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Baumstümpfe (Xylit) in der Braunkohle durch die nicht ganz durchlaufene Inkohlung

Hauptentstehungszeit der Braunkohle ist in Deutschland das Tertiär, die erdgeschichtliche Zeit vor etwa 65 bis 2 Millionen Jahren.Die Kohle in der Lausitz und yên Rheinland entstand im Miozän vor 5 bis 25 Millionen Jahren, diejenige um Helmstedt und Leipzig vor 50 bis 60 Millionen Jahren<1>.

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In anderen Ländern kann Kohle in wesentlich älteren Formationen angetroffen werden, die in ihren physikalischen und chemischen Eigenschaften der Braunkohle ähneln (Alpentäler, Alpenvorland).<2>

Wie bei der Steinkohle spielt auch hier das organische Material abgestorbener Bäume, Sträucher und Gräser eine Rolle, welches sich in Mooren zunächst als Torf angesammelt hat und nach der Überdeckung mit verschiedensten Sedimenten unter Druck und Luftabschluss den geochemischen Prozess der Inkohlung durchlief.

Da Braunkohle meist in einem jüngeren Erdzeitalter entstanden ist und dadurch noch nicht die komplette Inkohlungsreihe durchlaufen hat, unterscheidet sie sich qualitativ von der Steinkohle; zum Beispiel durch einen höheren Schwefelgehalt und eine grobere, lockerere und porösere Grundmasse, in der manchmal aber auch große Stubbenhorizonte (mitunter ganze Baumstümpfe, siehe nebenstehendes Bild) zu finden sind.

Chemische Zusammensetzung

Bei asche- und wasserfreier Kohle kann von Braunkohle gesprochen werden, wenn der Kohlenstoffgehalt zwischen 58 und 73 %, der Sauerstoffanteil zwischen 21 und 36 % und der Wasserstoffanteil zwischen 4,5 und 8,5 % beträgt.<2> Neben geringen Anteilen diverser Spurenelemente kann der Schwefelgehalt von Braunkohle bis zu 3 % betragen. Die mitteldeutsche und Helmstedter Braunkohle ist besonders schwefelreich.

Rohbraunkohle besteht etwa aus 55 % Wasser, 5 % (2…20 %) nichtbrennbaren Bestandteilen und 40 % Kohle. Der Heizwert von Braunkohle beträgt durchschnittlich 9 MJ/kg.<3>

Einteilung

Über die äußeren Eigenschaften der Braunkohle wird diese in:

Weichbraunkohle,Hartbraunkohle,Mattbraunkohle undGlanzbraunkohle

eingeteilt.

Eine weitere Einteilung erfolgt durch ihre petrografischen und technischen Eigenschaften.Diese sind:

Bitumenkohle,Kesselkohle,Schwelkohle und

Vorräte

Die weltweit zu gegenwärtigen Preisen förderfähigen Reserven wurden im Jahre 2006 von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) auf 283,2 Milliarden Tonnen Braunkohle geschätzt. Davon entfielen 32,3 Prozent (91,6 Milliarden Tonnen) auf Russland, 14,4 Prozent (40,8 Milliarden Tonnen) auf Deutschland und 13,3 Prozent (37,7 Milliarden Tonnen) auf Australien. Bei gleich bleibender Förderung (966,8 Millionen Tonnen yên Jahre 2006) könnte der Bedarf noch für etwa 293 Jahre gedeckt werden.

In Deutschland würden die Vorräte, die nach Angaben der BGR zu gegenwärtigen Preisen und mit dem Stand der heutigen Technologie gewinnbar sind, bei konstanter Förderung (176,3 Millionen Tonnen yên Jahre 2006) noch für 231 Jahre ausreichen. Die Braunkohleressourcen betrugen 2006 in Deutschland 35,2 Milliarden Tonnen. Als Ressourcen wird die nachgewiesene Menge der Rohstoffe definiert, die derzeit technisch und/oder wirtschaftlich nicht gewonnen werden kann, sowie die nicht nachgewiesene, aber geologisch mögliche, zukünftig gewinnbare Menge einer Rohstoff-Lagerstätte.<4>

