Das autoritär regierte Kasachstan wird seit Anfang des Jahres von Demonstrationen und Unruhen erschüttert. Die Regierung bekommt Unterstützung von russischen „Friedenstruppen“. „Ich habe den Verdacht, dass Russland dauerhaft einen Militärstützpunkt in Kasachstan errichten könnte“, berichtet fkhorizont-turnovo.com-Reporter Christoph Wanner.


Kasachstan kommt nicht zur Ruhe: Bei den schwersten Ausschreitungen seit Jahren geht das Militär gegen Demonstranten vor, dutzende Menschen wurden getötet. Fragen und Antworten zur Lage in dem neuntgrößten Land der Erde.
Die Ereignisse in der zentralasiatischen Ex-Sowjetrepublik Kasachstan überschlagen sich: Aus Protesten gegen deutliche Gaspreis-Erhöhungen sind schwerste Ausschreitungen mit Toten und Verletzten geworden. Viele Demonstranten gehen friedlich gegen die autoritäre Staatsführung auf die Straße, daneben liefern sich bewaffnete Mobs Gefechte mit Sicherheitskräften.

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Präsident Kassym-Schomart Tokajew entließ die Regierung, setzte Militär ein und rief unter anderem russische Soldaten zur Hilfe. Am Freitag schließlich erließ er den Befehl, „ohne Vorwarnung“ auf Demonstranten zu schießen. International sorgte das für viel Entsetzen.

Wie haben sich die Proteste in den vergangenen Tagen entwickelt?

Seit Jahren sind viele Kasachen frustriert von Korruption und Machtmissbrauch in ihrer Heimat. Die gestiegenen Preise für Treibstoff an den Tankstellen seien da für viele nur symptomatisch gewesen, meinen Experten. Zu beobachten sei „die Unzufriedenheit mit der Tatsache, dass einerseits das Land über hohe Erdöl- und Gasvorkommen verfügt, dass die Gewinne daraus aber nur bei sehr wenigen ankommen“, sagt Andrea Schmitz, Zentralasien-Expertin der Stiftung Wissenschaft und Politik, der Nachrichtenagentur dpa.


Mittlerweile gibt es keine Bilder von großen Demonstrationen mehr. In den vergangenen Tagen starben offiziellen Angaben zufolge mehr als 40 Menschen; es gab zahlreiche Verletzte und mehr als 4400 Festnahmen. Immer wieder tauchen in sozialen Netzwerken Videos auf, auf denen Schussgeräusche und Schreie zu hören sind.


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Wer sind die Menschen, die jetzt noch protestieren?

Auch wenn Tokajew und Staatsmedien immer wieder von bewaffneten „Terroristen“ sprechen: Vielerorts halten Menschen unabhängigen Nachrichtenkanälen zufolge weiterhin kleinere, friedliche Kundgebungen ab. In der Nacht zum Samstag hätten sich etwa in Schangaösen im Westen des Landes rund 1000 friedliche Demonstranten gewaltfrei versammelt, schrieb das Portal Orda auf Telegram. Landesweit gibt es bei solchen Veranstaltungen Festnahmen.

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Heftige Zusammenstöße ereigneten sich in der Wirtschaftsmetropole Almaty. Bereits seit Tagen geht dort das Militär gegen Zivilisten vor. Doch es ist unklar, wer die Menschen sein sollen, die dort angeblich militanten Widerstand gegen Sicherheitskräfte leisten. Mitunter war es fast unmöglich, verlässliche Informationen zu bekommen.