Sabine Schrör ist freie Autorin der fkhorizont-turnovo.com-Medizinredaktion. Sie studierte Betriebswirtschaft und Öffentlichkeitsarbeit in Köln. Als freie Redakteurin ist sie seit mehr als 15 Jahren in den verschiedensten Branchen zu Hause. Die Gesundheit gehört zu ihren Lieblingsthemen.

Bạn đang xem: Nierenschmerzen


Nierenschmerzen werden oft fälschlicherweise für Rückenschmerzen gehalten. Der Grund dafür ist die Lage der Nieren yên ổn oberen hinteren Bauchraum, rechts und links der Wirbelsäule. Erkrankte Nieren machen sich durch stechende Flankenschmerzen oder dumpfe Schmerzen lặng unteren Rücken bemerkbar. Lesen Sie hier, was hinter Nierenschmerzen stecken kann und was Sie selbst dagegen tun können.


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Welche Krankheit verursacht meine Beschwerden?
SYMPTOME CHECKEN
Hier befinden sich die Nieren:

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Nierenschmerzen können unter anderem durch Entzündungen entstehen. Am häufigsten betroffen: Nierenrinde oder Nierenmark sowie das Nierenbecken.
Darüber hinaus können folgende Beschwerden und Erkrankungen mit Nierenschmerzen verbunden sein:


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Folgen von Nierenfunktionsstörungen

Wenn die Nieren nicht richtig arbeiten, drohen Folgeerkrankungen:

Wasseransammlungen lặng Gewebe (Ödeme): Bei einer Nierenschwäche lagert das Gewebe zunehmend Wasser ein. Typisch sind Wasseransammlungen in den Beinen.Blutarmut (Anämie): Bei einer chronischen Nierenschwäche wird das hooc môn Erythropoetin, das die Produktion der roten Blutkörperchen anregt, von den Nieren in geringerer Menge ausgeschüttet. Blutarmut ist die Folge.

Krankheiten mit diesem Symptom

Informieren Sie sich hier zu den Krankheiten, bei denen das Symptom auftreten kann:


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Nierenschmerzen: Symptome

Nierenschmerzen erkennt man daran, dass sie lặng Gegensatz zu Rückenschmerzen nicht bewegungsabhängig sind. Zudem sind sie meist nicht anhaltend, sondern treten krampfartig auf. Sie breiten sich seitlich entlang der Wirbelsäule bis in den Unterbauch und die Leisten aus - einseitig, wenn nur eine Niere geschädigt oder krank ist, und beidseitig, wenn beide Nieren betroffen sind.


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Nierenschmerzen: Wann müssen Sie zum Arzt?

Nierenschmerzen sollten grundsätzlich von einem Arzt abgeklärt werden, es sei denn, sie basieren auf Menstruationsbeschwerden oder harmlosen Nierensteinen. Denn aus Harnwegen oder Blase aufgestiegene bakterielle Infektionen, die eine Nierenbeckenentzündung verursachen, lassen sich allein mit Hausmitteln nicht in den Griff bekommen. Yên ổn schlimmsten Fall werden dann zwar die Beschwerden gelindert, der Erreger aber nicht beseitigt und so der Grundstein für chronische Nierenleiden gelegt.


Nierenschmerzen treten oft erst auf, wenn die Niere bereits geschädigt ist. Um schlimmere Schäden zu verhindern, sollten Sie deshalb bei Schmerzen yên ổn Nierenbereich immer einen Arzt aufsuchen.

Besonders dringend ist der Arztbesuch, wenn:

die Nierenschmerzen über mehrere Tag anhaltender Urin rot gefärbt ist (Hämaturie)Fieber, Schüttelfrost und krampfartige Nierenschmerzen zusammen auftretenErbrechen und Durchfall hinzukommensich Wasser in den Beinen oder in anderen Körperteilen sammelt
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Nierenschmerzen: Das macht der Arzt

Nierenschmerzen verschwinden nicht von selbst. Nur beim Abgang eines Nierensteins können die kollikartigen Beschwerden spontan abklingen, sobald der Nierenstein den Harnleiter passiert hat. In aller Regel bedarf es jedoch einer Untersuchung und Behandlung durch den Arzt, um die Ursache der Nierenschmerzen zu ermitteln und zu beseitigen.


