Jeder Mensch kennt Beispiele für Menschen, denen der Erfolg scheinbar so zufliegt. Oft stellt sich die Frage nach ihrem Geheimnis: Ist es Talent oder harte Arbeit? Falsch! Attitüde ist der entscheidende Punkt. So meint es zumindest ein australischer Forscher herausgefunden zu haben. Hinter Attitüde verbirgt sich eine Einstellung, die zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor werden kann. Und dieser vereint eben zahlreiche berühmte Persönlichkeiten – ganz gleich, ob es sich um Künstler oder Topmanager handelt. Wir erklären, was es mit Attitüde auf sich hat und wie Sie Ihre dahingehend beeinflussen können, dass sie Sie weiterbringt…


Autor: Jochen MaiAktualisiert: 25.04.2022Bewertung: 4,98· 6978 Stimmen
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Definition: Was bedeutet Attitüde?

Was bedeutet das Wort „Attitüde“ genau? Bei dem Begriff handelt es sich um einen sogenannten Gallizismus – also ein Lehnwort, das aus dem Französischen entnommen und in seiner Schreibweise (daher das „ü“) eingedeutscht wurde.

Ursprünglich wurde das Wort yên ổn Bereich der darstellenden und bildenden Künste verwendet: Die Attitüde bezeichnete eine besonders ausdrucksstarke Körperhaltung, Geste, Positur oder Pose – zum Beispiel im Ballett, wenn der Oberkörper und ein Bein in die Waagerechte gebracht werden.

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Im heutigen Sprachgebrauch hat der Begriff jedoch eine zweite Bedeutung bekommen und spiegelt hier vor allem eine innere oder geistige Haltung. Entsprechend auch die aktuellen Synonyme für Attitüde:

HaltungEinstellungAuftretenBenehmen, BetragenFassung

Besonders populär wurde der Begriff in den Neunzigerjahren mit dem Ärzte-Song „Schrei nach Liebe“. Darin heißt es zum Beispiel „Hass ist deine Attitüde“ und beschrieb dabei die gewaltbereite, geistige Grundhaltung der Neonazis und ihrer Sympathisanten. Im September 2015 entwickelte sich daraus die „Aktion Arschloch„.

Eine Attitüde zu haben, ist daher keine eindeutige Definition. Dahinter können verschiedene Einstellungen und Geisteshaltungen stecken – positive wie negative. Wesentliches Merkmal ist zunächst nur, dass diejenige Person eine solche Attitüde besitzt, die auch anderen auffällt.

Das ist das vielleicht entscheidendste Merkmal: Eine Attitüde bleibt nie verborgen – sie spiegelt sich in unserem Wesen, unserer Persönlichkeit, in unseren Aussagen, in unseren Meinungen und unserer Haltung (womöglich sogar in der Körperhaltung).

Allerdings ist das eine Wechselbeziehung: Es ist nur nicht so, dass die Attitüde aus unserem Charakter hervorgeht – wer sich eine solche Haltung zulegt, kann sich damit auch selbst verändern und weiterentwickeln. Vor allem ist eine solche Geisteshaltung nichts, was man wahlweise und mal eben an- oder ablegen könnte.

Eine Attitüde gibt es nur ganz oder gar nicht.

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Muster, Gemeinsamkeiten und Charakteristika von Attitüden

Wie bringt man es zu einem wahren Meister seines Fachs, einem renommierten Experten oder Könner seines Handwerks. Die einen sagen. üben, üben, üben – und verweisen auf die sogenannte 10.000-Stunden-Regel, die allerdings inzwischen als widerlegt gilt. Es stimmt zwar: Es ist noch nie irgendwo und irgendwann ein Meister vom Himmel gefallen.

Der australische Musik-Professor Gary McPherson, der dies eingehender erforscht hat, kommt jedoch zu einem anderen Ergebnis: Als er untersuchte, was gute und wirklich erfolgreiche Musiker von den weniger erfolgreichen unterschied, fand er die in seinen Augen wesentliche Erfolgseigenschaft: Attitüde!

