Lexikon/Glossar - themenverwandte Begriffe und Definitionen.

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Auf den folgenden Seiten finden Sie jeweils eine Begriffserkl�rung und Definition zu den Themen Bildbearbeitung, Druckvorbereitung, Reproduktion, digitale Druckverfahren, Farben, Werbung sowie Datei- und Datenhandling.
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Begriff und Definition: Grafik
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Grafik

Grafik lặng weitesten Sinn ist der Sammelbegriff aller T�tigkeiten k�nstlerischer, technischer und industrieller Zeichnung sowie ferner deren manuell-drucktechnische Vervielf�ltigung. In der engsten Begriffsverwendung bezieht sich Grafik allein auf die k�nstlerische Druckgrafik, die zur bildenden Kunst geh�rt. Eine Originalgrafik entsteht eigenst�ndig, unabh�ngig von Vorlagen und in der Absicht, die Techniken der Druckgrafik f�r den k�nstlerischen Ausdruck zu nutzen.

Inhaltsverzeichnis

1 Gliederung der druckgraphischen Verfahren

2 Die Geschichte der Druckgrafik

3 Merkmale eines Grafikabzuges

3.1 Original und Reproduktion

3.2 Auflage und Abzug

3.3 Unterschrift und Nummerierung

3.4 Eigendruck und Fremddruck

3.5 Vorzugsst�cke der traditionellen Graphik

3.6 Werkverzeichnis

4 Grafik in technischen Disziplinen und der Medientechnik

5 Grafische Berufe

6 Querverweise

7 Literatur

Gliederung der druckgraphischen Verfahren

Die druckgraphischen Verfahren l��t sich nach Walter Koschatzky in folgende Gruppen gliedern:

1. Hochdruck (Holzschnitt, Schrotschnitt, Wei�linienschnitt, Teigdruck, Clair-obscur, Camaieu-Schnitt, Linolschnitt, Zink�tzung, Montagedruck/Materialdruck)

2. Tiefdruck

2.1.Manuelle Stichverfahren: Kupferstich, Niello, Stahlstich, Punzenstich, Punktstich, Schabtechnik, Kaltnadeltechnik

2.2 �tzverfahren: Radierung, Aquatinta, Kreidemanier, Punktiermanier, Weichgrund�tzung oder Vernis Mou, Mehrplatten-Farbdruckverfahren

3. Flachdruck (Lithografie, Metallplattendruck, Mehrplatten-Farbverfahren)

4. Durchdruck (Serigrafie)

5. Verschiedene Verfahren, wie Monotypie und Glasklischeedruck

Die Geschichte der Druckgrafik

Alle grafischen Techniken wurden weder von den K�nstlern der jeweiligen Zeit noch f�r einen speziellen k�nstlerischen Gebrauch entwickelt. Der Einblattholzschnitt - heute als die �ltesten grafischen Kunstwerke in Mitteleuropa verstanden - entstand um 1400 aufgrund eines wachsenden Bedarfs nach Andachtsbildern. Billiger, schneller und produktiver als mit den zuvor in Kl�stern manuell gezeichneten Bildchen lie� sich der Wunsch breiter Bev�lkerungsgruppen nach privatem Bildbesitz befriedigen. Sie wurden in Kl�stern und an Wallfahrtsst�tten verkauft, um mit ihrer Hilfe die Gl�ubigen an der magischen Wirkung der �Urbilder" teilnehmen zu lassen. Die Einblattholzschnitte wurden von ihren Besitzern dabei nicht Kunstwerke begriffen, sondern stellten Gebrauchsg�ter dar, vor denen man in den eigenen vier W�nden seine private Andacht verrichtete.

Die Entstehung des Holzschnittes geht mit der Verbreitung der Papierherstellung einher. Die massenweise und im Vergleich zur Pergamentherstellung wesentlich billigere und schnellere Produktion des Papiers war die entscheidende Voraussetzung f�r dieser Technik, die bald durch den Kupferstich erg�nzt wurde. Das fr�heste Blatt, das in der Kupferstichtechnik ausgef�hrt wurde, datiert aus dem Jahr 1446 und ist damit nur wenige Jahrzehnte j�nger als der �lteste datierte Holzdruck. Im Vergleich zum Holzschnitt erlaubte der Kupferstich reichere Darstellungs- und Ausdrucksm�glichkeiten, weil hier nahezu stufenlos alle T�ne zwischen zartestem Grau und Schwarz erzielt werden konnten und nicht � wie beim Holzschnitt � nur die Unterscheidung von Wei� und Schwarz. Bis zur Entwicklung des Holzstichs zu Beginn des 19. Jahrhundert durch Thomas Bewick war der Kupferstich die bevorzugte Technik der Buchillustration.

