Als Chemotherapie bezeichnet man in der Krebsmedizin die Behandlung mit bestimmten Medikamenten: Diese sogenannten "Zytostatika" hemmen die Teilung und Vermehrung der Tumorzellen. Das Tumorwachstum soll so gebremst oder sogar ganz gestoppt werden.

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In unseren Texten beantworten wir häufige Fragen zum Thema: Für wen kommt eine "Chemo" infrage? Wie läuft eine Chemotherapie ab? Was muss man während der Behandlung beachten? Und wie geht es nach der Chemotherapie weiter?Haben Sie weitere Fragen zur Chemotherapie? Gerne beantworten wir diese per e-mail oder am Telefon. Ein persönliches Gespräch mit den behandelnden Ärzten können diese Informationen jedoch nicht ersetzen.


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Chemotherapie: Wichtiges in Kürze


Chemotherapie: Ja oder nein?

Kommt eine Chemotherapie infrage? Oder wirkt eine andere Behandlung besser? Diese Fragen beantworten Ihnen die behandelnden Ärztinnen und Ärzte. Bei der Vorbereitung auf das Gespräch können wir vom fkhorizont-turnovo.com Ihnen helfen.


Unter einer Chemotherapie versteht man eine Krebsbehandlung mit bestimmten Medikamenten: Diese Medikamente hemmen das Wachstum, die Teilung und damit auch die Vermehrung der Krebszellen. Der Fachbegriff für diese Arzneimittel lautet Zytostatika, übersetzt etwa "Zell-Hemmer".

Welche Zytostatika man erhält, hängt von der Erkrankung und dem persönlichen Gesundheitszustand ab. Die Ärzte können auch Kombinationen mehrerer Arzneimittel vorschlagen.

Man bekommt die Medikamente meist als Infusion. Einige gibt es auch als Tabletten. Die Wirkstoffe verteilen sich yên ổn ganzen Körper. Das bezeichnen Fachleute als "systemische" Therapie.

Seltener kommt eine "regionale" oder "lokale" Chemotherapie infrage: Bei manchen Patientinnen oder Patienten wird eine Körperhöhle mit einer Chemotherapielösung gespült. Andere Betroffene erhalten eine Salbe, mit der oberflächliche Tumoren der Haut behandelt werden.

Ziele der Chemotherapie:

den Tumor zu verkleinern und möglichst zum Verschwinden zu bringenKrebszellen, die bereits im Körper "auf Wanderschaft" gegangen sind, sollen ebenfalls abgetötet werden.

Die meisten Chemotherapien wirken yên ganzen Körper: Daher sind nicht nur Krebszellen betroffen. Auch gesunde Zellen können geschädigt werden. Die so entstehenden Nebenwirkungen lassen sich nicht immer vermeiden – die Möglichkeiten, die unangenehmen Folgen der Behandlung zu lindern, werden jedoch immer besser.


Die Chemotherapie zählt auch heute noch zu den wichtigsten Behandlungsformen bei Krebs. Aber nicht für jede Krebspatientin und jeden Krebspatienten kommt sie infrage. Welche Therapie ist für einen selbst die beste? Das besprechen die behandelnden Ärztinnen und Ärzte mit den Betroffenen. Ob man sich gemeinsam mit ihnen für oder gegen eine Chemotherapie entscheidet, ist von vielen Faktoren abhängig. Hier einige Beispiele:

Krebsart: Aus welchem Gewebe ist der Krebs hervorgegangen? Wie gut sprechen solche Tumoren erfahrungsgemäß auf eine Chemotherapie an?

Krankheitsstadium: Ist der Krebs auf den Ursprungstumor begrenzt oder hat er bereits Metastasen gebildet, also Tochtergeschwülste? Ist dies die erste Chemotherapie, die man bekommt? Oder gab es früher schon Behandlungen? Wie hat man die vertragen? Und: Ist der Krebs unter der Behandlung zurückgegangen oder ist er weitergewachsen?

Behandlungsziel: Aus dem Krankheitsstadium leitet sich bei den meisten Betroffenen auch ab, was sich mit einer "Chemo" erreichen lässt und was nicht. Viele Patientinnen und Patienten erhalten eine Chemotherapie als "adjuvante" Behandlung, also begleitend zu einer anderen Therapie, zum Beispiel einer Operation.

