Es gibt nicht die eine Resilienz Definition. Stattdessen bestehen viele Definitionen, die im Wesentlichen auf die Flexibilität lặng Umgang mit Stress, die Regulation und Regeneration von stress abzielen, um Krisen gesund zu meistern.

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Neben den verschiedenen Definitionen gibt es auch unterschiedliche Resilienzmodelle. Diese stellen jeweils wichtige Schutzfaktoren für die psychische und physische Gesundheit heraus. Einen Vergleich der Resilienzmodelle finden Sie auf unserer Seite HIER.

Dies ist eine Übersicht über einige der bestehenden Resilienz Definitionen:

„Resilienz ist eine Problem-Umgangs- und Problem-Lösungs-Kompetenz – weg von dysfunktionalem bức xúc und toxischen Stress-Folge-Wirkungen wie Burn-out, Trauma und Krisen und hin zu funktionalem, aktivierendem căng thẳng für Lernen, Wachstum und einer Erweiterung der Komfortzone“ – Sebastian Mauritz, 2021

„Resilienz ist die Aufrechterhaltung, bzw. Schnelle Wiederherstellung psychischer Gesundheit während oder nach Widrigkeiten (Stressor Exposition)“ – Raffael Kalisch, Der resiliente Mensch

„Unter Resilienz wird die Fähigkeit von Menschen verstanden, Krisen yên ổn Lebenszyklus unter Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen zu meistern und als Anlass für Entwicklung zu nutzen“ – Rosmarie Welter-Enderlin, Bruno Hildebrand, Resilienz. Gedeihen trotz widriger Umstände

„Das Vermögen eines dynamischen Systems, sich erfolgreich Störungen anzupassen, die seine Funktion, Lebensfähigkeit oder Entwicklung bedrohen.“Ann Masten, Resilienz: Modelle, Fakten und Neurobiologie

„Resilienz – so heißt die seelische Kraft, die Menschen dazu befähigt Niederlagen, Unglücken und Schicksalsschlägen besser undschneller standzuhalten“ – Katharina Maerlein, Die Bambus Strategie

„Resilienz kann sich lặng Umgang mit Belastungen und Krisen unterschiedlich zeigen. Resiliente Menschen haben yên Umgang mit Stressoren, Druck und Belastungen ein besseres Coping (Bewältigung), das sich yên Krisenverlauf oder bei der Erholung von der Krise oder in Kombination von beidem zeigt“ – Jutta Heller, Resilienz für die VUCA-Welt

„Resilienz macht ein System vorausschauend widerstandsfähig gegen Widrigkeiten seiner Umwelt. Sie ist die Fähigkeit eines Systems, kontinuierlich Veränderungen seines Kontextes zu antizipieren und darauf proaktiv zu antworten, anstatt punktuelles Krisenmanagement zu betreiben. Resilienz führt ein System dazu, sich zu transformieren, bevor die Notwendigkeit zur Veränderung in eine aussichtslose Lage führt.“ – Helmut Willke, (Un)Möglichkeit der Intervention

„Resilienz ist ein unerschöpfliches Reservoir der Klarheit, der Liebe und der Heilung in uns selbst. Diese Tiefe Seelenkraft steht jedem Menschen zu jeder Zeit zur Verfügung… wenn er still wird und nach Innen lauscht“ – Sylvia Kéré Wellensiek, 2021

„…the capacity of a system, enterprise, or a porson khổng lồ maintain its core purpose & integrity in the face of dramatically changed circumstances“ – Zolli/Healy, Resilience: Why things bounce back

„Resilienz ist die Fähigkeit einer Organisation, potentielle Bedrohungen zu antizipieren, effektiv mit kritischen Ereignissen umzugehen und aus ihnen zu lernen, um gestärkt daraus hervorzugehen“ – Stephanie Duchek, Auf dem Weg zur resilienten Führungskraft

„Resilienz ist das Immunsystem unserer Psyche oder unserer Seele, welches uns beim Umgang mit Stress, Belastungen und Krisen unterstützt“ – Ella Gabriele Amann, Resilienz

„Mit Resilienz werden Prozesse oder Phänomene beschrieben, die eine positive Anpassung des Individuums trotz vorhandener Risikofaktoren widerspiegeln“ – Babette Renneberg, Phillipp Hammelstein, Gesundheitspsychologie

„So legt die Salutogenese den Schwerpunkt auf Schutzfaktoren zur Erhaltung der Gesundheit, die Resilienz Forschung konzentriert sich mehr auf den Prozess der positiven Anpassung und Bewältigung“,„Resilienz ist die psychische Widerstandsfähigkeit gegenüber biologischen, psychischen und psychosozialen Entwicklungsrisiken“– Klaus Fröhlich-Gildhoff, Maike Rönnau-Böse, Resilienz

„Resilienz als Prozess des wirkungsvollen Verhandelns mit der Anpassung an oder der Bewältigung wesentlicher Quellen von Trauma oder Stress“ – Gill Windle u.a., Health and unique of Life Outcomes

„Resilienz ist die Fähigkeit eines Systems, eines Unternehmens oder einer Person, ihren Kernzweck und ihre Integrität angesichts dramatisch veränderter Umstände aufrechtzuerhalten.“ Andrew Zolli, Healy 2012

„Resilienz als Kapazität Störungen zu absorbieren, sich zu verändern, trotzdem im Wesentlichen dieselbe Funktion und Struktur zu behalten ohne die Schwelle zu einem anderen Systemverhalten zu überschreiten“ – Brain Walker, David Salt, Resilience Thinking

„Resilienz kann als eine Art psychisches Immunsystem verstanden werden, das die inneren Stabilisierung und Heilkräfte umfasst“ – Brigitte Dorst

„Resiliente Individuen nutzen positive Emotionen, um aus negativen emotionalen Erfahrungen ‚zurückzuspringen"“ – Michael Tugade, Barbara Frederickson, Journal of Personality and Social Psychology

„Es ist nicht die stärkste Spezies, die überlebt, auch nicht die intelligenteste, sondern diejenige, die am besten auf Veränderungen reagiert“ – sinngemäß Charles Darwin, Über die Entstehung der Arten

„Psychological resilience is defined as „the process of adapting well in the face of adversity, trauma, tragedy, threats, or significant sources of stress, or ‚bouncing back‘ from difficult experiences“ – The American Psychological Association, The road khổng lồ resilience

