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Eine Lastschrift nennt man auch Bankeinzug. Mit einem Lastschriftmandat erteilen Schuldner:innen einer anderen Person oder einem Unternehmen die Erlaubnis, einmalig bzw. Regelmäßig das Konto mit einem vorab vereinbarten Betrag zu belasten. Dies ist beispielsweise bei wiederkehrenden, regelmäßigen Rechnungen wie Strom, Miete oder Telekommunikation oft der Fall. Die Empfänger:innen nennt man auch Gläubiger:innen. Wird das SEPA-Mandat für 36 Monate nicht genutzt, erlischt die Befugnis.

Seit 2009 gibt es nur noch die SEPA-Lastschrift (Single Euro Payments Area), deren Regelung lặng gesamten Europäischen Zahlungsraum anerkannt ist.


Was ändert sich mit der SEPA-Lastschrift?

Die SEPA-Lastschrift löst europaweit die Einzugsermächtigung sowie den Abbuchungsauftrag ab, welche als zu unsicher galten. Zudem soll dadurch der europäische Zahlungsverkehr einheitlich ablaufen, damit bargeldloses Bezahlen über die Ländergrenzen hinaus einfacher wird. Damit kann jeder in über 33 Ländern von dieser Zahlungsmöglichkeit dank der Einführung der BIC sowie der IBAN profitieren.

Außerhalb des Europäischen Zahlungsraums hingegen gelten andere Regeln. So existieren beispielsweise keine SEPA-Lastschriftmandate in den USA.

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Ablauf einer SEPA-Lastschrift

Info

Weitere einheitliche Regelungen für den europäischen Zahlungsverkehr seit 2009


IBAN: Besteht aus dem Länderkennzeichen sowie einer zweistelligen Prüfziffer + Bankleitzahl sowie Kontonummer. Sie können diese mit unserem IBAN-Rechner ganz einfach selbst ermitteln.

BIC: Europaweiter standardisierter Bank-Code.


So funktioniert das SEPA-Lastschrift-Verfahren

Damit jemand einmalig oder wiederkehrend das Konto eines anderen mit einem bestimmten Betrag belasten darf, ist ein Lastschriftmandat nötig. In diesem werden alle Bedingungen geklärt, die für den Einzug einer Lastschrift von Bedeutung sind. Zusätzlich sind die Gläubiger:innen verpflichtet, vor der Abbuchung die Belastung des Kontos schriftlich anzukündigen.

Als Zahlungsempfänger:in geht der Zahlungsvorgang von Ihnen aus. Sie müssen dafür Ihrem Zahlungsdienstleister die SEPA-Lastschrift vorlegen. Diese gibt sie wiederum der bank der Schuldner:innen weiter, welche zum Fälligkeitsdatum das Konto mit dem vereinbarten Betrag belastet.



info

Kann ich die Lastschrift zurückbuchen lassen?


Ja! Wenn ein Girokonto belastet wurde, dürfen Schuldner:innen von ihrem Kreditinstitut innerhalb von acht Wochen den Betrag der Lastschrift ohne zusätzliche Kosten zurückholen lassen. Gibt es kein gültiges Mandat, muss die bank das Geld der SEPA-Lastschrift sogar noch nach 13 Monaten zurückgeben.

Vorsicht! Eine Rücklastschrift kann auch automatisch erfolgen, wenn zum Beispiel das Konto der Zahlenden nicht genug Guthaben aufweist oder Daten fehlerhaft sind.


Was ist das SEPA-Mandat?

Um das Lastschriftverfahren durchführen zu dürfen, brauchen die Gläubiger:innen die Erlaubnis der Schuldner:innen. Dieses wird durch das SEPA-Lastschriftmandat erteilt.

Das Lastschriftmandat enthält:

Name und biểu tượng logo der Gläubiger:innenGläubiger:innen-IdentifikationsnummerRechnungs- bzw. Kundenummer als MandatsreferenzAngaben sowie Erlaubnis des ZahlungspflichtigenBetrag, der vom Konto eingezogen wirdAnweisung, SEPA-Lastschrift einzulösenZahlungsart: Einmalig oder wiederkehrendOrtDatumUnterschrift der Schuldner:innen

Wofür gibt es die Vorabinformation?

Als formlose Ankündigung müssen Gläubiger:innen den Schuldner:innen vorab einmalig eine Information über die bevorstehende Erstlastschrift geben. Darin geben sie folgende Punkte an:

Zeitpunkt der KontobelastungBetrag

Das dient dazu, dass die Schuldner:innen sich auf die Abbuchung vorbereiten können, um das Konto ausreichend zu decken. Allerdings gilt diese Ankündigung nicht für jede einzelne Abbuchung, die bei einer Folgelastschrift wiederkehrt.

Je nach Vertrag muss diese Ankündigung spätestens einen Tag vor der Abbuchung eingehen, normalerweise endet die Frist aber 14 Tage vor der Fälligkeit.

Wo kann ich ein SEPA-Lastschriftmandat erteilen?

Die Lastschrift gehört zu einer der beliebtesten Zahlungsmöglichkeiten in Deutschland. Die bargeldlose Bezahlung auf diesem Weg ist besonders für Verbraucher:innen sehr einfach, da Verkäufer:innen bei der SEPA-Lastschrift die Zahlung bei der ngân hàng einreichen yên Gegensatz zu einer Überweisung.

Die Zahlung per Lastschrift tritt am häufigsten in folgenden Situationen auf:

Im Einzelhandel mithilfe einer DebitkarteIm Online-HandelBei VersicherungsverträgenBei Handy- oder TelefonanbieternBei Auto-DarlehenBei Produktkäufen auf Raten wie bei Möbeln oder Elektrogeräten

Dabei gibt es die Möglichkeit, ein papiergebundenes Mandat mit der Unterschrift der Zahlungspflichtigen zu erstellen. So ein SEPA-Lastschriftmandat gibt es beispielsweise bei Behörden wie dem Finanzamt.

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Daneben gibt es auch ein elektronisches Lastschriftmandat. Bei Streitfragen zählt dieses allerdings nur als hieb- und stichfest, wenn es bei dem digitalen SEPA-Lastschrift-Formular eine sichere Unterschrift gibt. Das ist bei vielen Online-Käufen nicht der Fall. Für Verbraucher:innen ist es hier sehr einfach, der Lastschrift eines Händlers zu widersprechen.