In der Antike bezeichnete der Begriff Melancholie den ganzen Komplex der traurigen Gefühle und Stimmungen (griech. melancholia = Schwarzgalligkeit).

Bạn đang xem: Melancholisch

Was ist Melancholie?

Man verstand darunter sowohl das Temperament als auch die krankhaften Formen der Traurigkeit bis hin zum Wahn. Yên Deutschen wird für die Melancholie auch das Wort Schwermut gebraucht.

Erst seit Beginn des 20. Jh.s ist der Begriff einem Typ der endogenen Psychose vorbehalten.

Der melancholische oder schwermütige Mensch weist zum einen die Merkmale der Trauer auf (schmerzliche Verstimmung, reduziertes Interesse an der Außenwelt, eingeschränkte Liebes- und Arbeitsfähigkeit), zum anderen kommt eine Herabsetzung des Selbstwertgefühls hinzu, die sich in Selbstvorwürfen und Selbstbezichtigungen äußert.

Melancholie - reduziertes Selbstwertgefühl

Zwischen der Passivität des Schwermütigen und seinem reduzierten Selbstwertgefühl besteht ein deutlicher Zusammenhang, domain authority der Melancholiker gleichzeitig hohe Ansprüche an sich selbst stellt und eine idealisierte Vorstellung von sich hat. Ausschlaggebend für die Schwermut bzw. Die Melancholie ist eine von Rückzug und Resignation geprägte Lebenseinstellung. Für den Trauernden ist die Welt arm und leer geworden, der Melancholiker erlebt sein Ich als verarmt.

Melancholiker aus der Kulturgeschichte

Viele berühmte Persönlichkeiten der Kulturgeschichte gelten als Melancholiker, so u.a. Sokrates (469–399 v.u.Z.), Platon (427–347 v.u.Z.), Francesco Petrarca (1304–1374), Dante Alighieri (1265–1321), Michelangelo (1475–1564), Raffael (1483–1520), Albrecht Dürer (1471–1528), Martin Luther (1483–1546), Immanuel Kant (1724–1804), Arthur Schopenhauer (1788–1860), Friedrich Nietzsche (1844–1900), Sören Kierkegaard (1813–1855), Charles Baudelaire (1821–1867).

Xem thêm: Nghĩa Của Từ Sock Là Gì - Nghĩa Của Từ Sock Trong Tiếng Việt

Literatur:

Adler, Alfred: Menschenkenntnis. EA 1927. Frankfurt a.M. 1966. Freud, Sigmund: Trauer und Melancholie. EA 1916. In: Studienausgabe, Bd. III. Frankfurt a.M. 1975. Rattner, Josef: Menschenkenntnis durch Charakterkunde. Augsburg 1998.

Autor: Jochen Freede

Quelle: Erstveröffentlichung yên ổn Lexikon freien Denkens, Angelika Lenz Verlag 2010