Für eine seiner Langzeitstudien pickte sich McPherson 157 Schüler heraus, die ein Instrument lernen wollten. Und tatsächlich:

Aus einigen wurden später Berufsmusiker, die ihr Instrument perfekt beherrschten.Andere hörten mit dem Spiel sofort wieder auf, als sie die Schule verließen.

Also suchte McPherson nach Mustern, Gemeinsamkeiten, Charakteristika, die ihm helfen würden, besser vorherzusagen, wer zu der einen Gruppe gehören würde und wer zur zweiten. Am Ende fand er ein solches Merkmal – jedoch kein offensichtliches:

Nicht IQ oder Begabung – eine Frage macht den Unterschied.

Weder waren es der IQ, die musische Begabung der Kinder oder die Eltern, die daheim Druck ausübten und ihre Kinder zum Erfolg trieben.

Vielmehr war es eine simple Frage, die der Professor seinen Probanden zu Beginn seiner Forschungen gestellt hatte und die sie unterschiedlich beantworteten:

Wie lange, glaubst du, wirst du dieses Instrument spielen?

Auf den ersten Blick eine völlig unschuldige Frage. Doch sie hatte es in sich:

Wer plante sein ganzes Leben lang das Instrument seiner Wahl zu spielen, wurde darin nicht nur richtig gut, sondern vor allem um Klassen besser,

Nicht ihre Fähigkeiten – die Attitüde, die Einstellung und die Liebe zu dem, was die Kinder taten, machte den entscheidenden Unterschied.


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Schlechte Attitüde führt zu Stillstand

Eine indifferente Haltung zu etwas wird also allerhöchstens Mittelmaß hervorbringen. Beispielsweise, wenn Sie für den Musikunterricht in der Schule Blockflöte lernen mussten, aber nie so richtig Lust darauf hatten. Ein noch größeres Problem ist eine ausgesprochen schlechte Attitüde.

Dazu müssen wir uns der Entstehung von Attitüden zuwenden. Eine Attitüde kommt ja nicht aus dem Nichts – wir sind tagtäglich von Menschen und ihren Meinungen umgeben, werden mit Situationen konfrontiert, die unterschiedlichste Emotionen wecken. All das formt unser Denken und wie wir Dinge wahrnehmen.

Der amerikanisch-polnische Psychologe Solomon Asch zeigte 1951 anhand des sogenannten Konformitätsexperiments (auch Asch-Experiment genannt), welche Rolle Gruppenzwang beispielsweise spielt. In seinem viel beachteten Experiment zeigte sich, wie eine Vielzahl der Teilnehmer sich nach der (offensichtlich falschen) Meinung der Mehrheit richteten.

Das beweist allerdings auch, dass Menschen nicht in dem determiniert sind, was sie als Attitüde nach außen tragen. Diese Grundannahme kann auf Vorurteilen, Unsicherheit oder dem Wunsch nach Akzeptanz basieren und ist in jedem Fall eine Einstellungssache.

Und hier liegt der Haken: So wie positive Affirmationen als Zuspruch zur notwendigen Energie für kommende Herausforderungen beitragen, behindern negative Glaubenssätze genau das. Sie prägen eine Attitüde, die sich in folgenden Gedanken und Aussagen widerspiegelt:

Ich möchte nicht der Quertreiber sein.

Bedeutet: Die eigenen Gedanken und Ansichten werden zugunsten der Harmonie geopfert. So ist alles schön stromlinienförmig.

Jetzt lohnt es sich ohnehin nicht mehr.

Bedeutet: Der Aufwand wird gescheut, weil befürchtet wird, dass der Einsatz den Ertrag bei weitem übersteigt.

Was denken die anderen darüber?

Bedeutet: Ähnlich auch hier – die Ansichten anderer werden höher bewertet und davon wird die eigene Meinung abhängig gemacht.


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