K�nstlerisch f�hrte Albrecht D�rer (1471�1528) sowohl den Holzschnitt als auch den Kupferstich zur Perfektion. Von seinen gro�en grafischen Meisterwerken sei exemplarisch der Zyklus Marienleben (Holzschnitt, 1502/1505) sowie die zwei Bl�tter Ritter, Tod und Teufel(Kupferstich, 1513) und Melencolia I (Kupferstich, 1514) genannt. D�rer hat genau wie Tizian, Michelangelo und Raffael die Bedeutung der Druckgrafik auch darin gesehen, den eigenen k�nstlerischen Ruf zu verbreiten und �ber den Vertrieb der Bl�tter Eink�nfte zu generieren. So hat D�rer beispielsweise seine druckgraphischen Zyklen yên eigenen Verlag verlegt und �ber den Buchhandel vertrieben. Der Vertrieb druckgrafischer Bl�tter hatte auch zur Folge, da� neue k�nstlerische Entwicklung schnell und gleichm��ig in ganz Europa Verbreitung fanden.

Der aufwendige manuelle Arbeitsproze�, mit dem beim Kupferstich die Linien in die Druckplatte eingegraben wurde, wurde durch die Entwicklung der Radierung vereinfacht. Hier wird die Platte durch chemisches �tzen bearbeitet. Die fr�hesten Radierung datieren auf das Jahr 1513. Die Radierung erreichte zwar nicht die Abbildungspr�zision des Kupferstich und l�ste damit auch dieses Ausdrucksmittel nicht als wichtigstes Medium der Buchillustration ab, sie erweiterte die druckgrafischen Techniken jedoch um die M�glichkeit, den individuellen Zeichenstil wiederzugeben. Aber auch die Radierung begrenzte die Druckgraphik noch auf die Darstellung von Linien. Das �nderte sich mit der Schabtechnik (auch Mezzotinto genannt>, die Ludwig von Siegen (1609-1680) entwickelte. Mit ihr konnte erstmals f�r ganze Bildpartien ein einheitlicher Fl�chenton erzielt werden. Dies geschah durch ein sehr arbeitsaufwendiges Aufrauhen der Druckplatte. Die Technik der Aquatinta, die zwischen 1765 und 1768 von Jean Baptiste Leprince entwickelt wurde, ersetzte dieses manuelle Verfahren durch ein chemo-technisches.

Mit der Entwicklung der Lithografie durch Alois Senefelder um 1803 setzte sich die chemo-technische Rationalisierung der Drucktechniken fort. Die Herstellung der Druckplatten verbilligte und beschleunigte sich, womit sich diese Technik auch f�r die sich rasch ausbreitende Tagspresse eignete. F�r die K�nstler entstand nicht nur eine neue Ausdrucksm�glichkeit sondern auch neue Berufsfelder: sie wurden zu Zeitungszeichnern und Karikaturisten wie beispielsweise Honor� Daumier.

Merkmale eines Grafikabzuges

Original und Reproduktion

W�hrend nach landl�ufiger Auffassung der Begriff des Originals die Eigenschaft der Einmaligkeit beinhaltet, wird jeder druckgrafische Abzug (sofern es sich nicht um eine fotomechanische Reproduktion handelt) als Original angesehen. Dabei ist gleichg�ltig, wieviele Exemplare des Drucks vorhanden sind. Als Einmaligkeit wird hier der Ausdruck der k�nstlerischen Gedanken, Vorstellungen und Ideen verstanden, die nur mit den technischen M�glichkeiten des Drucks realisiert werken k�nne. Lothar Lang schreibt dazu: "... verf�gt �ber nur ihr zuhandene spezifische Ausdrucksm�glichkeiten, die allein durch die Mittel der graphischen Verfahren realisiert werden k�nnen. Insofern ist Druckgraphik durch keine andere bildende Kunst ersetzbar und auch in kein anderes Medium des Bildnerischen aufzul�sen: Die Einmaligkeit der Druckgraphik kann nicht in Frage gestellt werden."