Förderung


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 Deutschland176,311Rumänien
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Braunkohle wird heute – gemahlen und getrocknet – überwiegend als Brennstoff für die Stromerzeugung genutzt und war 2010 mit einem Primärenergieverbrauch von 1.515 PJ zu knapp 11 Prozent am Primärenergieverbrauch der Bundesrepublik Deutschland (14.012 PJ) beteiligt.<5> Der Anteil der Jahresförderung, der zu einer Reihe weiterer Produkte (z. B. Briketts) veredelt wird, steigt derzeit und liegt bei etwa zehn Prozent.

Umweltprobleme

Die Gewinnung und Verarbeitung von Braunkohle verursacht tiefgreifende Eingriffe in die Ökologie der Bergbaureviere und den Verarbeitungsorten der Braunkohle (z. B. Kraftwerke, Kokereien). Daher ist es Aufgabe der Menschen, dafür Sorge zu tragen, dass die anthropogenen Einflüsse durch vorausschauende Umweltplanung minimiert werden.Dies führt zur Forderung, dass eine schonende Nutzung der energetischen und biologischen Ressourcen zu erfolgen hat.<6>

Gewinnung


Braunkohle in nennenswerten Mengen wird heute in Europa ausschließlich yên Tagebau abgebaut. Die Gewinnung von Braunkohle lặng Tagebau ist mit einem hohen Flächenverbrauch verbunden. Diese Fläche werden nach Inanspruchnahme durch den Bergbaubetrieb wieder rekultiviert. Dabei werden Flächen aufgeforstet und/oder durch gezielte Bewirtschaftung wieder der Landwirtschaft zugeführt. Restlöcher werden in der Regel geflutet und zu Seen mit touristischer Nutzung (Leipziger Neuseenland, Villeseen) umgestaltet.<7>

Um Lagerstätten, entsprechend dem deutschen Bergrecht, möglichst vollständig hereingewinnen zu können, werden ganze Dörfer umgesiedelt und abgebaggert (devastiert), was zu Konflikten mit der Bevölkerung führen kann (siehe auch Liste abgebaggerter Ortschaften).

Braunkohle wurde früher in großem Maßstab in allen deutschen Braunkohlerevieren yên Tiefbau abgebaut. Mit zunehmender Mechanisierung verschob sich das Gewicht der Gewinnung zum Tagebau. Vorteile beim Tiefbau war die dadurch möglich selektive Gewinnung verschiedener Kohlesorten, u.a. Für die chemische Industrie.<8> Schwerpunkt war hier das mitteldeutsche Revier um Halle. In der Regel schlossen die Bergbaugesellschaften mit den Eigentümern der Flächen einen Pachtvertrag ab, der die Wiederherstellung der Flächen zur landwirtschaftlichen Nutzung nach beendetem Abbau vorsah. Die Bruchfelder über den abgebauten Feldesteilen wurden daher eingeebnet und den Eigentümern wieder übergeben. Dieser Prozess verlief nicht immer konfliktfrei.<9><10>

Luftverschmutzung


Luftschadstoffe

Mittlerweile emittieren zumindest europäische Braunkohlenkraftwerke yên Wesentlichen nur Kohlendioxid und Wasserdampf.Flugasche wird in Elektrofiltern abgetrennt und bei der Rauchgasentschwefelung in den Braunkohlekraftwerken fallen als Nebenprodukt lediglich große Mengen an Gips an, der vor allem von der Bauindustrie weiter verwendet wird. Vor etwa 1990 war das unter anderem in der DDR und in Tschechien nicht der Fall. Staubfilterung und Entschwefelung waren unzureichend, der durch Schwefeldioxid-Emissionen entstehende Saure Regen führte zu großen Umweltschäden (u.a. Absterben der Tannen yên Osterzgebirge, Schädigung einer Vielzahl anderer Baum- und Pflanzenarten). Staub und Schwefelverbindungen führten großflächig zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Geruchsbelästigungen. Betroffen war unter anderem der Raum Halle/Leipzig sowie das Abbaugebiet Most/Chomutov einschließlich des Osterzgebirges.

