Was sollten Patientinnen und Patienten über Betablocker wissen? Gibt es Alternativen?

Aktualisiert: 12.05.2021




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Betablocker oder genauer Betarezeptorenblocker sind Arzneistoffe zur Senkung des Blutdrucks und der Schlagfolge des Herzens. Sie werden u.a. Bei Bluthochdruck, bei koronarer Herzkrankheit und chronischer Herzinsuffizienz (Herzschwäche) verordnet. 

Wie wirken Betablocker?

Ihren Namen haben Betablocker von Bindungsstellen, den Beta-Adrenozeptoren, die sie hemmen. Hier gibt es zwei unterschiedliche Typen: Beta1-Adrenozeptoren beeinflussen die Herzkraft und -frequenz und auch den Blutdruck. Beta2-Adrenozeptoren führen dazu, dass sich glatte Muskeln der Bronchien, der Gebärmutter sowie der Blutgefäße entspannen. Yên ổn Körper hemmen Betablocker die Wirkung des Stresshormons Adrenalin und des Botenstoffs Noradrenalin. Das führt zur Senkung der Schlagfolge des Herzens. Der Herzmuskel benötigt weniger Sauerstoff und wird entlastet. Davon profitieren Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz oder koronarer Herzkrankheit. Zur Blutdrucksenkung kombinieren Ärztinnen und Ärzte Betablocker meist mit anderen Wirkstoffen. Und ihre erregungshemmende Wirkung macht Betablocker zu wichtigen Arzneistoffen bei Herzrhythmusstörungen. Betablocker sind als Tabletten erhältlich, bestimmte auch zur intravenösen Verabreichung. Alle Betablocker sind verschreibungspflichtig. 

Wer sollte auf Betablocker verzichten?

Betablocker dürfen u.a. Nicht bei Patienten mit Asthma bronchiale, mit stark verlangsamter Herzfrequenz, mit akuter Herzinsuffizienz oder mit einer bestimmten Störung der Erregungsleitung (AV-Block) verwendet werden. Alle Informationen zu Anwendungsbeschränkungen und Gegenanzeigen finden Sie in der Packungsbeilage des jeweiligen Medikaments. 

Nebenwirkungen von Betablockern 

Betablocker gelten als gut verträgliche Arzneistoffe. Unabhängig vom Wirkstoff können sie den Puls stark verlangsamen und zu Asthmaanfällen führen. Selten rufen sie auch Müdigkeit, depressive Verstimmung und bei Männern Potenzprobleme hervor. Durchblutungsstörungen der Extremitäten (kalte Hände und Füße) können sich ebenfalls verschlimmern. Vorsicht ist auch geboten bei Alkohol in Verbindung mit Betablockern. Er kann die Wirkung wie auch die Nebenwirkungen verstärken. Alle Informationen zu Nebenwirkungen finden Sie in der Packungsbeilage des jeweiligen Medikaments. 


Herz-Tipp:

Setzen Sie Betablocker nicht kurzfristig ab, domain authority sonst Herzschlag und Blutdruck schlagartig ansteigen können. Die Dosis sollte nur in Absprache mit Ihrem Arzt verändert werden


Gibt es Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten?

Betablocker sollten vor allem nicht mit den Kalziumkanalblockern (Kalziumantagonisten) Verapamil oder Diltiazem eingenommen werden, weil sich die Wirkung dann verstärkt. Bei anderen Kalziumkanalblockern wie Amlodipin gilt diese Einschränkung nicht. Alle Informationen zu spezifischen Wechselwirkungen finden Sie in der Packungsbeilage des jeweiligen Medikaments. 

Alternativen zu Betablockern? 

Diese Frage lässt sich nicht generell beantworten, sondern hängt vom Krankheitsbild ab. Versuchen Ärztinnen und Ärzte, einen hohen Blutdruck zu behandeln, eignen sich Diuretika, ACE-Hemmer, AT1-Blocker oder Kalziumkanalblocker. Bei einer koronaren Herzkrankheit, nach einem Herzinfarkt, bei Herzschwäche, Vorhofflimmern oder bei anderen Herzrhythmusstörungen bleiben Betablocker aber die erste Wahl. Innerhalb der Klasse lassen sich Wirkstoffe austauschen. Wer etwa Metoprolol nicht verträgt, kann nach ärztlichem Rat auch Bisoprolol oder Nebivolol verwenden. Generell sollten Präparate mit ausreichend langer und gleichmäßiger Wirkung bevorzugt werden. Das ist bei Bisoprolol als solches der Fall, bei Metoprolol sollte eine Retard- und am besten eine ZOK-Formulierung gewählt werden.


Experte
Prof. Dr. Med. Thomas Eschenhagen
Vita

Prof. Dr. Med. Thomas Eschenhagen ist Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen fkhorizont-turnovo.com, Mitglied yên Vorstand der Deutschen Stiftung für Herzforschung, Direktor des Instituts für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und Vorstandsvorsitzender des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK).


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