Galt fr�her die Definition, da� eine Originalgrafik dann vorliegt, wenn deren Erfindung und deren Ausf�hrung zur G�nze von der Hand des gleichen K�nstlers sind und sie unter Ausschlu� aller (foto-)mechanischen Verfahren hergestellt wurde, greift diese Definition angesichts der Entwicklung moderner drucktechnischer Verfahren nicht mehr. Viele K�nstler integrieren heute fotomechanische Verfahren, verwenden Fotonegative, arbeiten mit Offset-Drucken etc. Eine solch enge Definition w�rde die Arbeiten vieler bedeutender K�nstler wie Leger, Rouault, Baumeister und Vasarely ausschlie�en. Heute g�ltiger ist deshalb die Definition des Begriffs Originalgraphik von Karl Graak: "Bei einer Druckgraphik handelt es sich dann um ein Original, wenn sie die einzig verbindliche Realisierung einer auf die angewandte Technik gerichteten k�nstlerischen Konzeption ist, wenn das Werk also nicht noch einmal in einer anderen Technik existieren kann." Eine Reproduktionsgraphik dagegen wird nach einem k�nstlerisch fertigen Vorbild hergestellt. Sie ist die mechanische �bertragung eines autonomen Kunstwerkes wie etwa eines Gem�ldes oder einer Zeichnung in eine druckgraphische Technik.

Auflage und Abzug

Das einzelne, durch den Druckproze� entstehende Blatt nennt man Abzug, die Gesamtzahl der Abz�ge hei�t die Auflage. Die H�he der Auflage zu bestimmen, ist das Recht des K�nstlers. Blieb fr�her durch die materialbedingte Abnutzung der Druckform (beispielsweise einer Zink- oder Kupferplatte) die H�he der Auflage einer Druckgrafik auf eine geringe Anzahl beschr�nkt, erm�glicht heute die M�glichkeiten der Verst�hlung der Druckplatte auch eine sehr hohe Auflage. Die Limitierung der Auflage durch den K�nstler, die er eigenh�ndig auf dem Blatt, nicht auf der Platte vermerkt, ist letztlich auch eine Wertfeststellung. Je niedriger die Auflage ist, desto wertvoller ist der Abzug. Ein Qualit�tsmerkmal ist eine niedrige Abzugsnummer bei einer modernen Grafik nur bei einer unverst�hlten Kaltnadelradierung, weil hier jeder folgende Druck eine gr��ere Plattenabnutzung hervorruft.

Unterschrift und Nummerierung

Die handgeschriebene Unterschrift unter einem Werk des betreffenden K�nstlers verb�rgt, da� es sich um eine Original-Druckgrafik handelt, bei der die Druckform vom K�nstler selbst geschaffen wurde und lặng Handdruckverfahren und in limitierter Auflage von ihm oder einem Drucker abgezogen wurde. Die Auflage wird der Druckfolge nach durchnummeriert. Eine Druckgrafik, die beispielsweise die Kennzeichnung 20/100 tr�gt, ist der 20. Druck einer Auflage von 100 St�ck.

Eigendruck und Fremddruck

Bei einem Abzug kann es sich um den Eigendruck eines K�nstlers handeln. Es ist jedoch durchaus �blich, dass der K�nstler den Abzug durch einen Drucker, also einen hochqualifizierten Handwerker, vornehmen l��t. Ein Meisterdrucker garantiert f�r h�chste technische Vollendung. H�ufig ist bekannt, welcher Drucker f�r den K�nstler die Abz�ge ausf�hrte:

William Garrett f�r Thomas Bewick

die Lithodrucker Ehrhardt und Sohn, Dresden f�r Otto Dix und Hans Theo Richter

Horst Arloth, Leipzig f�r Heisig und Gerhard Altenbourg

Atelier Clot f�r Toulouse-Lautrec, Mourlot, Lacourier

Atelier Desjobert f�r Picasso und Chagall

Vorzugsst�cke der traditionellen Graphik

Einige Drucke (maximal 10% der Auflage) werden mit "E.A." oder Epreuve d"artiste gekennzeichnet. Dies sind sogenannte K�nstlerdrucke, die au�erhalb der verkauften Auflage vorweg f�r den K�nstler selbst gedruckt werden. Seri�s ist es, wenn ein K�nstler auch diese Serie nummeriert. Dies geschieht zur Unterscheidung von der normalen Nummerierung in r�mischen Ziffern, also etwa "E.A./ IV." �blich ist auch die Bezeichnung "h.c." oder "hors de commerce" (=nicht f�r den Handel). In Gro�britannien werden diese Abz�ge auch mit "artist"s proof" gekennzeichnet.