„Resilienz ist die Fähigkeit, sich auf Stress, Herausforderungen oder Widrigkeiten vorzubereiten, darauf angemessen zu reagieren und sich davon wieder zu erholen“ – HeartMath, 2018

„Resilienz ist die kleine Schwester der Erleuchtung“ – Sylvia Kéré Wellensiek, Resilienz-Kongress 2021

„Resilienz ist die Fähigkeit zwischen Adaptation und Regulation, auf körperlicher und geistiger Ebene, oszillieren zu können“ – Lara Krenn, Resilienz-Kongress 2021

„Resilienz braucht den Menschen als Bezugsgröße. Der Mensch ist ein bio-psycho-soziales und spirituelles Lebewesen. Seine resilienzstärkenden Faktoren kommen somit aus diesen vier Bereichen. Ein resistenter Körper, eine resiliente Psyche, kraftspendende soziale Kontakte und ein sinnerfülltes Leben. Alle Aspekte stehen in Wechselwirkung und beeinflussen sich auf komplexe Art und Weise. Unsere Resilienz wird durch genetische, epigenetische und transgenerationale Faktoren beeinflusst. Ein Wunderwerk der Natur, das wir eigenständig und selbstwirksam mitgestalten können“ – Wolfgang Roth, 2021

„Der Kern der Resilienz ist Emotionsregulation“, Maja Storch, Resilienz-Kongress 2022

„Von einem bewegenden Ereignis emotional nicht berührt zu sein, ist keine Resilienz – das ist Dissoziation“ – Sarah Boyd

„Seelische Resilienz beschreibt die innere Einkehr bei äußerer Erschütterung – durch Vertrauen in die eigene (und höhere) Kraftquelle, die uns in Krisen auffängt, schützt und leitet. Dieses Vertrauen kann gestärkt und trainiert werden mit Hilfe unsere Intuition und Erleben von Sinnhaftigkeit. Ziel ist es, sich äußeren Bedingungen anzupassen und gleichzeitig der inneren Wahrheit treu zu bleiben. Das Oszillieren zwischen diesen beiden Polen stärkt die Flexibilität lặng Umgang mit Stress, (Sinn-) Krisen und dem Gefühl von Verbundenheit mit sich und der Welt.“ – Christina Comnick 2022

„psychische Widerstandskraft; Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen“ – Duden.de (2020)

„Resilienz beschreibt die Fähigkeit eines Systems, einer Gemeinschaft oder einer Gesellschaft, sich rechtzeitig und effizient den Auswirkungen einer Gefährdung widersetzen, diese absorbieren, sich an sie anpassen, sie umwandeln und sich von ihnen erholen zu können. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die Erhaltung und Wiederherstellung ihrer wesentlichen Grundstrukturen und Funktionen durch Risikomanagement.“ – übersetzt nach: Vereinte Nationen (2016)

„Resilienz ist ein lebenslanger, dynamischer Lern- und Entwicklungsprozess, der positiv beeinflussbar ist. Er besteht aus Resistenz, Regeneration und Rekonfiguration.“ –Lepore und Revenson (2006)

Mehr Resilienz Definitionen und weitere Perspektiven zum Thema Resilienz finden Sie unter Resilienz-Kongress.de

Warum brauchen wir Resilienz?

Resilienz brauchen wir aus zwei Gründen: Zum einen ist sie die Grundlage für ein gesundes und erfolgreiches Leben in der VUCA-Welt, und zum anderen ist sie die Meta-Kompetenz für einen guten Zugriff auf all unsere Ressourcen auch in stressigen Phasen des Lebens.

Resilienz Definition in der VUCA-Welt

Der Begriff der VUCA-Welt spielt zu einem großen Teil in die Resilienz Definition bzw. Definitionen mit hinein. Schließlich gilt VUCA mittlerweile, insbesondere lặng Businessbereich als der Hauptgrund, warum wir Resilienz brauchen. Das Akronym steht dabei für die Faktoren:

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volatile (unberechenbar/ flüchtig)uncertain (unsicher/ ungewiss)complex (komplex, vielschichtig)ambiguous (mehrdeutig, unklar, widersprüchlich)

Diese vier Aspekte verursachen bức xúc beim Menschen und in ganzen Systemen, wie einem Unternehmen. Die Welt ist, vor allem mit Fortschritt der Digitalisierung, schnelllebig und bringt sich stetig verändernde Anforderungen mit sich.

Ella Gabriele Amann und Martin Ciesielski haben als Gegenpart zur VUCA-Welt die SSEE-Welt (ausgesprochen wie das englische „see“) entwickelt. Dieses Akronym steht für:

stable (stabil)secure (sicher)easy (einfach)explicit (eindeutig)

Und Resilienz ist genau das, was zwischen diesen Welten passiert. Wir befinden uns nicht ausschließlich in der VUCA-Welt, auch wenn es gestressten Führungskräften so vorkommen mag. Beide Welten sind zu jeder Zeit, auch in Krisen, vorhanden. Resilienz ist die Fähigkeit, sich zwischen diesen Welten flexibel hin und her zu bewegen. Sie setzt sich letztendlich aus der Fähigkeit zur Anpassung, der Adaptabilität, und der Fähigkeit zur Regulation zusammen, um zwischen VUCA und SSEE zu oszillieren.

Resilienz ist nicht ausschließlich Entspannung, es ist auch die Kompetenz sinnvoll in die Anspannung zu gehen und sich zu aktivieren. Es braucht dafür eine Wertschätzung beider Pole und Sichtweisen auf die Welt.

VUCA oder BANI?!

Neben VUCA gibt es noch ein weiteres Konzept, das die Instabile Welt und damit auch die Notwendigkeit von Resilienz im (Berufs-)Alltag erklärt: BANI. Dieses Akronym steht für:

brittle (brüchig/ porös)anxious (ängstlich/ besorgt)non-linear (nicht-linear)incomprehensible (unverständlich/ unbegreiflich)

Diese Faktoren, die unser an die Digitalisierung angepasste Welt beschreiben, sind die konsequente Weiterführung des VUCA-Modells.

