Nur Mut! Wer traut sich? Wer besitzt so viel Courage? Ein altes Wort, das für mehr steht als Mut. Solche Menschen sind nicht nur bereit, Risiken einzugehen, Opfer zu bringen – sie sind dazu entschlossen. Die vielbeschworene und bewunderte Charaktereigenschaft, die uns befähigt, Gefahren und Ängste zu überwinden, ist allerdings selten. Zwar klingt der Appell für mehr Mut und Entschlossenheit gut, nach hochgekrempelten Ärmeln, nach Visionen und nach Aufbruch. Doch erfordert die Umsetzung auch Eigenständigkeit im Denken, Bewusstsein für Werte und emotionale Reife und Stärke. Wie aber lässt sich mehr Mut gewinnen?


Autor: Jochen MaiAktualisiert: 17.06.2021Bewertung: 4,97· 7781 Stimmen
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Bedeutung: Wie definieren Psychologie und Philosophie Mut?

Mut ist die Eigenschaft eines Menschen, der Ängste überwindet, sich etwas traut und trotz Widerständen, Unsicherheiten und Gefahren handelt. Ursprünglich stammt der Begriff „Mut“ vom indogermanischen „mo“ (germanisch moda) ab, was so viel bedeutet wie „sich mühen“, „starken Willens sein“, „heftig nach etwas streben“. Im Hochmittelalter wurde der Mut in epischen Dichtungen und lặng Minnesang als Edelmut und Tugend gefeiert, die vor allem Ritter kennzeichnete. Sie waren „ohne Furcht und Tadel“.

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Dabei ist es ein Irrglaube, dass Mutige angstfrei sind. Sie kennen Furcht und akute Angstgefühle – Mut und Angst schließen sich keinesfalls aus. Courage aber hilft, die Angst und das Zaudern hinter sich zu lassen, Furchtlosigkeit zu zeigen und so Handlungsfreiheit (wieder) zu gewinnen. Oder wie Francois Mitterand es einmal formuliert hat:

Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern diese Angst zu überwinden.

Vielmehr ist das Gegenteil von Mut Feigheit: Die übertriebene Angst und der Mangel an Zuversicht. Der griechische Philosoph Aristoteles drückte es so aus:

Der Feige hofft also zu wenig, weil er vor allem zurückschreckt.

Verschiedene Arten von Mut

Wer etwas bewegen, über sich hinauswachsen und aufsteigen will, muss mutig handeln. Mut heißt auch, sich seines Könnens und seiner eigenen Kräfte bewusst zu sein. In der Psychologie beschreibt Mut die Fähigkeit, eine Situation zu meistern, obwohl eine potenzielle Gefahr besteht. Nicht unbedingt für Leib und Leben, aber eine Situation mit Unwägbarkeiten, in der eine Person unsicher ist.

Der Psychologe und Pädagoge Siegbert A. Warwitz fand dazu einen schönen Vergleich, indem er dem Bremsfaktor Angst den Antriebsfaktor Mut gegenüberstellte. Mut kann sich aus unterschiedlichsten Emotionen speisen. So kann Neugier eine Triebfeder sein, ebenso aber auch Empörung – beispielsweise angesichts von ungerechtem Verhalten.

Somit gibt es gleich mehrere Arten von Wagemut oder Beherztheit, wie Mut synonym auch genannt wird:

Den Mut zur WahrheitDen Mut zur Transparenz

Überdies gibt es noch den Großmut, Sanftmut, Langmut, Hochmut, Schwermut, Freimut, Wankelmut, Übermut oder Kampfesmut – und natürlich die Zivilcourage…


Wozu brauchen wir Mut?

„Am Mute hängt der Erfolg“, erkannte schon Theodor Fontane. Erst Courage ermöglicht Integrität, Aufrichtigkeit, Kreativität und Vertrauen. Ohne Mut gäbe es keine eigene Meinung, keine unkonventionellen Entscheidungen, kein Ausbrechen aus der Routine, keinen Pioniergeist, kein Wachstum.

Mut ist der Motor allen Wirtschaftens. Und lặng Joballtag nicht wegzudenken:

Mutig zu führen kann heißen, aufzustehen und die Wahrheit zu sagen, wenn es nötig ist.Es heißt aber auch, die Wahrheit zu ertragen, wenn es unangenehm wird und , eigene Fehler einzugestehen.Es kann bedeuten, seinen Mitarbeitern Verantwortung anzuvertrauen.Oder aber einen Schlussstrich zu ziehen, wenn es an der Zeit ist und dabei vielleicht sogar für seine eigene Überzeugung einzutreten – ohne Rücksicht auf die Karriere.

„Wie kann man bloß so mutig sein?“, fragen sich manche. Zugleich ist es eine Binsenweisheit, dass zum Beispiel managen nichts anderes bedeutet, als Entscheidungen zu treffen, deren Ausgang ungewiss ist, weil in unserer komplexen Welt zu viele Variablen nahezu jedes Kalkül auf eine Wette reduzieren. Der Mutige entscheidet trotzdem. Jedoch keinesfalls blind, vielmehr ist sein entscheidender Wesenszug, diese Risiken „sehend zu überwinden“, schrieb Jean Paul.

Courage ist die Kombination aus Verstand, Wissen und Optimismus: Mutig ist, wer sich des Risikos bewusst wird, reflektiert und kalkuliert – danach aber auch konsequent handelt. Dummerweise ist Mut aber oft wie ein Luxusgut: Jeder bewundert ihn, aber kaum einer mag ihn sich leisten.


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Tipps für mehr Mut

Zum Abschluss wollen wir Ihnen natürlich noch einige Tipps an die Hand geben, mit denen Sie mehr Mut entwickeln können. Neben der richtigen Einstellung und Denkweise können Ihnen diese Schritte helfen, um Mut zu gewinnen:

Unabhängiger werden

Ohne die Angst, aus dem Rahmen zu fallen, wäre die Existenz einer soziale Gruppe wohl nicht denkbar. Wir wollen uns zugehörig fühlen – und damit auch von anderen akzeptiert. Die Kehrseite der Medaille ist: Wir machen uns von der Meinung anderer abhängig. Nimmt diese Abhängigkeit überhand, blockiert sie unseren Mut. Jede Entscheidung, jedes Handeln wird zuerst durch eine Art sozialen Filter geleitet: Wie werden die anderen dann von mir denken? Wahr ist aber: Sie können es ohnehin nie allen Recht machen. Um mutiger zu werden, müssen Sie lernen und akzeptieren, dass es immer Menschen gibt, die Sie verärgern und die sich eventuell von Ihnen abwenden.

Unterstützung holen

Reden hilft. Sind Sie sich der Risiken und Folgen bewusst, haben aber immer noch keinen Mut, den ersten Schritt zu wagen, sprechen Sie mit jemandem darüber. Erklären Sie Ihre Beweggründe, sprechen Sie Ihre Pro- und Contra-Argumente laut aus. Auch wenn die Gefahr besteht, dass der Gesprächspartner nicht derselben Meinung ist – das Aussprechen Ihrer Motivation macht diese lebendig. Und Sie selbst mutiger.

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