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Inhalt

Was ist ein Enjambement?

Das Enjambement ist ein beliebtes Stilmittel in der deutschen Lyrik, das nur in der geschriebenen Sprache vorkommt. Mithilfe von Strophen und Versen wird das Gedicht in Sinnabschnitte gegliedert. Dabei besteht ein Vers häufig aus einem Satz, was man als Zeilenstil bezeichnet. Das muss aber nicht immer der Fall sein. Beim Enjambement handelt es sich um einen Satz, der die Verslänge überschreitet und lặng nächsten Vers weitergeführt wird.

Enjambement – Bedeutung und Definition

Der Begriff Enjambement kommt vom französischen Wort enjember und bedeutet „überschreiten”. Der Zeilensprung, der dabei entsteht, ist beim lauten Lesen des Gedichts nicht hörbar, da die Stimme nicht gesenkt wird. Daher handelt es sich um ein rhetorisches Mittel, welches nur in der Schriftsprache auftaucht.

Enjambement – Beispiele

Die folgende Strophe ist ein Auszug aus Rainer Maria Rilkes Gedicht „Nur wer die Leier schon hob” aus dem Jahre 1922:

Nur wer mit Toten vom Mohnaß, von dem ihren,wird nicht den leisesten Tonwieder verlieren.

Der erste und zweite Vers sowie der dritte und vierte Vers hängen jeweils durch ein Enjambement zusammen. An diesem Beispiel wird deutlich, dass der Zeilensprung dafür sorgt, dass das Gedicht in einem flüssigen Stil gelesen werden kann. Das liegt daran, dass die ersten beiden Verse sowie die letzten beiden Verse miteinander zusammenhängen. Sie bilden also satzteilartige Sinneinheiten und werden nicht durch Satzzeichen am Versende von den anderen Versen abgetrennt.

Die Wirkung des Enjambements

Ein Enjambement bricht die starre form des Zeilenstils, was dazu führt, dass das Gedicht flüssiger gelesen oder vorgetragen werden kann, domain authority man nicht – wie bei einem Satzzeichen üblich – eine Sprechpause macht. Die einzelnen Verseinheiten werden so aufgebrochen, wodurch das Gedicht weniger monoton wirkt. Außerdem werden einzelne Bedeutungseinheiten verstärkend miteinander verknüpft. Dies wird besonders deutlich, wenn zwei Strophen durch ein Enjambement verbunden werden.

Typen von Enjambements yên Deutschen

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen einem starken und einem schwachen Enjambement. Wann aber liegt ein starkes beziehungsweise schwaches Enjambement vor?

Das starke Enjambement

Bei einem starken Enjambement wird der Satz in seiner syntaktischen Struktur unterbrochen. Das bedeutet, dass eine syntaktische Einheit (wie zum Beispiel die untergehende Sonne) getrennt wird. Die Teile dieser syntaktischen Einheit ergeben nur zusammen einen Sinn.

Ein anschauliches Beispiel für ein starkes Enjambement finden wir in dem folgenden Auszug aus Friedrich Hölderlins Gedicht „Abendphantasie” aus dem Jahre 1799:

Vor seiner Hütte ruhig lặng Schatten sitzt↳ Der Pflüger; dem Genügsamen raucht sein Herd.Gastfreundlich tönt dem Wanderer im↳ Friedlichen Dorfe die Abendglocke.

Die Satzteile sitzt der Pflüger und im friedlichen Dorfe bilden hier syntaktische Einheiten. Das Enjambement erkennen wir daran, dass der erste Vers ohne den zweiten Vers keinen Sinn ergibt. Das Gleiche gilt für den dritten Vers, der ohne den vierten Vers keine Sinneinheit bildet.

Das schwache Enjambement

Ein schwaches Enjambement trennt zwar auch einen Satz in zwei oder mehrere Verse auf, dabei bleiben aber die syntaktischen Einheiten zusammen. Wie ein schwaches Enjambement aussieht, erkennst du an dem folgenden Beispiel, einem Auszug aus Joseph Eichendorffs „Die Nachtblume” aus dem Jahre 1830:

Nacht ist wie ein stilles Meer,Lust und Leid und Liebesklagenkommen so verworren herin dem linden Wellenschlagen

Hier bilden der zweite und dritte Vers einen Zeilensprung. Es handelt sich um ein schwaches Enjambement, da trotz der Überschreitung der Verslänge im zweiten Vers die Sinnhaftigkeit der einzelnen Verse nicht unterbrochen wird. Jeder einzelne Vers ist also in sich sinnvoll.