Unsere Welt ist nicht nur schnelllebig und flüchtig, sondern macht durch Brüchigkeit der Systeme einen falschen Eindruck der Stabilität. Die Unsichherheit hat dazu geführt, dass wir nun ängstlich oder zumindest besorgt mit Unbekanntem oder Risiken umgehen. Die Komplexität wird durch Nicht-Linearität ergänzt, was Zusammenhänge nicht nur schwierig zu verstehen, sondern Konsequenzen von Handlungen auch uneinschätzbar macht. Und zuletzt ergibt sich darauch auch die Weiterführung der ambigen Welt, die zu unbegreiflichen und unverständlichen Systemen und Strukturen herangewachsen ist.

Neben der SSEE-Welt gibt es auch für BANI ein neues Modell, dass zur Oszillation zwischen den Polen einladen soll: RAAT. Das steht für

ResilienzAchtsamkeitAdaptationTransparenz

Resilienz als Meta-Kompetenz

Der zweite Grund, warum wir Resilienz brauchen, ist, weil wir nur mit einer starken Resilienz auf unsere Fähigkeiten und Kompetenzen zugreifen können. Es ist gewissermaßen die Meta-Kompetenz, um erfolgreich zu agieren. Găng tay aktiviert im Gehirn das limbische System, in dem unsere Emotionen entstehen. Gleichzeitig fährt bei stress der Präfrontale Cortex, also das Steuerungssystem für Emotionen und angemessenes Handeln, herunter. Kurz gesagt, bei căng thẳng leiden wir für Gewöhnlich unter einer Kompetenz-Amnesie.

Mit einer starken Resilienz können wir áp lực besser regulieren und so auch schneller wieder Zugriff auf unsere Fähigkeiten erlangen. Das hilft dabei in schwierigen Situationen handlungsfähig zu bleiben, Herausforderungen zu überwinden und Krisen schneller und gesünder zu bewältigen.

Wir brauchen Resilienz, weil wir dadurch in der Lage sind, unser Leben an die Herausforderungen des Alltags anzupassen, sie schnell und in Kontakt mit dein eigenen Fähigkeiten bewältigen und dabei gleichzeitig auf die eigene Gesundheit zu achten.

Was ist Resilienz?

Die Grundlage, weshalb wir uns generell mit Resilienz auseinandersetzen ist: Wie schaffen es manche Menschen trotz widriger Umstände, Krisen und găng tay gesund und beinahe sogar gelassen zu bleiben? Diese Frage trieb insbesondere die Resilienzforschung an.

Der Begriff „Resilienz“ – abgeleitet von „resilire“ = „zurückprallen“ – stammt ursprünglich aus der Physik, genauer gesagt der Werkstoffkunde. Es beschreibt die Beschaffenheit von bestimmten Elementen, die auch nach extremen Außeneinwirkungen in ihre Ausgangsform zurückspringen. Dieses Konzept wurde dann ab den 1970er Jahren als eine psychologische Eigenschaft auf den Menschen übertragen.

Schauen wir uns in einem kurzen Überblick der größten Meilensteine an, wie sich die Resilienzforschung entwickelte:

1974: Beobachtung des „Allgemeinen Adaptationssyndroms“ von Hans Selye – „Stress: Bewältigung und Lebensgewinn“.1974: Untersuchung zur unterschiedlichen Entwicklung von Kindern in der Wirtschaftskrise der 70er Jahre von Glen Elder – „Children Of The Great Depression“.1977: Einführung des Begriffs Resilienz aus psychologischer Sicht durch Jacob (Jack) Block – „The developmental continuity of EGO-control và EGO-resiliency: some accomplishements“.1977: Emmy Werners Veröffentlichung der Langzeitstudie auf der hawaiianischen Insel Kauai zur Entwicklung von Menschen mit unterschiedlichen biologischen und psychosozialen Risikofaktoren – „The Children of Kauai“.1979: Einführung des Begriffs der Salutogenese durch Aaron Antonovsky – „Health, stress, and coping“.1989: Matthias Burisch veröffentlicht das wissenschaftliche Standardwerk zum Burnout-Syndrom – „Das Burnout-Syndrom“.2003: Die Identifikation von Resilienzfaktoren durch Reivich und Shatté – „The Resilience Factor“.2012: Die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung (BZgA) veröffentlicht eine Metaanalyse zu den gesundheitlichen Schutzfaktoren – „Resilienz und psychologische Schutzfaktoren“ (Bengel, J., Lyssenko, L.)2017 fortlaufend: Das Mainzer Resilienz-Projekt (MARP) unter der Leitung von Prof. Kalisch untersucht die Entwicklung der psychischen Gesundheit auch auf neurologischer Basis.

Die vier Wellen der Resilienzforschung

Diese Entwicklung der Resilienzforschung in den letzten 50 Jahre lässt sich in vier Wellen einteilen.

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Welle Nr. 1

Zu Beginn der Forschung stand die Suche nach Prädiktoren für Resilienz yên Vordergrund, um eine Resilienz Definition zu schaffen. Die Grundstein dafür schuf Emmy Werner mit ihrer Kauai-Studie. Es ging in dieser Phase der Resilienzforschung darum, gutes Funktionieren im Zusammenhang mit Risiken bzw. Widrigkeiten zu messen, zu beschreiben und anschließend zu definieren.

Die Leitfragen dieser Welle waren:

Was ist Resilienz?Wie kann man sie messen?Was bewirkt etwas?Welle Nr. 2

Die daraus entstandenen Ergebnisse lieferten für die kommenden Forscher die Basis sich mehr auf die Prozesse der Resilienz zu konzentrieren und sich eher die Frage nach dem Wie zu stellen. Einen besonderen Beitrag zur Forschung leistete in dieser Welle Aaron Antonovsky mit seinem Konzept der Salutogenese.

Die Leitfragen dieser Welle waren:

Wie kommt es zu Resilienz?Welche Prozesse machen resilient?Wie funktionieren protektive, protegierende oder präventive Kräfte?Wie wird die positive Entwicklung lặng Risikokontext gefördert?Welle Nr. 3

In dieser Welle wurden die bisherigen Resilienz Definitionen auf den Prüfstand gestellt. Gleichzeitig konzentrierte sich die Forschung nun auch auf resilienzfördernde Interventionen. Ein Beispiel hierfür ist das Zürcher Ressourcenmodell von Maja Storch und Frank Krause.