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Neun Tipps für gesunde Nieren


Christiane Fux

Christiane Fux studierte in Hamburg Journalismus und Psychologie. Seit 2001 schreibt die erfahrene Medizinredakteurin Magazinartikel, Nachrichten und Sachtexte zu allen denkbaren Gesundheitsthemen. Neben ihrer Arbeit für fkhorizont-turnovo.com ist Christiane Fux auch in der Prosa unterwegs. 2012 erschien ihr erster Krimi, außerdem schreibt, entwirft und verlegt sie ihre eigenen Krimispiele.


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Nieren sind Schwerstarbeiter: Unter anderem filtern und entgiften sie rund 300 Mal am Tag die gesamte Blutmenge des Körpers – das sind bis zu 15 Badewannen Blut. Um die Organe fit zu halten, kann jeder Einzelne etwas tun. Hier finden Sie neun einfache Tipps, die Ihre Nieren gesund halten.
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Halten Sie sich fit


Sport verbessert die Herz-Kreislauf-Funktion und schützt so auch Ihre Nieren. Suchen Sie sich eine Sportart, die Ihnen Spaß macht. So wird Bewegung für Sie nicht zur lästigen Pflicht. Dabei gilt: Sporteln Sie lieber regelmäßig und in kleineren Einheiten, als etwa alle zwei Wochen drei Stunden am Stück.
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Kontrollieren Sie Ihren Blutzucker


Erhöhte Blutzuckerwerte sind ganz allgemein schlecht für die Blutgefäße. Der Zucker bildet zudem mit Eiweißen Komplexe, die sich in winzigen Blutgefäßknäulen der Nieren, den sogenannten Glomeruli ablagern. Regelmäßig zu kontrollieren, ob die Werte in Ordnung sind, hilft einen sich schleichend entwickelnden Diabetes rechtzeitig zu erkennen. Wer bereits unter der Zuckerkrankheit leidet, der schützt mit einer guten Einstellung der Blutzuckerwerte auch seine Nieren.
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Messen Sie Ihren Blutdruck


Bluthochdruck schadet den Gefäßen auf Dauer erheblich. Auch wenn man sie nicht spürt: Erhöhte Werte sind keine Lappalie, auch für die Nieren.
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Ernähren Sie sich gesund


Eine ausgewogene Ernährung versorgt ihren Körper mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen. Vorsicht Salz: Große Mengen des beliebten Würzmittels belasten die Nieren zu sehr. Achten Sie darauf, salzarm zu essen. Würzen Sie lieber mit frischen Kräutern!
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Trinken Sie ausreichend


Nieren brauchen Wasser, um richtig arbeiten zu können – nur so lässt sich genügend Urin aus dem Körper leiten, und damit auch Schadstoffe. 1,5 Liter und besser noch etwas mehr am Tag sollten es schon sein – bei thể thao und Hitze sogar noch etwas mehr.
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Verzichten Sie auf Zigaretten


Rauchen ist Gift, vor allem für die Gefäße. Wem es gelingt, auf Zigaretten zu verzichten, tut auch etwas für seine Nieren. Denn die Organe müssen die yên ổn Tabak enhaltenen Giftstoffe aus dem Blut filtern - und das ist eine große Belastung.
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Vermeiden Sie Übergewicht


Übergewicht ist ein Risikofaktor für viele Krankheiten – auch für Nierenschwäche. Die Organe profitieren von einer nicht zu üppigen Körperform. Versuchen Sie daher, überflüssige Pfunde zu verlieren. Das funktioniert am besten mit gesunder Ernährung und regelmäßigem Sport.
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Nehmen Sie Schmerzmittel nur kurzfristig ein


Die Nieren als Filterorgane haben die Aufgabe, auch Medikamentenwirkstoffe wieder aus dem Körper zu entfernen. Insbesondere auf einen Dauerbeschuss durch Schmerzmittel reagieren sie empfindlich. Nehmen Sie daher vor allem freiverkäufliche Schmerzmittel nur kurzfristig ein.
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Lassen Sie Ihre Nierenfunktion überprüfen


Eine Überwachung der Nierenfunktion ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie einer Risikogruppe angehören. Dazu zählen alle Menschen über 60 Jahre, Diabetiker, Menschen mit Bluthochdruck, Übergewichtige und Menschen, die nierenkranke Familienmitglieder haben.
Von Christiane Fux
Medizinredakteurin

Nierenschmerzen: Suche nach der Ursache

Der Arzt wird Sie zunächst gründlich zu Ihrer Krankengeschichte befragen (Anamnese). Unter anderem lässt er sich Ihre Beschwerden genau schildern, fragt, wie lange sie schon bestehen und ob irgendwelche Erkrankungen vorliegen (akute Blasenentzündung, Diabetes mellitus, Bluthochdruck etc.). Auch wie oft und wie viel Wasser Sie lassen, ist wichtig für die Diagnose.