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Zusammenfassung – Enjambement

Das Enjambement, auch Zeilensprung genannt, ist ein Stilmittel der Lyrik. Es bedeutet, dass ein Satz oder eine Sinneinheit nicht am Versende aufhört, sondern darüber hinausgeführt wird. Durch das Enjambement kann das Gedicht fließender werden. Außerdem werden so Bedeutungseinheiten über Verse hinweg verbunden. Viele starke Enjambements finden wir zum Beispiel in den Gedichten von Hölderlin und Rilke.


Hi, ich bin’s, Tim.

Schauen wir uns gemeinsam einen Ausschnitt eines Gedichts von Joachim Ringelnatz an:“Ich bin so knallvergnügt erwacht.Ich klatsche meine Hüften.Das Wasser lockt. Die Seife lacht.Es dürstet mich nach Lüften.”

Und ein Ausschnitt aus Friedrich Hölderlin “Hälfte des Lebens”:“Weh mir, wo nehm’ ich, wennEs Winter ist, die Blumen, und woDen Sonnenschein,Und Schatten der Erde?Die Mauern stehnSprachlos und kalt, yên WindeKlirren die Fahnen.”

Wir befinden uns, wie du siehst, in der Lyrik. Diese beiden Gedichte unterscheiden sich sehr voneinander, und wir sehen uns ein Stilmittel an, das yên zweiten vorkommt und yên ersten nicht. Es heißt: Enjambement.Wie sind Gedichte aufgebaut? Das wesentliche Merkmal eines Gedichts ist, dass es in Verse und eventuell Strophen gegliedert ist.Ein Vers ist dabei eine Zeile innerhalb einer Strophe. Sie wird vom Dichter bewusst festgelegt. In Romanen und Fließtexten ist die Zeilenlänge dagegen dem Layout überlassen. Sie ist z.B. Abhängig von Schriftgröße und Papierformat.Mit der Verslänge kann der Dichter einzelne Sinnabschnitte festlegen. Aber nicht immer besteht ein Vers aus einem Satz wie bei unserem ersten Gedicht von Ringelnatz. Manchmal überschreiten Sätze und Sinneinheiten eine Verslänge und werden yên nächsten weitergeführt. Das nennen wir dann Enjambement.

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Der Begriff Enjambement kommt vom französischen Wort “enjember” und bedeutet “überschreiten”. Unser zweiter Dichter, Hölderlin, benutzte dieses Stilmittel des Zeilensprungs sehr häufig.“Weh mir, wo nehm’ ich, wennEs Winter ist, die Blumen, und woDen Sonnenschein,Und Schatten der Erde?”Beim Sprechen fällt auf, dass ich am Versende keine Pause setze, also meine Stimme nicht senke. Der Zeilensprung macht das Gedicht fließender.Dabei können verschiedene Enjambements unterschieden werden. Das Gedicht “Nur wer die Leier schon hob” von Rainer Maria Rilke ist ein gutes Beispiel dafür. Die zweite Strophe lautet:“Nur wer mit Toten vom Mohnaß, von dem ihren,wird nicht den leisesten Tonwieder verlieren.”Erster und zweiter Vers sind durch ein starkes Enjambement verbunden. Zwischen zweitem und drittem findet sich keines, denn durch das Komma wird der erste Sinnabschnitt beendet. Der dritte und vierte Vers hängen durch einen schwächeren Zeilensprung zusammen.

Was bewirkt ein Enjambement? Das Gedicht wirkt - wie schon erwähnt - flüssiger und weniger monoton, da die einzelnen rythmischen Verseinheiten aufgebrochen werden - mit anderen Worten: es gibt weniger Sing-Sang. Außerdem werden auch einzelne Bedeutungseinheiten verstärkend miteinander verknüpft. Sehr einleuchtend wird das, wenn zwei Strophen durch ein Enjambement verknüpft werden, wie in Hölderlins Gedicht “Diotima” (1796):“Du schweigst und duldest, und sie verstehn dich nicht, Du heilig Leben! welkest hinweg und schweigst, Denn ach, vergebens bei BarbarenSuchst du die Deinen yên Sonnenlichte,

Die zärtlichgroßen Seelen, die nimmer sind! Doch eilt die Zeit. Noch siehet mein sterblich Lied Den Tag, der, Diotima! nächst den Göttern mit Helden dich nennt, und dir gleicht.”

Fassen wir also zusammen:Das Enjambement, auch Zeilensprung genannt, ist ein Stilmittel der Lyrik. Es bedeutet, dass ein Satz oder eine Sinneinheit nicht mit dem Vers endet, sondern über die Verszeile hinaus fortgeführt wird. Extrem wird dieses Stilmittel beim Strophenenjambement.Durch das Enjambement kann das Gedicht fließender wirken. Außerdem werden so Bedeutungseinheiten über Verse hinweg verbunden.Viele starke Enjambements finden wir z.B. In den Gedichten von Hölderlin und Rilke.Das war’s vonmir! Mach’sgut!