Die Leitfragen dieser Welle waren:

Treffen die Theorien über die Prozesse, die zu Resilienz führen, auch zu?Kann man Resilienz fördern?Welle Nr. 4

Die letzte große Welle der Resilienzforschung wird letztendlich von technologischen und wissenschaftlichen Fortschritten in Genetik, Statistik, Neurowissenschaft und Neuroimaging angestoßen. Resilienz wird in dieser Phase zu einer multidisziplinären Wissenschaft mit dynamischen und systemorientierten Ansätzen. Es geht nun darum, sich auf die Wechselbeziehung zwischen Anlagen und Erfahrungen und Menschen und Kontexten einzulassen. Dabei werden verschiedene Analyseebenen miteinander verbunden.

Die Leitfragen dieser Welle waren:

Wie wirken sich genetische Unterschiede auf die Resilienz aus?Gibt es so etwas wie eine individuelle Sensibilität für traumatische Ereignisse?Wie kann man die Entwicklung des Gehirns vor zu viel găng und einem hohen Aufkommen an Stresshormonen schützen?Kann man wichtige menschliche Anpassungssysteme so beeinflussen, dass die Resilienz gestärkt wird?Was passiert gesellschaftlich und lặng Gemeinwesen zur Förderung der Resilienz?

Obwohl zu Beginn der Resilienzforschung noch davon ausgegangen wurde, Resilienz sei das Gegenstück zur Vulnerabilität, also eine Art der Unverletzbarkeit, so zeichnet die heutige Forschung ein anderes Bild: Es ist das Wechselspiel zwischen den sogenannten Schutzfaktoren und Risikofaktoren, das maßgeblich über die psychischen Gesundheit entscheidet.

Das Rahmenmodell der Resilienz

Das Rahmenmodell der Resilienz ist ein Modell zur Veranschaulichung der Entstehung von Resilienz. Es beschreibt gewissermaßen den Prozess der Anpassung mit den beeinflussenden Faktoren und Wirkzusammenhängen. Ursprünglich wurde das Modell von Kumpfer (1999) entwickelt, wobei oft die ergänzte form von Wustmann (2004) zitiert wird.

Hier sehen Sie das Modell:

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Das Entwicklungsergebnis, also eine funktionale Anpassung oder eine dysfunktionale Anpassung wird von drei Faktoren bestimmt: Dem Stressor, den Umweltfaktoren, und den persönlichen Ressourcen.

Der Stressor ist eine Irritation – sprich, eine Störung im normalen Gleichgewicht. Als Stressor können physikalische Reize (Licht, Luft, Lärm etc.), psychische Reize (Überforderung, Zeitdruck, Versagensängste etc.) und soziale Reize (Konflikte, Störungen lặng Zusammenleben, Verlust etc.) gelten. Wichtig dabei ist, dass der Stressor kognitiv als Bedrohung oder Herausforderung wahrgenommen wird. Dieser Stressor löst den Anpassungsprozess der Resilienz aus.

Die Schutz- und Risikofaktoren, sowohl die Umwelt als auch die persönlichen Merkmale betreffend, finden Sie unten ausführlich beschreiben.

Zwischen Umwelt und Person findet ein transaktionaler Prozess statt. Dieser Prozess spielt eine wichtige Rolle, denn er nimmt Einfluss auf die selektive Wahrnehmung des Stressors. In ihm findet beispielsweise die Ursachenzuschreibung statt, oder der Einsatz einer effektiven Coping-Strategie, in der die kontextuellen wie individuellen Ressourcen miteinbezogen werden.

Anschließend daran findet ein weiterer Transaktionsprozess statt, der in dem Rahmenmodell als Resilienzprozess beschreiben wird. Dieser Anpassungsprozess kann sowohl funktionale und effektive Anpassungsmechanismen enthalten als auch dysfunktionale. Dieser Resilienzprozess beschreibt die Art und Weise, wie die Person mit der Stresssituation umgeht und welche Schutz- und Risikofaktoren bestehen. Wie genau sich die Ausprägungen des Entwicklungsergebnisses zeigen, ist allerdings äußert individuell, sodass es hier keine Pauschalaussage geben kann.

Einen großen Kritikpunkt hat dieses Modell, obwohl es eine wertvolle Veranschaulichung der Resilienz beeinflussenden Faktoren gibt. Denn das Modell soll dazu dienen, den Handlungs- und Orientierungsprozess in der Bewältigung von widrigen Lebensumständen zu verdeutlichen. Jedoch wird dafür keine umfassende Erklärung geliefert, sondern lediglich als Resilienzprozess beschrieben. Zusätzlich werden die individuellen Risikofaktoren als Einflussgröße auf den Resilienzprozess vernachlässigt.

Das Resilienzmodell nach Sebastian Mauritz

Das interaktionale Schutzfaktoren und Riskofaktoren-Modell von Sebastian Mauritz ergänzt das Rahmenmodell (basierend auf Petermann und DiBella). Hier wird deutlich, dass Resilienz kein feststehender Verlauf ist. Es ist ein stetig dynamischer Prozess, bei dem sich die Gesamtbelastbarkeit des Systems, sei es nun als Individuum, als Team oder als Organisation, aus der Bilanz von Schutzfaktoren und Risikofaktoren ergibt.

Im Unterschied zum Rahmenmodell zeigt dieses Resilienz-Modell auf, dass Vulnerabilität nicht nur durch Umweltfaktoren hergestellt wird, sondern auch durch individuelle Risikofaktoren, wie beispielsweise dysfunktionale Antreiber oder emotionale Dissonanz.

Resilienz ist die Balance zwischen Stressoren und Protektoren, wobei für eine hohe psychische Gesundheit und Wohlbefinden die Schutzfaktoren die Risikofaktoren überwiegen sollten.

Anschließend finden Sie jene Risiko- und Schutzfaktoren, die Auswirkungen auf Ihre Resilienz bzw. Vulnerabilität haben.

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Risiko- und Schutzfaktoren

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Die bestehenden Resilienzmodelle und Resilienz Definitionen beziehen sich darauf, dass die Schutzfaktoren die Risikofaktoren überwiegen, um so Gesundheit herzustellen. Die Schutzfaktoren sind Mittel, Fähigkeiten und Eigenschaften, anders formuliert „Ressourcen“, die das mentale Immunsystem stärken und die Widerstandskraft gegen găng tay erhöhen. Dem gegenüber stehen die Risikofaktoren, die das Entstehen von psychischen Erkrankungen fördern und einen resilienten Umgang mit stress verhindern.