An die Anamnese schließt sich die körperliche Untersuchung an. So kann der Mediziner weitere Symptome wie Fieber, einen erhöhten Blutdruck, Wassereinlagerungen oder abnorme Herztöne erkennen.

Eine Blutanalyse kann Hinweise auf Entzündungen geben. Obligatorisch ist bei Nierenschmerzen außerdem die Untersuchung einer Urinprobe.Denn Veränderungen im Harn können früh auf eine Nierenerkrankung hinweisen. So zeigt schäumender Urin an, dass sich Eiweiß yên Harn befindet (Proteinurie), was beispielsweise auf eine Nierenfunktionsstörung hindeuten kann. Rot gefärbter Urin (Hämaturie) kann dagegen auf eine Nierenentzündung, Nierentumor oder Nierenversagen hinweisen.

Aus bestimmten Blut- und Urinwerten lassen sich zudem Rückschlüsse auf die Funktionsfähigkeit der Nieren ziehen:

Zusätzlich lässt sich mit der PAH-Clearance prüfen, wie gut die Nieren durchblutet werden. Dazu wird die Substanz Para-Aminohippursäure injiziert und danach in Blut und Urin gemessen. Die Inulin-Clearance ermöglicht es, die Filtrationsleistung der Nierenkörperchen (Glomeruli) zu messen. Auch dabei wird nach intravenöser Injektion die Stoffmenge in Blut und Urin ermittelt und verrechnet.

Lässt sich die Ursache der Nierenschmerzen durch diese Untersuchungen nicht eindeutig erkennen, erfolgt die weitere Diagnose mithilfe von bildgebenden Verfahren. Per Ultraschall (Sonografie) kann der Arzt die size der Nieren beurteilen und eventuelle krankhafte Veränderungen (wie Zysten oder Tumoren) erkennen. Manchmal sind noch weitere bildgebende Untersuchungen nötig. Dazu zählen zum Beispiel Computertomografie (CT), Magnetresonanztomografie (MRT) sowie die Röntgenuntersuchung der ableitenden Harnwege mithilfe eines Kontrastmittels (Urografie).


Behandlung von Nierenschmerzen

Welche Therapie der Arzt verordnet, hängt von der Ursache der Nierenschmerzen ab. Einige Beispiele:

Nierensteine gehen oft von selbst ab. Geschieht dies nicht, kann der Arzt sie mithilfe von Stoßwellen zertrümmern (Stoßwellenlithotripsie). Dabei werden Druckwellen an der Hautoberfläche erzeugt, die sich bis in den Nierenstein fortsetzen und ihn zerkleinern. Selten müssen Nierensteine operativ entfernt werden.

Bakterielle Harnwegsinfekte und Nierenbeckenentzündungen bekämpft der Arzt mit einem passenden Antibiotikum. Damit lassen die Nierenschmerzen schnell nach. Trotzdem müssen Antibiotika solange eingenommen werden, wie vom Arzt verschrieben. Anderenfalls werden vielleicht nicht alle Erreger abgetötet.

EinNierenversagen ist ein absoluter Notfall! Behandelt wird mit einer Blutwäsche (Dialyse). Manchmal kann auch eine Nierentransplantation nötig sein.


Nierenschmerzen: Das können Sie selbst tun

Folgende Tipps helfen Ihnen, bis zum Arztbesuch Nierenschmerzen kurzfristig zu lindern:

Halten Sie sich warm: Eine Wärmflasche oder ein dicker Wollschal um die Nieren entkrampfen die Muskulatur.Trinken Sie viel: Harntreibende Tees aus Brennessel oder Löwenzahn spülen die Nieren und schwemmen Bakterien aus.Den Abgang von Nierensteinen können Sie forcieren, indem sie viel trinken, warm baden oder ein Wärmekissen auflegen. Auch hüpfende Bewegungen können dem Stein dabei helfen, schneller duch die Harnwege zu gelangen.

Wichtig: Diese Tipps sind kein Ersatz für einen Arztbesuch! Nehmen Sie Nierenschmerzen immer ernst und lassen Sie sie ärztlich abklären.

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Nierensteinen vorbeugen

Wenn man sich salzarm ernährt und mindestens zwei bis drei Liter Flüssigkeit am Tag trinkt, kann man Nierensteinen und damit verbunden Nierenschmerzen vorbeugen. Wichtig ist das besonders für Menschen, die schon einmal Nierensteine hatten. Sie sind anfälliger dafür, erneut welche zu bekommen.