Übelkeit und Erbrechen beruhen häufig auf Erkrankungen der Bauchorgane, des Stoffwechsels und des Gehirns. Mehr über Ursachen und Therapie


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Wie kommt es überhaupt zu Erbrechen?

• Magen <10101>verdorben, mulmiges Gefühl yên ổn Bauch ... Oft kündigt Übelkeit (Nausea) an, dass jemand sich erbrechen muss. Das Malheur ist als Schutzreflex gedacht: Der Körper versucht, sich selbst zu helfen, indem er sich von Schädlichem befreit.

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• Die Entscheidung, wann es losgeht – und vorher oft das unbezwingbare Empfinden von Übelkeit – findet yên ổn Gehirn statt. Genauer: lặng Brechzentrum im Gehirnstamm. Es empfängt die Brechsignale und koordiniert den "Brechakt".

• Entsprechende Signale treffen häufig vom Verdauungstrakt ein. Beispiele: erhöhter Druck lặng Magen oder Darm, Reizung durch Alkohol oder Entzündungen. Auch andere Körperregionen, der Gleichgewichtssinn, verschiedene Homonsysteme, schließlich das Gehirn selbst können Brechalarm schlagen.

• Einen "heißen Draht" gibt es auch zwischen dem Brechzentrum und Orten des Bewusstseins (Beispiel: starke Schmerzen) und des Unbewussten, des Verstandes und der Gefühle yên ổn Gehirn. Erbrechen als unerwünschte Wirkung von Arzneimitteln ist häufig relevant, aber nicht immer bekannt.


Tipps gegen Reiseübelkeit (Kinetose)

Unterwegs, aber reisekrank? Bei der Reisekrankheit sind Schwindel, Übelkeit und Erbrechen, oft auch Kreislaufstörungen, regelmäßige Begleiter. Die Beschwerden beruhen auf einem Datenkonflikt zwischen dem Gleichgewichtsorgan und Signalen der Augen.

Ein typisches Beispiel ist die Seekrankheit. Wie der Höhen- oder Karussell-Schwindel gehören die Kinetosen zu den physiologischen Schwindelformen. Sie sind also nicht wirklich krankhaft.

Zur Vorbeugung/Behandlung: Medikamente mit Dimenhydrinat (apothekenpflichtig, enthalten das Antihistaminikum Diphenhydramin, das allerdings auch eine beruhigende oder müde machende Wirkung hat), und Scopolamin als Hautpflaster für hartnäckige Fälle (verschreibungspflichtig).

Lassen Sie sich vom Arzt zur richtigen und rechtzeitigen Anwendung beraten. Apotheken informieren dazu auch. Dimenhydrinat ist zum Beispiel in Kaumgummi-Dragees gegen Reiseübelkeit niedriger dosiert als in Tabletten. Dennoch kann es die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Viele Autofahrer kommen mit dem Einsatz normaler Kaugummis ganz gut über die Runden. Das Kauen hält wach und scheint den Körper von einer möglichen Übelkeitsreaktion abzulenken. Sorgen Sie unterwegs für Pausen mit frischer Luft, etwas Bewegung und nur leichten Snacks. Zu Ingwer siehe nächster Abschnitt. Alkoholfrei am Steuer – das versteht sich von selbst.

Buchen Sie für eine Busreise rechtzeitig Plätze ganz vorne, yên ổn Flugzeug in der Sitzreihe über den Tragflügeln. Halten Sie sich bei bewegter See möglichst yên ổn Zentrum des Schiffs auf.

Informieren Sie sich vor der Reise auch über die Art der Beförderung auf Zwischenetappen und finden Sie sich pünktlich ein, damit Sie noch einen Platz in Ihrem Sinne auswählen können.


Übelkeit, Erbrechen: Therapie

Die Behandlung von Erbrechen (Fachbegriff: Emesis) und Übelkeit (Nausea) richtet sich möglichst nach der Ursache. Yên ổn Akutfall ist häufig ein Gegenmittel, ein Antiemetikum als symptomatische Therapie, sinnvoll. Oftmals bessert sich die Lage auch von selbst, etwa nachdem man sich wegen eines streikenden Magens übergeben hat.

Bei starkem, anhaltenden Erbrechen den Arzt oder Notarzt (Notruf: 112) rufen. Einige Informationen und Tipps vorab.


Manchmal genügt eine Umstellung der Ernährung: leichte Kost, kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt, auf Genussmittel verzichten oder vorübergerhend eine Nahrungspause einlegen.

Harmlose Übelkeit, zum Beispiel auf Reisen: Hier können Zubereitungen aus Ingwerwurzelstock oder auch homöopathische Mittel helfen. Beachten Sie die Warnhinweise, zum Beispiel hinsichtlich einer blutverdünnenden Therapie.

Antiemetika (Antibrechmittel): Sie bekämpfen Übelkeit und Brechreiz. Es sind unterschiedliche Medikamente. Prokinetika wie Metoclopramid und Domperidon aktivieren vor allem die Beweglichkeit des Magens und Zwölffingerdarms, können aber auch das zentrale Nervensystem beeinflussen. Sie werden unter anderem gegen Brechreiz bei einer Schmerztherapie mit Opioiden – morphinähnlichen Substanzen – eingesetzt.

Ein Darmverschluss gehört hier zu den Gegenanzeigen. Dimenhydrinat (siehe oben: Reiseübelkeit) ist ein sogenanntes Antihstaminikum. Moderne Antiemetika sind die sogenannten Setrone, auch 5-HT3-Rezeptorantagonisten. Sie gehören zu den Serotoninantagonisten. Antagonisten sind Gegenspieler oder Blocker.