Sowohl die Risiko- wie auch die Schutzfaktoren lassen sich in individuell und kontextabhängig unterteilen. Dabei ist es nicht wichtig alle Schutzfaktoren, bzw. Gar keine Risikofaktoren in seinem Leben zu haben. Es zählt vielmehr das Verhältnis zwischen den beiden Bereichen, um Krankheit oder Gesundheit zu fördern.

Risikofaktoren

Risikofaktoren, bzw. Stressoren sind vielfältig und individuell. Deswegen gibt es auch nicht den einen Risikofaktor, sondern immer ein individuelles Bild, was auf ein System, bzw. Auf ein Individuum wirkt.

Die Risikofaktoren sind hier nach dem iga Report 31 aufgeführt, nach individuellen und kontextuellen Aspekten unterschieden und durch erfahrungsbasierte Elemente ergänzt.

Individuelle RisikofaktorenKontextuelle Risikofaktoren
ErwartungshaltungHohe Arbeitsintensität
Nicht „Nein“ sagenGeringer Handlungsspielraum
Perfektionismus„Effort-Reward-Imbalance“
Fehlende RegenerationÜberstunden, Schichtarbeit
Angst vor FehlernAggressives Verhalten am Arbeitsplatz
Geringe DurchsetzungskraftArbeitsplatzunsicherheit
Fehlende DelegationHäufige Störungen
Dysfunktionale AntreiberGeringe soziale Unterstützung
LoyalitätUnklare Vorgaben
SelbstvorwurfMangelnde Wertschätzung
FremdvorwurfKonkurrenzkampf
Inneres SchrumpfenSchlechte Kommunikation
ProblemtranceIneffiziente Arbeitsabläufe
Emotionale DissonanzDruck durch Vorgesetzte
Zu viel VerantwortungUnklare Ziele, Sinn-los
Dysfunktionaler Umgang mit EmotionenFeedbackkultur
Keine Hilfe annehmenUmgebungsfaktoren: Licht, Lärm, Luft
RollenkonflikteArbeitsplatz-Ergonomie
Schutzfaktoren

Rund um die Schutzfaktoren, bzw. Protektoren gibt es eine umfangreiche Forschung und diverse Meta-Analysen. Auch hier wird schnell deutlich, dass es nicht pauschal DEN Schutzfaktor gibt. Die systemische Interaktion ist kontextabhängig und individuell zu betrachten. Die hier genannten Schutzfaktoren basieren auf den Ergebnissen einer Meta-Analyse der BZgA mit Ergänzungen aus verschiedensten weiteren Bereichen.

Individuelle SchutzfaktorenKontextuelle Schutzfaktoren
Positive EmotionenTeam-Resilienz Faktoren:
OptimismusZugehörigkeit
HoffnungSicherheit in der Beziehung
SelbstwirksamkeitserwartungOrientierung
SelbstwertgefühlTransparenz
KontrollüberzeugungenSich einbezogen fühlen
KohärenzgefühlRollen- und Aufgabenklarheit
HardinessWertschätzung
Religiosität und SpiritualitätGesehen- und Gehörtwerden
CopingVerbundenheit
Soziale UnterstützungHandlungsmöglichkeiten
Psychologische SicherheitSelbstwirksamkeit
EntspannungDiversität
(kognitive) Empathie
AkzeptanzOrganisationale Resilienz:
Lösungs- und ZielorientierungGeteilte Vision
SelbstwahrnehmungUmfeld verstehen
SelbstreflexionErmutigende Führungskraft
AnpassungsfähigkeitGeteiltes Wissen
Verfügbare Ressourcen
Koordinierte Bereiche
Veränderungen Antizipieren
Anpassungsfähigkeit
Kompensation
Heterogenität und Dezentralität
Redundanz
Wechsel-Belastung/ Entlastung

Inhalte nach: Mauritz 2016, Bohne 2012, Wiebel 2009, Drath 2018, BZgA 2013, Schmidt 2016, ISO Norm 2017

Mögliche Prädiktoren von Resilienz

Neben den identifizierten Schutz- und Risikofaktoren für psychische Gesundheit, beschäftigt sich die Forschung mit der Frage, ob es Prädiktoren für Resilienz gibt. Also Faktoren, die verlässlich darauf hinweisen, wie resilient ein Mensch ist. Es handelt sich um Faktoren, die ohne aktives Eingreifen und Fördern der Resilienz für ein starkes mentales Immunsystem sorgen.

Die Forschung hat hierbei allerdings noch keine eindeutigen Prädiktoren der Resilienz festgestellt. Dem Problem der Vorhersage von Resilienz haben sich auch Prof. Dr. Birgit Kleim und Prof. Dr. Raffael Kalisch gewidmet. Ihre Meta-Analyse ergab als grundlegendes Ergebnis, dass es keine grundlegenden Ergebnisse gibt, sondern vielmehr Übereinstimmungen innerhalb der verschiedenen Studien. Diese Übereinstimmungen lassen sich in psychosoziale und neurobiologische Prädiktoren unterscheiden.

Psychosoziale Prädiktoren

Aus den Ergebnissen von über 54 Langzeitstudien ergaben sich folgende psychosoziale Faktoren, die auf eine starke Resilienz hinweisen:

Soziale UnterstützungOptimismusNiedrige Ausprägung von NeurotizismusBildung, bzw. Intelligenz

Neurobiologische Prädiktoren

In den einbezogenen Studien zeigt sich eine Überschneidung bei den Hirnarealen, die für eine ausgeprägte Resilienz beteiligt sind. Menschen mit einem hohen Volumen an grauer Substanz in jenen Hirnarealen, die für Stress- und Emotionsregulation zuständig sind, zeigen eine höhere Resilienz. Diese Hirnareale sind:

Präfrontaler Cortex (PFC), insbesondere ventromedialer und dorsolateraler PFCAnteriorer cingulärer Cortex (ACC), insbesondere subgengularHippokampus (teilweise)

An dieser Stelle müssen Sie allerdings bedenken: Resilienz ist nicht nur ein stetiger Prozess, sondern eine erlernbare und durch Training verbesserbare Fähigkeit. Sie können sich beispielsweise Bildung aneignen und Optimismus trainieren. Und durch dieses Training schaffen Sie Veränderungen im Gehirn, die Emotionsregulation erleichtern.

