Man sollte nie so viel zu tun haben, dass man zum Nachdenken keine Zeit mehr hat.

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Georg Christoph Lichtenberg

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Unter dem Begriff Reflexion versteht man das Sich-Zurückwenden des Denkens und des Bewusstseins auf sich selbst. Reflexion, abgeleitet aus der Wortbedeutung für das Zurückwerfen von Wellenbewegungen, bedeutet demnach kognitionspsychologisch das Sich-zurück-Wenden des Denkens und des Bewusstseins auf sich selbst. Allgemein beschreibt die Reflexion die Tendenz des Sich-inne-Werdens, und sofern es sich auf das Denken bezieht, eine khung der Metakognition, also das Anstreben von Wissen über das eigene Wissen. Reflexion beschreibt auch die Fähigkeit, eigenes Verhalten, mentale Konzepte, Gefühle und Haltungen wahrzunehmen und in Bezug zur Umwelt kritisch zu hinterfragen, und ist damit notwendige Voraussetzung, um aus gemachten Erfahrungen zu lernen, vor, während oder besonders nach einem Ereignis. Durch eine eigenständige, aber auch mit anderen gemeinsam durchgeführte Reflexion kann ein differenzierteres Verständnis des Selbst, des Anderen oder der Situation als Ganzem entstehen.

Während man für klar umschriebene Praxissituationen am besten die Standardisierung von Abläufen lernt, bedarf es in komplexen, schwierigen Alltagssituationen häufig zunächst einer Analyse der zugrunde liegenden Probleme, um adäquate Lösungen entwickeln zu können. Für solche Situationen kann eine unreflektierte Anwendung standardisierter Abläufe ein Qualitätsproblem darstellen, wohingegen eine reflektierte und differenzierte Analyse der Situation unter Einbezug aller möglicher Perspektiven eine größere Aussicht auf adäquate Lösungen und damit verbesserte Ergebnisse hat.

John Dewey hat yên Spannungsfeld der Reformpädagogik und traditionellen Pädagogik einen sinnvollen Umgang mit den Erfahrungen der SchülerInnen in Lernzusammenhängen gefordert, wobei er der von SchülerInnen und LehrerInnen gemeinsamen und einfühlsamen Reflexion dieser Erfahrungen einen wichtigen Stellenwert zuschrieb.

In der Philosophie gibt es fachspezifische Verwendungen des Begriffs die sich an diesem Begriff orientieren und unterschiedliche Aspekte hervorheben, etwa die Reflexion über die Gesellschaftsverhältnisse oder über den Sprachgebrauch. Yên ổn Zentrum eines solchen Begriffsverständnisses steht dabei die Unterscheidung von auf äußere Objekte bezogenem Wahrnehmen und derjenigen geistigen Tätigkeit, die sich auf den Akt des Denkens und der Vorstellung selbst richtet, etwa im Sinn einer Abstraktion.

1. Definition

Reflexion oder Rückbiegung ist eine Überlegung, kritische Selbstbetrachtung oder abwägendes Denken (Ohne Autor, 1987, S. 586).

2. Definition

In der Psychologie ist Reflexion die Rückwendung des Subjekts vom wahrgenommenen Gegenstand auf seine eigenen Wahrnehmungen und Gedanken; z.B. Kants Vernunftkritik als das Hinterfragen der Möglichkeitsbedingungen von Erfahrung (Ohne Autor, 1998, S. 347).

3. Definition

Reflexion bedeutet nachdenken und überlegen. Die Aufmerksamkeit bezieht sich auf die Innenwelt, also auf das Ich und seine Tätigkeit, durch die das Psychische als solches erfasst werden kann. Unter Reflexionspsychologie (auch Erlebnispsychologie) versteht man das inhaltliche Erleben einer Person oder eine Beobachtung von der eigenen Person (Wagner, 1953, S. 531).

4. Definition

Reflexion oder auch Zurückbeugung genannt, ist aus der Optik übernommener philosophischer Begriff. Reflexion steht vor allem yên Zusammenhang mit der Bewusstseinsphilosophie, denn hier beschäftigt man sicher mit den bewussten geistigen Leistungen und diese noch einmal zu erfassen (Mittelstraß, 1995, S. 525).

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5. Definition

Reflexion ist ein Terminus aus der Optik und beschäftigt sich mit der menschlichen Geistestätigkeit. Reflexion ist bis heute mit der Metapher des Spiegels und des Sich-Spiegels verbunden. Reflexion wird im weiteren Sinne auch mit den Ausdrücken: `Überlegung´ oder ´nachdenkende Betrachtung´ verwendet. (Ritter & Gründer, 1992, S. 395).

Literatur