Metformin ist ein orales Antidiabetikum, welches zur Behandlung von Diabetes Typ-2 eingesetzt wird. Wie bei jedem Medikament kann auch Metformin unangenehme Nebenwirkungen hervorrufen.

Diese sind jedoch nur in seltenen Fällen lebensbedrohlich und verschwinden meist nach einigen Tagen wieder.

Dennoch empfehlen wir Ihnen, sich mit potentiellen Nebenwirkungen und den Wechselwirkungen von Metformin auseinander zu setzen, bevor Sie die Einnahme beginnen.

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Nebenwirkungen bei der Behandlung von Diabetes Typ-2

Allgemein gilt Metformin als gut verträglich. Dennoch kann es zu unangenehmen Nebenwirkungen kommen.

Übelkeit bis hin zu Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen gehören zu den wohl häufigsten Nebenwirkungen von Metformin.

Außerdem kann es zu Appetitlosigkeit und Geschmacksveränderungen in size eines metallischen Geschmacks lặng Mund kommen.

Eine sehr seltene, jedoch hochgefährliche Nebenwirkung, die auftreten kann, ist die Übersäuerung des Bluts – eine sogenannte Laktatazidose.

Wird Metformin in übermäßigen Mengen konsumiert, kann der Wirkstoff nicht ausreichend abgebaut werden.

Da er sich nicht natürlich verstoffwechselt, kommt es dann zu einer Anreicherung von Metformin yên Körper. Dies kann zur Entgleisung des Säure-Basen-Haushalts führen und das Blut des Betroffenen übersäuert.

Die Anzeichen für eine Laktatazidose ähneln häufig den oben genannten Nebenwirkungen von Metformin. Es kommt zu Übelkeit und Erbrechen. Kommen jedoch zu diesen Beschwerden noch weitere Magen-Darm-Beschweren, Krämpfe, Muskelschmerzen sowie eine beschleunigte Atmung hinzu, ist eine Laktatazidose wahrscheinlich. Sie sollten dann umgehend einen Arzt aufsuchen.

Wie lange halten die Nebenwirkungen in der Regel an?

Die oben genannten Nebenwirkungen treten oft zu Beginn der Einnahme auf, klingen dann aber innerhalb der ersten Woche wieder ab.

Um unangenehme Nebenwirkungen zu vermeiden, ist es hilfreich Metformin am Anfang gering dosiert zu verabreichen und die Dosis langsam zu steigern.

So kann sich der Körper an den Wirkstoff gewöhnen.

Gibt es Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten?

Wechselwirkungen von Antidiabetika wie Metformin sind ein komplexes Thema. Es gibt zum einen Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Antidiabetika, welche Bestandteil einer Kombinationstherapie und daher auch erwünscht sind.

Zum anderen gibt es Wechselwirkungen zwischen Antidiabetika und anderen Medikamenten, mit welchen wir uns hier beschäftigen wollen.

Es gibt eine Reihe von Medikamenten, die nicht mit der Einnahme von Metformin kombiniert werden sollten.

So muss Metformin im Fall einer Vollnarkose oder einer Spinalanästhesie mindestens zwei Tage vor dem Eingriff abgesetzt werden.

Nach der Vollnarkose kann die Einnahme von Metformin wieder aufgenommen werden, jedoch muss vorher die Nierenfunktion überprüft werden.

Auch vor Röntgenuntersuchungen mit jodhaltigen Kontrastmitteln muss Metformin mindestens 48h vorher abgesetzt werden.

Denn durch die jodhaltigen Kontrastmittel kann es zu einer Akkumulation von Metformin und damit zu einer Niereninsuffizient kommen.

Weitere 48h nach Ende der Untersuchung kann die Einnahme nach einer Überprüfung der Nierenfunktion fortgesetzt werden.

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Ebenfalls Vorsicht geboten ist bei der Einnahme von Diuretika, insbesondere bei Schleifendiuretika.

Die blutdrucksenkenden Mittel können in Kombination mit Metformin die Gefahr einer Lactatazidose (Übersäuerung des Blutes) erhöhen und dürfen deshalb nicht gleichzeitig eingenommen werden.


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Quellenhttps://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-472006/orale-antidiabetika-richtig-einnehmen/https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Metforminhttps://www.gesundheit.de/medizin/wirkstoffe/sonstige-wirkstoffe/metformin https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Metformin_21943#Nebenwirkungenhttps://www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de/aktuelles/nachrichten/nachrichten-aus-der-diabetesforschung/news/article/metformin-auch-bei-nierenschwaeche-einsetzbar//index.htmlhttps://www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de/therapie/orale-antidiabetika/index.html