt der Arzt möglicherweise ein kortisonhaltiges Nasenspray oder Nasentropfen. Kortison wirkt entzündungshemmend und abschwellend und macht die Nase schnell wieder frei. Auch hier sollte die Behandlung nur so lange wie vom Arzt verordnet erfolgen.

Gegen Schnarchen bei verstopfter Nase gibt es sogenannte Nasenpflaster. Sie öffnen die Nase mechanisch und erweitern dadurch die Nasenlöcher.

Trockene Nasenschleimhäute (mit nachfolgendem Nasenbluten) werden am besten mit einer Nasensalbe mit dem Wirkstoff Dexpanthenol behandelt.

Wer dauerhaft schlecht Luft durch die Nase bekommt (chronische Nasenatmungsbehinderung), sollte regelmäßige Nasenduschen mit Kochsalzlösung durchführen.

Behandlung bei Säuglingen und Babys

Nasensauger: Weicher Schleim in Babys verstopfter Nase lässt sich mit einem speziellen Nasensauger aus der Apotheke entfernen. Nasensauger für Säuglinge und Kleinkinder gibt es in verschiedenen Ausführungen. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Apotheker, wie Sie den jeweiligen Sauger korrekt anwenden.

Nasentropfen mit Kochsalz oder Meersalz: Diese Tropfen enthalten keine medizinischen Wirkstoffe, befeuchten aber die Nasenschleimhaut und erleichtern das Atmen durch die Nase.

Abschwellende Nasentropfen: In hartnäckigen Fällen verschreibt der Kinderarzt abschwellende Nasentropfen.

Oberkörper hoch lagern: Legen Sie ein Handtuch unter die Matratze des Babys, damit der Kopf etwas höher liegt. Dadurch fließt der Schleim aus der Nase besser über den Rachen ab.

Luftfeuchtigkeit yên ổn Schlafraum:Trockene Luft lässt die Schleimhäute austrocknen. Legen Sie – um die Luftfeuchtigkeit lặng Raum zu erhöhen – ein nasses Handtuch über den Heizkörper. Alternativ eignet sich ein Luftbefeuchter. Lüften Sie zudem regelmäßig!

Operation

Begradigung der Nasenscheidewand

Bei einer starken Nasenscheidewandverkrümmung ist unter Umständen eine Operation notwendig. Ziel der Behandlung ist, dass nach der Operation auf beiden Seiten der Nase dauerhaft gleich viel Luft einströmt. Ärzte bezeichnen diese khung der Behandlung als „Nasenseptumplastik“. Sie wird in der Regel ab 18 Jahren durchgeführt.

Das Ergebnis der Nasenscheidewand-OP ist nicht unmittelbar erkennbar – die Nase ist weiterhin bis zu vier Wochen nach der OP durch Schwellung, Schleim und Krustenbildung verstopft. Bis Betroffene wieder frei atmen, dauert es bis zu drei Wochen.

Verkleinerung der Nasenmuschel

Lässt sich eine chronische Vergrößerung der Nasenmuscheln mit einer lokalen Therapie nicht behandeln, ist manchmal eine Operation (Conchotomie) notwendig. Dabei verkleinert der Chirurg die Nasenmuschel operativ.


Hausmittel

Ausreichend trinken: Trinken Sie über den Tag verteilt ausreichend Flüssigkeit, am besten 1,5 bis zwei Liter Wasser oder ungesüßten Tee. Die Flüssigkeitsaufnahme ist wichtig für die Schleimhäute. Sind die Schleimhäute zu trocken, dringen Krankheitserreger leichter in den Körper ein.


Trinken Sie bei einer verstopften Nase keinen Alkohol! Er erweitert die Blutgefäße und verstärkt die Schwellung der Nasenschleimhäute!

Meersalz-Spray: Meersalz-Nasensprays befeuchten und reinigen die Schleimhaut, das Nasensekret wird dünnflüssiger. Die Flimmerhärchen in der Nase bewegen sich wieder besser und wehren Staub sowie Krankheitserreger ab.

Erhöhte Schlafposition: Eine verstopfte Nase verschlimmert sich häufig nachts. Betroffene schlafen schlecht, werden in der Nacht oft wach oder wachen morgens mit stark verstopfter Nase auf. Grund dafür ist nicht die Tageszeit, sondern das Liegen. In waagrechter Position fließt das Nasensekret nicht so gut in den Rachen ab, sondern verbleibt in der Nase – sie verstopft. Verwenden Sie ein zusätzliches Kopfkissen, damit der Oberkörper etwas höher liegt.

