Führungspositionen, Führungskräfte, Führungsstile – diese Begriffe begegnen einem in Unternehmen überall. Da ist die Rede von guter und schlechter Führung, vor allem aber von Führungsverantwortung und davon, ob eine Person denn überhaupt Führungsqualitäten hat. Vielleicht sind Sie selbst in einer solchen Position oder zumindest jemandem unterstellt, der mit dieser Aufgabe betraut ist. Zumal Führungskräfte selbst auch geführt werden. So oder so, Diskussionen behandeln meistens, wie man seine Führung ständig weiter verbessern kann. Dafür sollte man sich jedoch erst einmal yên Klaren darüber sein, wie Führung überhaupt definiert ist. Dabei geht es nicht nur um die Grundlagen des einstigen Studiums der Betriebswirtschaftslehre, sondern vielmehr um ein modernes und praxisnahes Verständnis. Was versteht man also unter dem Begriff Führung?

Definition von Führung

Institutionell ist Führung ein Teil des Managements, fällt aber nicht zwingend mit den klassischen Managementaufgaben zusammen. Führung verlangt im Wesentlichen, Menschen direkt und indirekt so zu führen, also Ihr Verhalten in der Weise zu beeinflussen, dass vorher festgelegte gemeinsame oder eigene Ziele erreicht werden. Dazu gehört, Anweisungen zu erteilen, aber eben auch selbst Vorbild zu sein. Je nach Machtgrundlage, Wirkungen im Sinne der Verhaltensbeeinflussung oder Instrumenten wie zum Beispiel Vorbildverhalten kann Führung völlig unterschiedlich aussehen.

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Direkte und indirekte Führung

Führung wird als direkt bezeichnet, wenn eine Führungskraft selbst durch ein bestimmtes Instrument auf einen Mitarbeiter oder eine Gruppe einwirkt. Feedback ist ein gutes Beispiel für direkte Führung, da sowohl Lob als auch Kritik unmittelbar zwischen Führungskraft und Mitarbeiter stattfinden. Indirekte Instrumente helfen Führungskräften, einen Einfluss auf das Verhalten ihrer Mitarbeiter einzuwirken, ohne es selbst ad hoc zu tun. Arbeitsanweisungen oder Stellenbeschreibungen sind die besten Beispiele für indirekte Führungsinstrumente. Die zielorientierte Einflussnahme erfolgt anstelle in einer bestimmten Situation zeit- und personenunabhängig, indem das Handeln der Mitarbeiter durch allgemeingültige Anweisungen gelenkt wird. Meistens erfolgt die Anweisung schriftlich und offen zugänglich in size von Aushängen oder E-Mails an einen Verteiler.

Die Führungskompetenz

Führungskompetenz bedeutet, mit Hilfe Ihrer Persönlichkeit und Ihrer Fähigkeiten das Verhalten von Menschen zielgerichtet beeinflussen zu können. Je nach den individuellen Gegebenheiten und den Bedürfnissen der Geführten ist ein Führungsstil zu wählen, der am besten dafür geeignet ist, die Ziele einer Unternehmung zu erreichen. Neben den klassischen Stilen findet man in der modernen Arbeitswelt auch neue Stile und vor allem Kombinationen mehrerer Stile, das die Anforderungen natürlich sehr individuell sind. Sind die Ziele gesetzt und stehen Stil und Strategie, kann die Führung beginnen. Dabei ist sie ein Prozess, der sich auch ständig ändern kann – und muss, um voranzukommen. Mit Hilfe der Ergebniskontrolle kann am Ende auch die Qualität der Führung bewertet werden. Das ist umso leichter, je präziser die Ziele in Zahlen oder messbaren Werten formuliert werden.


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