Probedrucke sind Zustandsdrucke (auch epreuve d"etat), die w�hrend der Arbeit an der Platte entstehen und werden h�ufig mit P/A (Probeabzug) gekennzeichnet. Der Probeabzug setzt eine weitere Ver�nderung der Arbeit voraus. Sie k�nnen besonders aufschlu�reich sein, weil sie Einblick in die Arbeitsweise des K�nstlers geben und weil an ihnen die Entstehung des Werkes verfolgt werden kann. Bei den Radierungen Rembrandts sind 7 bis 9 Zust�nde keine Seltenheit, bei K�the Kollwitz gibt es Abz�ge vom 11. Zustand, bei Picasso kennt man bis zu 30 Zustandsdrucke. Diese Unikate, die oft auch farblich von der sp�teren Auflage abweichen, werden von Sammlern besonders gesch�tzt und sind um so begehrter, je �lter und ber�hmter der K�nstler ist.

Zuschu�abz�ge sind Abz�ge, die zus�tzlich zur Auflage gedruckt werden, um gegebenenfalls einen fehlerhaften Abzug ersetzen zu k�nnen.

Variante. Die Variante gibt es in der farbigen Graphik. So ist bei einer Lithographie in 3 Farben der Druck von einer weiteren, vierten Farbe eine Variante. Die Farbholzschnitte von Ernst Ludwig Kirchner beispielsweise existieren in zahlreichen Varianten. Varianten werden (wie auch die Zustandsdrucke) in den Werkverzeichnissen nachgewiesen.

Remarque-Drucke. Zuweilen machen K�nstler am Rande eines Steines oder einer Radierplatte ein Zeichen oder eine Skizze f�r die �tzprobe, um die Wirkung der �tzfl�ssigkeit kontrollieren zu k�nnen. Die Skizze wird in der Regel vor dem Auflagendruck enfernt. Manchmal bleiben diese Remarques jedoch stehen und erscheinen nicht nur auf den Probedrucken, sondern auf allen Abz�gen. Diese Abz�ge nennt man dann Remarque-Drucke.

Vorzugsdruck werden Drucke auf besonders ausgew�hltem Papier genannt, die f�r die normale Auflage nicht verwendet worden ist. Yên ổn allgemeinen sind sie r�misch nummeriert.

Werkverzeichnis

Werkverzeichnisse enthalten in chronologischer Folge, gegliedert nach Techniken, alle bekannten Arbeiten eines K�nstlers und deren Beschreibung, die h�ufig durch Abbildungen erg�nzt ist. Sie werden in aller Regel nur f�r sehr bedeutende K�nstler erstellt. Werkverzeuchnisse kann man in gro�en Bibliotheken oder in sogenannten Kupferstichkabinetten einsehen.

Grafik in technischen Disziplinen und der Medientechnik

In den technischen Disziplinen und der Medientechnik steht der Begriff Grafik f�r Abbildungen (teilweise auch Skizzen), die auf geometrische Grundformen reduziert werden k�nnen. Typische Beipiele hierf�r sind Strich- und Linienabbildungen (Firmenlogos, manche Icons). Als Bilder bezeichnet man dagegen Abbildungen, die nicht aus geometrischen Grundformen zusammengesetzt sind - vor allem fotorealistische Abbildungen.

Im Zusammenhang mit Datenformaten werden Bilder und Grafiken oft zusammengefasst unter dem Begriff Grafikformate. Bei den Grafikformaten kann unterschieden werden zwischen Vektorgrafik und Rastergrafik. F�r Rastergrafiken wird auch die aus dem englischen entlehnte Bezeichnung Bitmap verwendet.

Grafische Berufe

Zu den grafischen Berufen z�hlen

Formschneider

Kupferstecher

Drucker

Grafiker

Querverweise

Siehe auch: Format, Fotografie, Geometrie, Kunst

Literatur

Walter Koschatzky: Die Kunst der Graphik. 13. Auflage. Dtv - Deutscher Taschenbuch Verlag, M�nchen 1975 ISBN 3423307420

Lothar Lang: Der Graphiksammler, Berlin 1979

Rene Hirner (Hsg.): Vom Holzschnitt zum mạng internet - Die Kunst und die Geschichte der Bildmedien von 1450 bis heute, Cantz Verlag 1997

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Grafik auf der freien Enzyklop�die Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz f�r freie Dokumentation.

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