Dampf-Inhalation: Wärme und Wasserdampf lösen den Schleim und machen die Nase wieder frei.

Füllen Sie heißes Wasser in eine große Schüssel (Achtung, Verbrühungsgefahr!)Beugen Sie nun Ihren Kopf über die Schüssel und legen Sie ein Handtuch über den Kopf, damit der Dampf nicht entweicht.Atmen Sie tief durch die Nase ein, schließen Sie dabei die Augen.Wer möchte, fügt dem heißen Wasser Kamillenblüten, Salbeiblätter oder Thymian hinzu. Alternativ eignen sich ätherische Öle mit Pfefferminze oder Kampfer.

Für Säuglinge und Kinder sowie Asthma-Patienten sind ätherische Öle nicht geeignet. Sie lösen unter Umständen Atemnot aus.

Nasenspülung mit Salzwasser: Salzwasser reinigt die Nase und befeuchtet die Schleimhäute.

Füllen Sie einen Liter körperwarmes Wasser in eine Schüssel.Lösen Sie neun Gramm Salz darin auf.Halten Sie ein Nasenloch zu und ziehen Sie die Flüssigkeit mit dem anderen Nasenloch auf.Nun öffnen Sie das zuvor geschlossene Nasenloch und lassen das Salzwasser über das andere wieder ablaufen.Wiederholen Sie den Vorgang an jedem Nasenloch drei Mal.Spezielle Nasenduschen (Gefäße mit speziellen Nasenaufsätzen) gibt es in der Apotheke zu kaufen.

Scharfes Essen: Wer scharfes Essen mag und verträgt, greift zu Lebensmitteln wie Senf, Meerrettich, Zwiebeln, Knoblauch oder Ingwer. Die darin enthaltenen ätherischen Öle, Schwefelstoffe und Senföle helfen, die Nase von Schleim zu befreien.


Hausmittel haben ihre Grenzen. Wenn die Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen, nicht besser oder sogar schlimmer werden, sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen.

Homöopathie

Gegen eine verstopfte Nase gibt es einige homöopathische Mittel. Liegen organische Gründe für die eingeschränkte Nasenatmung vor – wie beispielsweise eine verkrümmte Nasenscheidewand, Abszesse oder Tumoren in der Nase – sollten Sie aber nicht zu Globuli greifen, sondern einen Arzt aufsuchen, der Sie schulmedizinisch behandelt.

Falls Sie Homöopathie gegen Ihre verstopfte Nase anwenden möchten, erhalten Sie entsprechende Mittel in der Apotheke. Alternativ können Sie einen Homöopathen (z.B. Einen Heilpraktiker oder einen Arzt, der Homöopathie anbietet), aufsuchen. Er stellt fest, welches Mittel in Ihrem Fall passend ist.

Beispiele für homöopathische Mittel, die bei verstopfter Nase angewendet werden:

Arsenicum albumEuphrasiaGalphimia glaucaHepar sulfurisLycopodiumNux vomicaPulsatillaSambucus nigraSilicea

Das Konzept der Homöopathie und ihre spezifische Wirksamkeit sind in der Wissenschaft umstritten und durch Studien nicht eindeutig belegt.


Akupressur

Die Akupressur ist Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und eng mit der Akupunktur verwandt. Statt mit Nadeln wird mit den Fingern Druck auf bestimmte Punkte (Akupressurpunkte) ausgeübt. Ziel ist, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren.

Akupressurpunkt YinTang: Punkt, an dem sich die Augenbrauen direkt über der Nase treffen würden. Drücken Sie den Punkt für 20 Sekunden mit Zeige- und Mittelfinger, dreimal täglich wiederholen.Di 20: Punkte direkt neben der Falte zwischen Nasenflügel und Mundwinkel. Drücken Sie die Punkte mit den Zeigefingern für 20 Sekunden, dreimal täglich wiederholen.

Die wissenschaftliche Datenlage zu Akupressur und Akupunktur ist eingeschränkt. Hinweise auf einen positiven Effekt gibt es in lediglich kleinen Studien.

Schüßler-Salze

Wer die Beschwerden bei verstopfter Nase mit Schüßler-Salzen lindern möchte, greift am besten zu Kalium chloratum (Nr. 4) und Calcium sulfuricum (Nr.12).

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Das Konzept der Schüßler-Salze und ihre spezifische Wirksamkeit sind in der Wissenschaft umstritten und durch Studien nicht eindeutig belegt.