Resilienz und posttraumatisches Wachstum

Eine weitere hilfreiche Definition von Resilienz bietet Dr. Judith Mangelsdorf, indem sie die Abgrenzung von Resilienz zu Erholung, posttraumatischer Belastungsstörung und posttraumatischem Wachstum hervorhebt. Dies sind die vier Reaktionsmuster auf ein traumatisches Ereignis.

Erholung ist gekennzeichnet durch eine erhebliche Auswirkung auf die psychische Funktionalität als unmittelbare Reaktion auf ein traumatisches Ereignis – zum Beispiel den plötzlichen Verlust eines geliebten Menschen. Allerdings wird die Funktionalität über einen bestimmten Zeitraum wieder hergestellt und befindet sich schlussendlich wieder auf dem Ausgangsniveau.

Die gleiche Einbuße an psychischer Funktionalität findet bei der posttraumatischen Belastungsstörung statt. Diese kann unmittelbar auf das Ereignis folgen oder zeitversetzt eintreten. Allerdings hier mit dem Unterschied, dass es dem Individuum nicht gelingt über die Zeit sich zu erholen. Stattdessen bleibt die psychische Funktionalität häufig massiv und langanhaltend beeinträchtigt. Oftmals bedarf es professioneller Hilfe, um wieder auf das Ausgangsniveau an psychischer Funktionalität zu kommen.

Auch beim posttraumatischen Wachstum erfährt das Individuum zunächst eine erhebliche Beeinträchtigung der psychischen Funktionalität. Allerdings zeigt sich hierbei eine kürzere Erholungszeit yên Vergleich zur ‚normalen‘ Erholung und die psychische Funktionalität steigt sogar über das Ausgangsniveau hinaus. Aus diesem Grund sprechen wir von Wachstum, denn das Lernen aus der Krise führt hier zu einem verbesserten Zustand nach dem traumatischen Ereignis. Posttraumatische Belastungsstörung und Wachstum schließen sich dabei übrigens nicht gegenseitig aus.

Resilienz und posttraumatisches Wachstum werden häufig miteinander gleichgesetzt. Doch nach Mangelsdorf zeichnet sich Resilienz nicht durch eine Verbesserung der psychischen Funktionalität aus. Stattdessen zeigt sich der Unterschied hier in der direkten Reaktion auf ein traumatisches Ereignis. Eine resiliente Reaktion zeichnet sich durch eine geringere Einbuße an psychischer Funktionalität und eine schnellere Erholung in den „Normalzustand“ aus.

Resilienzforschung ist nicht abgeschlossen

So wie es auch keine eindeutige Definition gibt, ist auch die Resilienzforschung nie wirklich abgeschlossen. Das Resilienzkonzept wird stetig erweitert.

Der Bundesverband Deutscher Resilienz-Trainer*innen (DVRT) beispielsweise hat es sich zur Aufgabe gemacht, einerseits ein besseres Verständnis der Resilienz in der Gesellschaft und Wirtschaft zu fördern und andererseits durch die Umsetzung des Resilienz-Konzepts Menschen zu einem gelassenerem und gesünderem Leben zu verhelfen. Hierfür arbeitet der Verband interdisziplinär und auf professioneller Basis.

Weitere Informationen finden Sie unter DVRT.de

Prosilienz® – Resilienz für die Zukunft

Eine Gemeinsamkeit der Resilienz Definitionen ist, dass Resilienz das Lernen aus Krisen beinhaltet. Das bedeutet, Resilienz ist in gewisser weise reaktiv und braucht zunächst reale Konfrontation mit Stress, Problemen und Krisen.

Prosilienz® dagegen, als form der proaktiven Resilienz, ist das Lernen aus zukünftigen Krisen. Jene, die noch nicht real passiert sind. Mal angenommen, Sie befinden sich schon auf einem relativ hohem Stressniveau und dann kommt eine unerwartete Problemsituation. Aus einem schlechten Zustand heraus, sprich gestresst, fällt es Ihnen ungeübt sicher nicht so leicht, auf Ihre Kompetenzen zuzugreifen, domain authority Sie erst Resilienz aufbauen müssen. Wenn Sie eine Krise nun aus einem guten Zustand heraus üben, lernen Sie die Stresssituation kennen, haben dabei aber gleichzeitig Zugriff auf Ihre Ressourcen.

Im Buch „Immun gegen Probleme, găng tay und Krisen“ lernen Sie mit dem Krisenlabor, Ihre Prosilienz® zu trainieren, um schon vor der wirklichen Krise Resilienz aufzubauen, zu stärken und lặng Ernstfall sich auf sie verlassen zu können.

Seelienz – Resilienz für die seelische Gesundheit

Wir verstehen Gesundheit als Regulationsfähigkeit auf ganzheitlicher Ebene und beschäftigen uns deshalb intensiv mit der Frage, was Menschen auf körperlicher, geistiger, sozialer und seelischer Ebene brauchen, um ihre Gesundheit aufrechterhalten und nachhaltig stärken zu können.

Dies bedarf einer genauen Betrachtung der verschiedenen Ebenen, weshalb wir einen Schwerpunkt der Seelischen Resilienz konzipiert haben. Angesichts der zunehmenden Veränderungen in der Welt, Sinnkrisen und inneren Zerrissenheiten, ist die Wahrnehmung unserer Intuition sowie Sinn und Verbundenheit yên Leben zu erkennen, wichtiger denn je. Mit wem oder was wir uns verbunden fühlen – zeigt sich in unserer Seelischen Resilienz.

Dazu werden die Schutzfaktoren unserer Seele (hier als anthropologischen Begriff einzuordnen) als Ergänzung zur mentalen und körperlichen Stressregulation verstanden und für eine Komfortzone der inneren Ruhe und Einkehr gestärkt. Sinn als multidimensionales Konstrukt erhält einen zentralen Raum, da Sinnerleben nachhaltig die Krisenfestigkeit eines Systems (Individuum, Team, Organisation) beeinflusst und wichtige Dimensionen wie die Reflexion von Religion und Spiritualität, Zugehörigkeit sowie Ordnung und Struktur mit einschließt.