Kurativ: Besteht Hoffnung, dass sich der Krebs durch die Therapie vollständig heilen lässt? Dann spricht man von einer kurativen Behandlung.Palliativ: Oder geht es darum, ein Fortschreiten der Erkrankung hinauszuzögern oder belastende Symptome zu lindern? Man spricht dann von einer palliativen Therapie.

Nutzen und Risiken: Welche Risiken bestehen, wenn man sich nicht behandeln lässt? Und lặng Vergleich dazu: Mit welchen Nebenwirkungen muss man während der Therapie rechnen?

Die möglichen Risiken und den Nutzen einer Behandlung wägen die Ärzte gemeinsam mit den Betroffenen sorgfältig gegeneinander ab. Das Therapieziel wird bei dieser Überlegung miteinbezogen:

Ist eine Heilung wahrscheinlich? Dann sind die meisten Betroffenen eher bereit, Nebenwirkungen in Kauf zu nehmen. Kann die Erkrankung durch die Therapie bestenfalls verlangsamt werden? Ist ihr Ziel eher, Beschwerden durch die Erkrankung zu lindern? Dann stellt sich die Frage, wieweit die Nebenwirkungen besser zu ertragen oder zu behandeln sind als Symptome durch die Erkrankung selbst.

Gesundheitszustand: Wie belastend wäre eine Chemotherapie für den Körper? Spielt es eine Rolle, ob man Krebs yên Alter <> oder als junger Mensch bekommt? Ist man als Patientin oder Patient "fit" genug, um die Behandlung gut zu überstehen? Oder sprechen Vor- und Begleiterkrankungen dagegen? Welche Wechselwirkungen mit bestehenden Medikamenten könnte es geben?

Die Entscheidung für eine Chemotherapie wird auch yên Lauf der Behandlung immer wieder überprüft:

Treten im Lauf der Therapie belastende Nebenwirkungen auf? Hat sich der Gesundheitszustand verschlechtert?

Dann kann eventuell ein Wechsel der Medikamente notwendig werden, oder man entscheidet sich gegen eine Fortführung.


Nicht alle Krebspatientinnen und Krebspatienten brauchen eine Chemotherapie. Und die, die eine Chemotherapie erhalten, bekommen diese meist ergänzend zu einer anderen Behandlung. Ärzte versprechen sich von der Kombination eine stärkere Wirkung gegen den Krebs. Nur bei wenigen Krebsarten ist eine alleinige Chemotherapie Standard. Dazu gehören einige Leukämien oder Lymphomerkrankungen.

Mit welchen anderen Behandlungen wird eine Chemotherapie häufig kombiniert?

Operation und Chemotherapie: Wann immer möglich, werden die behandelnden Ärztinnen und Ärzte versuchen, einen Tumor durch eine Operation so vollständig, wie es geht, aus dem Körper zu entfernen. Eine Chemotherapie kann unterstützend zum Einsatz kommen, entweder vor oder nach der Operation.

Neoadjuvante Chemotherapie: Diese erhält man vor der Operation. Sie soll helfen, den Tumor zu verkleinern und den Eingriff so zu erleichtern oder überhaupt erst möglich zu machen.Adjuvante Chemotherapie: Man erhält sie nach einer Operation. Sie soll helfen, yên Körper verbliebene Tumorreste oder verstreute Krebszellen abzutöten.

Strahlentherapie und Chemotherapie: Eine Kombination aus Strahlentherapie und Chemotherapie nennt man Radiochemotherapie. Die Methoden können zeitgleich oder nacheinander angewendet werden. Durch eine Chemotherapie vorgeschädigte Zellen sind anfälliger für die Strahlenwirkung, beide Behandlungsformen ergänzen sich.

Antihormontherapie und Chemotherapie: Bei hormonabhängigen Krebserkrankungen, zum Beispiel bestimmten Formen von Brustkrebs oder Prostatakrebs nutzt man Medikamente, die die Hormonproduktion stoppen oder die Wirkung der hooc môn auf die Tumorzellen blockieren. Hilft diese sogenannte Antihormontherapie alleine nicht, oder ist der Schutz vor einem Rückfall nicht hoch genug? Dann kann die Behandlung auch mit einer Chemotherapie kombiniert werden.