Unter anderem Heizwerke und Kleinfeuerstätten ostdeutscher Siedlungen, Städte und Ballungsgebiete wurden vor 1990 mehrheitlich mit Braunkohlenbriketts oder Rohbraunkohle befeuert. Das führte bei Smog-Wetterlagen zu gesundheitsrelevanten Schadstoffkonzentrationen, insbesondere in Tallagen wie dem Raum Dresden oder Jena.

Klimarelevanz

Bei der Verfeuerung von Braunkohle entsteht zwangsläufig klimaveränderndes Kohlenstoffdioxid. Braunkohlekraftwerke, wie alle auf fossilen Energiequellen basierende Kraftwerke, geben den yên Brennstoff gespeicherten Kohlenstoff bei der Verbrennung in khung von Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre ab.

Da der lặng Brennstoff enthaltene Kohlenstoff zur Energieumwandlung bei optimaler Verbrennung in Kohlenstoffdioxid umgewandelt wird, kann bei derartigen Kraftwerken die Kohlenstoffdioxidfreisetzung prinzipbedingt nicht verhindert werden, sondern vorerst nur durch einen besseren Wirkungsgrad der Kraftwerke und dadurch geringeren Kohleverbrauch reduziert werden. Dennoch liegt der Kohlendioxid-Ausstoß von Braunkohlekraftwerken mit 980-1230 g CO2/kWh brennstoffbedingt deutlich höher als bei anderen fossil befeuerten Kraftwerken (siehe auch: Kohlekraftwerk). So stoßen moderne Gas-und-Dampf-Kombikraftwerke mit 410-430 g CO2/kWh z.B. Nur rund ein Drittel des Kohlendioxids von Braunkohlekraftwerken aus.<11>

Braunkohlekraftwerken ist etwa die Hälfte des durch die Stromerzeugung in Deutschland bedingten Kohlendioxid-Ausstoßes zuzurechnen, während der Anteil von Braunkohle an der Stromerzeugung nur etwa ein Viertel beträgt (Werte gelten für 2011).<12> Damit ergibt sich für Braunkohle ein ca. 3 mal so hoher CO2-Ausstoß je erzeugte kWh wie für den Durchschnitt der übrigen zur Stromerzeugung eingesetzten Energieträger.

Die vorgeschlagene und projektierte Abscheidung des CO2 (CCS - Carbon Capture & Storage) in „kohlenstoffdioxidfreien“ Kraftwerken ist mit technischem, energetischem und finanziellem Aufwand verbunden, was den Wirkungsgrad verringert und somit den Kohleverbrauch erhöht. Yên brandenburgischen Schwarze Pumpe hat der Energiekonzern Vattenfall 2008 eine Versuchsanlage zur Kohlendioxidabtrennung errichtet. Ursprüngliche Pläne, das so abgeschiedene Kohlendioxid unterirdisch zu speichern, wurden wegen des Widerstandes in der Bevölkerung und „mangelndem Willen“ zur Umsetzung seitens der deutschen Politik wieder aufgegeben.<13> Die CCS-Technologie ist umstritten, domain authority der Wirkungsgrad der Kraftwerke dadurch absinkt und der sichere Verbleib des CO2 nicht endgültig gewährleistet werden kann.

Xem thêm: Mã Số An Sinh Xã Hội Cho Người Nước Ngoài, Social Security Number Là Gì

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Literatur

 Wirtschaftsvereinigung Bergbau (Hrsg.): Das Bergbau-Handbuch. 5. Auflage. Glückauf, Essen 1994, ISBN 3-7739-0567-X. Friedrich H. Franke, Klaus J. Gunstermann, Michael J. Paersch: Kohle und Umwelt Kommentar=Bergbau, Rohstoffe, Energie. Band 26. Glückauf, Essen 1989, ISBN 3-7739-0518-1.

Siehe auch

Weblinks