Im Seminar lernen Sie die Seelische Resilienz näher kennen und werden in unsere „Kernelemente der Seelienz“ eingeführt, um Ihre seelische Gesundheit zu stärken und trotz – oder gerade wegen lauter Stimmen und Krisen lặng Außen – auf Ihre innere Kraftquelle zu vertrauen.

Resilienz in den verschiedenen Bereichen

Wie die Tabelle zeigt, finden sich Schutzfaktoren nicht allein auf individueller Ebene, sondern auch in den Bereichen als Team oder in ganzen Organisationen. Resilienz als Meta-Kompetenz umfasst ganze Systeme, in denen jeweils besondere Schutzfaktoren zur Gesundheit und Effektivität beim Arbeiten beitragen.

Individuelle Resilienz

Resilienz in der werkstofflichen Resilienz Definition der Physik bezeichnet hochelastische Materialien, die nach Verformungen ihre ursprüngliche khung wieder annehmen. Übertragen auf Menschen braucht es die Würdigung der Unterschiede Mensch und Material und einen nicht-mechanistischen Ansatz. Denn mit einer starken Resilienz können Sie mehr, als lediglich nach Krisen in die Ursprungsform zu gelangen.

Wenn Sie resilienter sind, dann…

reagieren Sie flexibler auf herausfordernde Situationen.passen Sie sich schneller an Veränderungen an.merken Sie ức chế schneller und reagieren auf diesen ressourcenvoller.haben Sie ein höheres Maß an Selbststeuerungsfähigkeit.denken Sie mehr in Wechselwirkungen statt in linear-kausalen Zusammenhängen.sind Sie schneller wieder zentriert, wenn Sie mal aus Ihrer Mitte gekommen sind.durchleben Sie die kleinen und großen Krisen des Lebens mit mehr Akzeptanz und lernen aus ihnen.

Team-Resilienz

Nicht nur einzelne Individuen können resilient sein, auch ganze Teams verfügen über diese innere Widerstandskraft gegen bít tất tay und die Anpassungsfähigkeit an Veränderungen. Dabei besteht Team-Resilienz aus mehr als aus der Summe seiner Teile. Wenn ein Teammitglied extrem widerstandsfähig gegen áp lực ist, ein anderes hingegen gar nicht, profitiert das Team nicht von der Resilienz eines Einzelnen.

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Ein zentrales Element der Team-Resilienz ist die psychologische Sicherheit. Das bedeutet, das Team befindet sich in einer Atmosphäre, in der Feedback und Ideen frei geäußert werden können ohne negative Konsequenzen nach sich zu ziehen. Für gesunde und erfolgreiche Teams ist nicht entscheidend, wie leistungsstark Einzelne sind, sondern, dass jedes Teammitglied sich gehört und gesehen fühlt.

Hierfür sind die Kernelemente der kognitiven Empathie und einer guten Kommunikation bedeutend. Die vier Haltungen der Sieben Säulen der Resilienz spielen dabei eine tragende Rolle: Bindung, Lösungsorientierung, Akzeptanz und gesunder Optimismus. Teams, die diese vier Haltungen leben, können flexibel auf Unvorhergesehenes eingehen und Konflikte yên ổn Team durch die Sicherheit vor Folgekosten adressieren, ohne zu eskalieren.

Die Wertschätzung von Unterschieden ist ebenfalls eine grundlegende Fähigkeit resilienter Teams. Wie Virginia Satir sagte: „Wir finden zusammen auf Basis unserer Gemeinsamkeiten und wir wachsen auf Basis unserer Unterschiede“. Das heißt, resiliente Teams bestehen aus diversen Mitgliedern, die auf eine achtsame und wertschätzende Weise kommunizieren.

Organisationale Resilienz

Tatsächlich lässt sich die Resilienz Definition noch weiter ausweiten, nämlich auf ganze Systeme. Die organisationale Resilienz befasst sich mit der Widerstandskraft ganzer Unternehmen gegen bức xúc und Widrigkeiten. Hierbei geht es um die Interaktion von Individuen und Teams innerhalb einer festgelegten Struktur unter bestimmten Rahmenbedingungen. Das heißt, für eine resiliente Organisation sind die Faktoren der Unternehmenskultur, der Führung und der Werteorientierung wichtig.

Die Organisation legt die Basis für die Resilienz der Einzelnen. Somit ist eine effektive und ermutigende Führungskraft mit einer starken Vorbildfunktion gelebter Resilienz ebenso vorteilhaft wie die Wissenstransparenz und das Antizipieren von Veränderungen, um Gesundheit und Erfolg yên Unternehmen zu fördern.

Bestandteile der Resilienz

Ein Grund, warum es keine eindeutige Resilienz Definition gibt, sind die vielen Bestandteile und Schnittstellen, die Resilienz mit den verschiedensten Bereichen des Lebens hat. Die wohl bekannteste Verbindung zu Resilienz hat das Thema Burn-out. Denn Resilienz wird als Art der Burn-out Prävention angesehen. Das ist prinzipiell nicht falsch, denn zum Burn-out kommt es, wenn dauerhafter áp lực nicht reguliert werden kann und der Körper nicht in die Regeneration kommt. Das bedeutet bít tất tay und Belastung sind ebenfalls wichtige Elemente der Resilienz Definition.

Die psychologischen und biologischen Stressreaktionen sind wichtig für ein Verständnis, wie Resilienz wirkt. Ein weiteres großes Thema yên ổn Zusammenhang mit Resilienz ist die Achtsamkeit. Achtsamkeit hat in den letzten Jahren einen regelrechten Hype erfahren und wird in der Fülle der Ratgeberliteratur beinahe schon zum Allheilmittel für ein zufriedenes und erfülltes Leben erklärt. Keine Frage, dass Achtsamkeit elementar ist, um yên ổn Hier und Jetzt zu leben und Herausforderungen kraftvoll zu begegnen. Resilienz vereint das Prinzip der Achtsamkeit dabei mit ebenso wichtigen, weiterführenden Aspekten. Es geht um Wahrnehmung, Körpergefühl und innere Haltungen. Glaubenssätze, innere Antreiber und Akzeptanz von Restriktionen brauchen nicht nur eine hohe Achtsamkeit, sondern ebenso ein Verständnis von Resilienz und Gesundheit in Allgemeinen.