Zielgerichtete Therapien und Chemotherapie: Die sogenannten zielgerichteten Therapien richten sich gegen Eigenschaften der Krebszellen, die das Tumorwachstum fördern. Entsprechend können die Medikamente das Krebswachstum aufhalten. Betroffene können zielgerichtete Arzneimittel in Kombination mit einer Chemotherapie bekommen, je nach Situation auch zusammen mit weiteren Therapien.

Immuntherapien und Chemotherapie: Immuntherapien haben das Ziel, die Immunantwort des Körpers auf den Krebs zu verstärken. Letztlich sollen Zellen des Immunsystems die Krebszellen besser erkennen und zerstören. Auch eine Kombination aus Immuntherapien und Chemotherapie ist prinzipiell für manche Betroffene möglich. Die Therapien sollen sich gegenseitig in ihrer Wirkung gegen den Krebs verstärken. Kombinierte Immunchemotherapien werden heute allerdings meist noch experimentell in Studien eingesetzt.

Komplementäre Therapien und Chemotherapie: Nicht wenige Patientinnen und Patienten wünschen sich, selbst etwas gegen die Erkrankung tun zu können. Während man unter Alternativmedizin Therapien versteht, die anstelle einer herkömmlichen Krebsbehandlung gegeben werden, setzen die meisten Betroffenen komplementäre Therapien ergänzend zu einer schulmedizinischen Krebsbehandlung ein – zum Beispiel auch parallel zu einer Chemotherapie.

Doch auch, wenn komplementärmedizinische Methoden oft als "sanft", "pflanzlich" oder "biologisch" beworben werden: Sie sollten nicht ohne Rücksprache mit den Ärztinnen und Ärzten angewendet werden, die für die Chemotherapie verantwortlich sind. Schlimmstenfalls kann die Wirkung der Zytostatika vermindert oder aber verstärkt werden, weil es zu unerwünschten Wechselwirkungen kommt.


Muss eine Chemotherapie heute überhaupt noch sein? Sind die modernen zielgerichteten Medikamente oder die neuen Immuntherapien nicht wirksamer?

Ganz so einfach ist es leider nicht:

Die zielgerichteten Therapien beeinflussen zwar auf unterschiedliche Weise das Wachstum der Krebszellen. Aber nicht alle Krebszellen tragen Merkmale, gegen die man bereits gezielt Medikamente entwickeln konnte.Genauso sieht es mit den modernen Immuntherapeutika und Krebsimpfungen aus: Sie wirken längst nicht bei allen Betroffenen und bei allen Krebsarten.

Beide Behandlungsformen haben zudem Nebenwirkungen – zwar andere als die Chemotherapie, aber durchaus ernstzunehmende. Auch reichen, nach bisherigem Wissen, die meisten zielgerichtete Therapien und Immuntherapien alleine in der Regel nicht aus, um Betroffene zu heilen. Zwar wird das Krebswachstum verlangsamt oder sogar aufgehalten, es werden aber nicht unbedingt alle Krebszellen abgetötet.

Jede Chemotherapie durch neuere Verfahren zu ersetzen – das ist bisher nicht möglich.


Die meisten Patientinnen und Patienten können eine Chemotherapie heute ambulant machen: Sie müssen sich also nicht extra in ein Krankenhaus einweisen lassen, sondern gehen nach der Behandlung wieder nach Hause. Dies ist möglich, weil schwere Nebenwirkungen, wie zum Beispiel Übelkeit, lặng Vergleich zu früher besser behandelbar sind.

In vielen Krankenhäusern gibt es eigene Ambulanzen für Chemotherapie. Auch in den Praxen niedergelassener Fachärztinnen und Fachärzte für Krebsmedizin kann man eine Zytostatika-Therapie machen lassen. Voraussetzung ist, dass diese sich in "Medikamentöser Tumortherapie" weitergebildet haben.


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Wenn man ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen und Komplikationen hat, kann es besser sein, sich stationär behandeln zu lassen.

Dies kann aufgrund eigener Vorerkrankungen der Fall sein, beispielsweise bei eingeschränkter Nierenfunktion.

Auch bei einer sehr intensiven Chemotherapie mit bestimmten Medikamenten-Kombinationen müssen Betroffene mit schweren Nebenwirkungen rechnen. Sie sind daher besser im Krankenhaus aufgehoben.

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Das gilt ebenso für Patientinnen und Patienten, die während der Therapie besonders infektionsgefährdet sind:Sie werden ebenfalls stationär behandelt, zum Beispiel in besonders dafür eingerichteten Isolationsbereichen.