Artikel 1 ist ein sehr wichtiges Grundrecht. Hiergeht es darum, dass wir jeden Menschen achten und anerkennen.

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Illustration: Grundrechtefibel, LpB BW & Herder 2019 / Entwurf Poli u. Tik: Helga Ritter, Umsetzung: Tamara Dubinin..
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Illustration: Grundrechtefibel, LpB BW & Herder 2019 / Entwurf Poli u. Tik: Helga Ritter, Umsetzung: Tamara Dubinin.

Jeder Mensch lebt mit anderen zusammen oder allein, hat Interessen und Ziele, Begabungen, Gefühle, Freuden und Sorgen. Jeder hat Eigenschaften und Fähigkeiten, die ihn zu einer unverwechselbaren Person machen. Jede Person ist einmalig und wertvoll, ob sie klein oder groß, alternative text oder jung, arm oder reich, krank oder gesund ist, ob sie viele Freundinnen und Freunde hat oder keine. Sie hat eine Würde als Person, als einmaliger Mensch. Jede Person muss in ihrer Würde von allen anderen Menschen geachtet werden.

Das Grundgesetz schreibt vor, dass die Würde des Menschen unantastbar ist. Das bedeutet, dass niemand die Würde eines anderen verletzen darf. Mit verletzen ist nicht nur schlagen, schubsen und prügeln gemeint. Verletzen kann man auf vielerlei Weise: jemanden ausgrenzen, verspotten, einem etwas wegnehmen, das ihm viel bedeutet, oder ihn zu etwas zwingen, das er nicht tun will. Die Menschenwürde wird auch durch Lästern oder Nichtbeachtung verletzt. Du kennst bestimmt auch Situationen in deinem Alltag, in denen Schimpfworte benutzt wurden. Auch jemanden zu beleidigen, lächerlich zu machen oder ihm das Gefühl zu geben, weniger wert zu sein als man selbst, bedeutet Missachtung der Würde des anderen.

Der Staat muss die Menschenwürde achten und dafür sorgen, dass das Grundgesetz beachtet wird. Alle anderen Gesetze, die auf das Grundgesetz aufbauen, müssen sich an diesen ersten Artikel des Grundgesetzes halten. Auch Menschen, die behindert sind, müssen würdevoll behandelt werden. Auch sie brauchen den Schutz der Gemeinschaft. Weder der Staat noch andere Menschen dürfen die Würde eines anderen verletzen.


Die Würde des Menschen ist unantastbar. Das müssen alle berücksichtigen.Wenn ihr in eurem Alltag beobachtet, dass jemand in seiner Menschenwürde verletzt wird, könnt auch ihr etwas dagegen tun. Mischt euch ein, wenn andere verspottet oder gehänselt werden.

Mutige könnten allerdings manchmal auch Ärger bekommen, wenn sie sich einmischen. Deshalb ist es wichtig, genau zu überlegen, was ihr tut, bevor ihr in eine Gefahrensituation kommt. Wenn zum Beispiel in der Straßenbahn zwischen größeren Jugendlichen eine Rauferei entsteht, ist es besser, ihr ruft Erwachsene zu Hilfe. In manchen Städten gibt es besondere Kinderschutzprojekte, die vom Kinderschutzbund,den Landratsämtern, von Polizei und lokalen Behörden geschaffen wurden. Bei Not- oder Problemsituationen können sich Kinder an solche Anlaufstellen wenden. Du erkennst die teilnehmenden Geschäfte, Betriebe oder Einrichtungen an einem bestimmten Logo, das von Stadt zu Stadt unterschiedlich ist, zum Beispiel ein Schutzengel, eine Fee oder ein Rettungsanker. Es kommt darauf an, genau abzuwägen, wann du dich einmischen kannst, ohne dich zu gefährden, und wann du so klug und vorsichtig sein solltest, Erwachsene um Hilfe zu bitten.

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Artikel 1 des Grundgesetzes legt fest, dass auch der Staat die Menschenwürde zu schützen hat. Das heißt: Der Staat muss darauf achten, dass niemand, der in seinem Namen handelt, zum Beispiel Lehrerinnen und Lehrer, Richterinnen und Richter sowie Polizistinnen und Polizisten, die Würde eines Menschen verletzt.


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Illustration: Grundrechtefibel, LpB BW & Herder 2019 / Entwurf Poli u. Tik: Helga Ritter, Umsetzung: Tamara Dubinin.