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Wichtige Bestandteile für eine starke Resilienz sind zum Beispiel:

Akzeptanz gegenüber nicht Veränderbarem praktizierenBedürfnisse kennen, artikulieren und erfüllenZwickmühlenkommunikation in ambi- und multivalenten SituationenVerantwortung klären und kommunizierenFokussierung und Defokussierung wahrnehmen und beeinflussen könnenSomatische Marker kennen und reflektieren könnenAtmung bewusst zur Emotionsregulation nutzenPausen nehmen, planen und einhaltenVeränderungsprozesse erkennen, die Dynamik verstehen und phasenkonform re/-agierenKörperhaltung und Embodiment zur Selbstwahrnehmung einsetzen und gezielt nutzenGlaubenssätze erkennen, bewusst machen und verändern könnenDankbarkeit praktizierenAuthentischen Stolz als Emotion erleben und bewusst machenSicherheit und Entspannung als Blankoressourcen spüren und z.B in der Meditation kultivierenEhrfurcht vor den kleinen und großen Wundern der Welt empfinden und kultivieren

Diese und viele weitere Elemente finden Sie unter: Resilienz ABC

Grob gesagt lassen sich die wichtigsten Bestandteile der Resilienz in drei Bereiche aufteilen:

Umgang mit eigenen Ressourcen, Fähigkeiten, Wissen um eigene Stärken und Werte, Fähigkeit zur Selbstmotivation und ein starker Selbstwert.Umgang mit anderen Menschen, Kommunikation, Konflikte, Beziehungsregulation und alle Bereiche der menschlichen Interaktion, eingeschlossen die resiliente Führung.Umgang mit Kontexten, Ereignissen und Dingen – yên Sinne eines systemischen in Beziehung Gehens.

Wie lässt sich Resilienz stärken?

Es gibt Menschen, die scheinbar gelassener mit Stress, Problemen und Krisen umgehen als andere. Das bedeutet jedoch nicht, dass Resilienz eine angeborene Fähigkeit ist, die uns in die Wiege gelegt wird oder nicht. Denn Resilienz lässt sich ein Leben lang trainieren und weiter ausbauen.

Dabei helfen auch schon kleine Veränderungen yên ổn Alltag. Zum Beispiel können Sie mit einer Minute bewusster Atmung für einen besseren Kontakt zu sich selbst sorgen und Ihre Selbstwahrnehmung steigern. Oder Sie nutzen die Macht Ihrer Gedanken auf Ihren inneren und äußeren Zustand durch Neubewertungen oder eine optimistische Haltung. Wie genau Sie diese und viele weitere kleine Impulse für eine stärkere Resilienz in Ihrem Alltag setzen können, lesen Sie HIER.

Darüber hinaus hilft Ihnen ein Resilienztraining, Ihre innere Widerstandskraft zu entfalten. Lặng Resilienztraining lernen Sie individuell, als Team oder als Führungskraft, wie Sie Ihre Gesundheit auch in schwierigen Zeiten bewahren, găng tay verstehen und regulieren und gezielte Maßnahmen gegen langanhaltenden stress anwenden können. Lặng Unternehmen eignet sich der Start einer nachhaltigen Veränderung hin zu mehr Resilienz durch einen Resilienz Vortrag und anschließende Vertiefung yên ổn Training. Zudem dient der Resilienz-Lotse (SMA) ® als Erinnerungshelfer lặng Unternehmen, Resilienz individuell und organisational langfristig zu bewahren und zu stärken.

Hier geht es zum Resilienztraining | Hier geht es zum Resilienz Lotsen | Hier geht es zum Resilienz Vortrag

Wofür ist eine Resilienz Definition gut?

Resilienz nimmt als Konzept in der Gesellschaft eine immer größere Rolle ein. Gerade in schwierigen Zeiten ist sie als Grundlage und Voraussetzung für Gesundheit und Erfolg in Unternehmen unerlässlich. Dafür braucht es jedoch ein Verständnis davon, was Resilienz ist, und was nicht.

Hierfür ist eine Resilienz Definition sinnvoll. So lässt sich Resilienz weiterverbreiten und die Gesellschaft gesünder und stressfreier gestalten. Da Resilienz allerdings so ein umfassendes Thema ist und eine einheitliche Definition auch in der Resilienzforschung nicht vorliegt, soll hier abschließend eine Zusammenfassung für Überblick sorgen, wofür Resilienz steht:

Resilienz beschreibt die Entwicklung, Nutzung und den Zugang zu den Potentialen, die Menschen dazu befähigen, Niederlagen, Unglück, Stressoren und Schicksalsschläge besser und schneller zu meistern oder den Körper zu heilen.Resilienz kann man als Flexibilitäts-Kompetenz beschreiben, welche Widerstandsfähigkeit und Zentrierungsfähigkeit umfasst.Resilienz hat mit allen Aspekten gehirngerechten Lebens zu tun.Resilienz beschreibt Coping, bzw. Eine Umgangs-Kompetenz. Das heißt, nicht das Phänomen, sondern meine resiliente Reaktion auf das Phänomen macht den Unterschied.Resilienz bedeutet de-fokussieren statt zu fokussieren.Resilienz beinhaltet ein „sowohl als auch“-Denken.Resilienz ist eine Evolutionskompetenz im Sinne von Anpassung an sich verändernde Umstände.

Xem thêm: Phân Thức Đại Số Lớp 8 Tập 1: Phân Thức Đại Số, Giải Vnen Toán Đại 8 Bài 1: Phân Thức Đại Số

Wenn Sie auch noch eine weitere Resilienz Definition haben, dann freuen wir uns, wenn Sie uns diese zukommen lassen. Dann können wir diesen Artikel ergänzen und den Grad an Wissen in der Gesellschaft über Resilienz noch weiter erhöhen. Danke!

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Sebastian Mauritz, M.A. Systemische Beratung, ist einer der führenden Resilienzexperten Deutschlands. Er ist 5-facher Fachbuchautor, Keynote-Speaker, Resilienz-Lehrtrainer, Systemischer Coach, Vorstand in vielen Coach- und Trainer-Verbänden und Unternehmer.Seine Schwerpunkte liegen yên Bereich individuelle Resilienz und Prosilienz®, resilienter Führung und Teamresilienz. Er ist Initiator des Resilienz-Online-Kongresses, in dessen Rahmen er sich mit über 150 weiteren Resilienzexpert:innen aus verschiedenen Disziplinen austauscht (www.Resilienz-Kongress.de).