Aktuell verhängen viele Staaten Sanktionen gegen Russland. Aber was bedeutet der Begriff überhaupt und welche Arten von Sanktionen gibt es? Wir erklären es dir. Im đoạn phim zeigen wir Putins Propaganda-Maschinerie.

Bạn đang xem: Einfach erklärt: was sind sanktionen?


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Sanktionen sollen Druck aufbauen. Das Ziel: Die oder der Sanktionierte passt ihr oder sein Verhalten an und hält sich wieder an die Regeln.


Der Begriff "Sanktion" ist vom lateinischen "sanctio" abgeleitet, was "Strafbestimmung" bedeutet.

Mit Sanktionen wird auf ein bestimmtes Verhalten reagiert. Aus rechtlicher Sicht setzen Sanktionen voraus, dass offizielle Regeln - insbesondere Gesetze - gelten. Werden sie nicht eingehalten, drohen Strafen.

Es gibt aber auch positive Sanktionen. Dabei werden Zugeständnisse in Aussicht gestellt, sofern sich die- oder derjenige wieder an das Gesetz hält. Bei einem Staat könnten zum Beispiel Zölle bei der Einfuhr von Waren gesenkt werden, wenn sich seine Regierung nach diversen völkerrechtlichen Verstößen wieder zur Rechtstreue bekennt.

In der deutschen Sprache werden Sanktionen "gegen jemanden verhängt". Diese:r ist dann ein:e "Sanktionierte:r".

Das Ziel von Sanktionen

Sanktionierende Maßnahmen sollen Druck auf diejenigen ausüben, gegen die sie sich richten. So sollen Sanktionierte zu einem bestimmten Verhalten gezwungen werden. Werden sie präventiv - sprich, als Warnung - verhängt, dienen sie zumeist dazu, Verstöße einzugrenzen oder im Voraus zu verhindern.

Im völkerrechtlichen Zusammenhang bestehen Sanktionen meist aus wirtschaftlichen, politischen oder militärischen Strafen, die von einem beziehungsweise mehreren Staaten gegen ein anderes Land eingesetzt werden.

Das ist auch yên Krieg von Russland gegen die Ukraine: Weltweit haben Nationen - darunter auch Deutschland - beschlossen, ihren Handel mit Russland stark einzuschränken und dessen Zugang zu internationalen Finanzmärkten zu unterbinden, um es wirtschaftlich zu isolieren.


Auch Deutschland hat Sanktionen gegen Russland verhängt. Unter anderem gab Kanzler Olaf Scholz bekannt, das Genehmigungs-Verfahren der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 vorerst zu stoppen. Diese hätte es Russland ermöglicht, seinen Gas-Export nach Deutschland zu verdoppeln.© picture alliance/dpa | Kay Nietfeld


Auf politischer Ebene werden alle Staaten, Personen, Organisationen oder Wirtschaftsgüter, gegen die Sanktionen gelten, in offiziellen Listen geführt.


Sanktionen werden außenpolitisch zumeist von einem Bündnis aus Staaten wie der Europäischen Union oder auch von einzelnen Ländern verhängt. Dabei können sie sich sowohl gegen ganze Nationen als auch gegen Unternehmen oder einzelne Personen richten.

Internationale Sanktionen

Internationale werden Sanktionen als Reaktion auf gewisse politische, wirtschaftliche und militärische Entwicklungen eingesetzt.

Allen voran kann der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) die Strafmaßnahmen einführen. Die völkerrechtliche Grundlage hierfür ist der Artikel 41 im Kapitel VII der UN-Charta.

Dieser regelt, welche wirtschaftlichen Schritte die internationale Gemeinschaft gegen andere Staaten ergreifen darf. So kann die UN entscheiden, ob und welche Sanktionen verhängt werden sollen. Die UN-Mitglieder sind dazu verpflichtet, die Beschlüsse kollektiv umzusetzen.


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Nachdem Russland die Ukraine erstmals angegriffen hatte, berief der UN-Sicherheitsrat am 26. Februar 2022 eine Dringlichkeitssitzung ein. Dabei wurde auch über mögliche Sanktionen gegen Russland diskutiert.© Imago Images / Pacific Press Agency


Einzelne Länder können zusätzliche Maßnahmen beschließen und die Sanktionsliste der UN um weitere Einträge ergänzen.

Internationale Sanktionen werden vor allem verhängt bei:

Verletzungen gegen das Menschen- oder Völkerrecht: zum Beispiel gegen Belarus oder den Iranbewusster Destabilisierung eines souveränen Landes: zum Beispiel gegen die ostukrainischen Separatisten-Gebiete Donezk und Luhansk

Auch yên ổn alltäglichen Leben gibt es Sanktionen. Sie werden als soziale Sanktionen bezeichnet und sind ebenfalls Reaktionen auf bestimmte Verhaltensweisen. Werden zum Beispiel gesellschaftliche Regeln gebrochen, drohen negative Sanktionen gegen die "Gesetzesbrecher". Lob oder Belohnungen gelten als positive Sanktionen.

Am sichtbarsten sind Sanktionen yên ổn Strafrecht wie bei Bußgeldern oder einer Haftstrafe bei besonders schweren Verstößen.

Negative soziale Sanktionen können aber auch rein zwischenmenschlich sein, etwa als mündliche Ermahnung der Eltern. Oft ist das unangenehm genug, um einen Fehltritt nicht wiederholen zu wollen.

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Im Fußball sind Sanktionen durch die gelbe und rote Karte sichtbar. Gelb bedeutet eine deutliche Warnung, Rot eine Bestrafung: Die Betroffenen dürfen nicht mehr weiterspielen und müssen mit Sperren rechnen.