Bei starkem Brechreiz funktioniert ein Brechmittel meist nur als Zäpfchen, Spritze oder Infusion. In bestimmten Fällen, etwa bei Chemotherapien, setzen Ärzte auch Kortison ein.


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Gelegentlich sind spezielle medizinische Maßnahmen und Eingriffe ambulant oder in der Klinik oder auch Notfallbehandlungen erforderlich.

Starkes Erbrechen macht zudem den Ersatz verloren gegangener Flüssigkeit und Salze notwendig, worauf der Arzt insbesondere bei Kindern und älteren Menschen frühzeitig pochen wird.

Denn es gilt, die bei ihnen schneller einsetzende Austrocknung zu vermeiden.

Anzeichen dafür sind ein trockener Mund, wenig oder kein Urin, Schwäche oder Apathie.

Manchmal ist der Flüssigkeitsersatz nur über die Blutbahn möglich. Für Patienten mit weniger stark ausgeprägten Flüssigkeitsverlusten gibt es beispielsweise Trinklösungen mit Zucker und Elektrolyten. Einen erlahmten Magen kann unter Umständen ein eingepflanzter künstlicher Magenschrittmacher antreiben.

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Begleitumstände von Erbrechen

Der Zeitpunkt und die Art des Erbrechens können weitere Anhaltspunkte für mögliche Ursachen geben. Teilweise sind es Notfälle oder sehr dringliche Behandlungsindikationen. Hier einige Beispiele: • Am Morgen: Zum Beispiel in der Schwangerschaft, bei Alkoholüberkonsum oder Nierenversagen (Urämie). • Beim Essen oder kurz danach: Manchmal psychisch bedingt (Anorexie, Bulimie), Verengung der Speiseröhre, Folge einer akuten Magen- oder Magen-Darmentzündung (Brechdurchfall bei infektiöser Gastroenteritis), Nahrungsmittelallergie, Einfluss von Medikamenten, Schwangerschaft. • Eine bis mehrere Stunden nach Nahrungsaufnahme: Magengeschwür; Magenentleerungsstörung, zum Beispiel durch Verengung des Magenausgangs (gut- oder bösartig) oder bei schlaffem oder gelähmten Magen (Motilitätsstörung, Magenatonie, zum Beispiel infolge eines Diabetes). • Im Schwall, auch ohne Übelkeit: Möglich bei akuten Gehirnerkrankungen oder -verletzungen (Kopfverletzungen und andere Störungen des zentralen Nervensystems; Hirndruck), sodann bei Verengung des Magenausgangs und bei Migräne.• Rückfluss von unverdauter Nahrung: Zum Beispiel bei einer Aussackung (Divertikel) oder Verengung der Speiseröhre, sodann infolge fehlender Erschlaffung des unteren Speiseröhrenschließmuskels beim Schlucken beziehungsweise bei der Speisepassage (Oberbegriff: Achalasie). • Rückfluss von saurem Mageninhalt, eventuell auch Erbrechen: Kann bei Verschlussunfähigkeit des unteren Speiseröhrenschließmuskels (Rückflusskrankheit) oder Verengung des Magenausgangs, außerdem als mechanisches Problem in der Spätschwangerschaft vorkommen. • Fäkulenter Geruch durch bakterielle Zersetzung des Erbrochenen: bei Verschluss des Dünn- oder Dickdarms (Ileus, jedenfalls tiefere Darmabschnitte), Bauchfellentzündung (beides Notfälle); auch ein Verbindungsgang (Fistel) zwischen Magen und Darm (dringliche Behandlungsindikation) kann die Ursache sein. • Blut (Hämatemesis, Notfall: Blutverluste können lebensbedrohlich sein!): Akute, meist stärkere Blutung aus dem oberen Verdauungstrakt, also von der Speiseröhre bis zum oberen Zwölffingerdarm: zum Beispiel bei Krampfadern der Speiseröhre, bei einem Zwerchfellbruch (Hernie, mehr dazu siehe weiter unten) oder bestimmten Erkrankungen der Speiseröhre; bei einem Geschwür, sehr verletzlicher Schleimhaut bei Gastritis, bei einem Polypen, anderen Geschwülsten oder Gefäßfehlbildungen des Magens und Zwölffingerdarms; bei Störungen der Blutgerinnung oder therapeutischer Blutverdünnung. Äußerst selten stecken Erkrankungen der Atemwege dahinter. • Erbrechen kaffeesatzähnlichen Mageninhaltes (Notfall, siehe Hämatemesis): Wenn Blut aus dem oberen Verdauungstrakt mit Magensaft in Kontakt gekommen ist, nimmt es eine dunkelbraune bis schwarze Verfärbung an und gerinnt; es kann auch mit Nahrung vermischt sein. Eine stärkere Magen-Darm-Blutung geht in der Regel außerdem mit Teerstuhl, also schwarz verfärbtem Stuhl, einher. Das Erbrochene kann auch blutig sein. • Galliges Erbrechen, ständig und in großen Mengen: Bei Verschluss unterhalb der Mündung des Gallen- und Bauchspeicheldrüsengangs lặng Zwölffingerdarm. • Starke Schmerzen (oft Notfall): Können Übelkeit, Muskelverspannungen und Angst auslösen, in der Folge steigen häufig Puls und Blutdruck.