Die Nase läuft, juckt oder ist komplett verstopft – die typischen Symptome eines Schnupfens (Rhinitis) sind jedem bekannt. Vor allem in der kalten Jahreszeit mehren sich die Krankheitsfälle. Wie entsteht Schnupfen, wie lang dauert er und was hilft dagegen? Hier findest Du alle Antworten auf Deine Fragen.

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Zusammengefasst:

Bei einem Schnupfen ist die Nasenschleimhaut entzündet.Häufige Ursache ist eine Infektion mit Erkältungsviren.Ansteckung: Viren werden über Tröpfcheninfektion und Schmierinfektion übertragen.Ein Schnupfen dauert ca. Eine Woche.Er gilt als Symptom der Sinusitis.Bei Kindern kann der Schnupfen sehr häufig im Jahr vorkommen.Wann zum Arzt? Wenn sich die Symptome nach einer Woche nicht gebessert haben oder schlimmer geworden sind.Die Behandlung erfolgt mit schleimlösenden Medikamenten, Hausmitteln und Ruhe.

Was ist Schnupfen?

Schnupfen, auch als Rhinits bezeichnet, ist definiert als eine Entzündung der Nasenschleimhaut. Dadurch wird sie wund und sondert vermehrt zähen Schleim ab. Zudem schwillt sie an. Die Folg: eine verstopfte oder laufende Nase. Schnupfen ist ein typisches Symptom einer Erkältung (grippaler Infekt) und wird in den meisten Fällen von Viren ausgelöst – es sind über 200 der Krankheitserreger bekannt.1 Aufgrund dieser Vielfalt ist es möglich, dass Du immer wieder an einer laufenden Nase leidest.


Schnupfen muss aber nicht immer auf eine Erkältung zurückzuführen sein. Auch Allergien, wie zum Beispiel Heuschnupfen, können zu der Schleimhautentzündung führen.


Akuter Schnupfen entsteht aufgrund einer Infektion

Von einer akuten Rhinitis sprechen Mediziner, wenn die Symptome vorübergehend sind. Als Ursache kommen Erkältungs- oder Grippeviren infrage. In der Regel ist ein akuter Schnupfen nach ein bis zwei Wochen wieder vorbei, maximal weist er eine Dauer von 12 Wochen auf.3 Anders sieht es beim chronischen Schnupfen aus: Hier gehen die Symptome gar nicht mehr weg.


Wusstest du schon?

Häufig ist nicht nur die Nasenschleimhaut von der Entzündung betroffen, sondern auch die der Nasennebenhöhlen. Mediziner sprechen dann von einer Rhinosinusitis; der Begriff ist zusammengesetzt aus den Bezeichnungen Rhinitis (Schnupfen) und Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung).


Chronischer Schnupfen hat meist andere Ursachen

Dauert ein Schnupfen länger als 12 Wochen an, handelt es sich um die chronische Form.2 Als mögliche Ursachen der chronischen Rhinitis gelten zum Beispiel Allergien, Immundefekte und eine zu häufige Anwendung von Nasensprays. 

Bei der sogenannten vasomotorischen Rhinitis (nicht-allergischer und nicht-infektiöser chronischer Schnupfen) sind die Schleimhäute ebenfalls entzündet, da sie auf gewisse Einflüsse überreagieren. Wie diese khung des Schnupfens entsteht, ist bisher nicht bekannt. Sie tritt vor allem bei älteren Menschen auf, häufige Temperaturwechsel, Alkohol und găng tay fördern sie. Weitere auslösende Faktoren können eine hohe Ozonbelastung, Feinstaub, Abgase, Tabakrauch oder andere Reizstoffe sein.


Weitere Auslöser und Ursachen von Schnupfen:

Allergie: Vor allem, wenn der dieser wiederholt in einer bestimmten Jahreszeit auftritt, muss an die allergische form (allergische Rhinitis) gedacht werden. Eine Überreaktion des Immunsystems auf Pflanzenpollen führt zu einem oft wässrigen Schnupfen, zusammen mit tränenden Augen und Halskratzen. Bei Allergien gegen Hausstaubmilben oder Schimmelpilze können die Symptome auch ganzjährig auftreten.Infektionen durch andere Erreger: Schnupfen kann ebenfalls ein Symptom für Krankheiten wie Masern oder Windpocken sein. Auch bakterielle Erkrankungen, zum Beispiel Scharlach oder Keuchhusten, können mit einer laufenden Nase einhergehen.Reizstoffe: Das Einatmen bestimmter Stoffe reizt die Nasenschleimhaut so sehr, dass manche Menschen mit einer verschnupften Nase darauf reagieren. Beispiele dafür sind die Ausdünstungen von Lösungsmitteln, Lacken oder Metallen, aber auch Zigarettenrauch oder Feinstaub. Anatomische Veränderungen der Nase und ihrer Nebenhöhlen: Wenn Polypen, das sind gutartige Auswüchse der Nasenschleimhaut, oder eine gekrümmte Nasenscheidewand vorliegen, kann das sowohl zu einem akuten als auch zu einem chronischen Schnupfen führen. Der Grund: Die Nasengänge sind schlecht belüftet, weshalb sich Krankheitserreger besonders gut einnisten können.Fremdkörper: Manche Kinder schieben sich unbemerkt einen Gegenstand in die Nase. Wenn dieser dann hochgedrückt wird, steckt er nicht selten fest. Daraus entwickelt sich mitunter ein schnupfenähnlicher, meist einseitiger Ausfluss, der auch eitrig sein kann. Das Objekt muss von einem Arzt entfernt werden.Hormone: Hormonelle Umstellungen aufgrund der Wechseljahre, einer Schwangerschaft oder einer Stoffwechselerkrankung wirken sich oftmals auch auf die Schleimhäute aus. Diese können gereizt reagieren, was sich in size von Schnupfen äußert.Medikamente: Nimmst Du regelmäßig Medikamente ein, kann als Nebenwirkung Schnupfen entstehen. Mittel wie Blutdrucksenker, die Pille, Schmerzmittel oder Antidepressiva sind mögliche Auslöser. Auch der Übergebrauch von abschwellenden Nasensprays kann sich in einer verstopfen Nase äußern.

Wusstest du schon?

Bei etwa 90 Prozent aller grippalen Infekte ist Schnupfen (Rhinitis) ein typischer Begleiter. Er erwischt uns circa zwei- bis viermal yên ổn Jahr und macht uns in der Folge schlapp und müde.3 Ist die Nase zu, müssen wir zudem mühsam durch den Mund atmen, was Halsentzündungen begünstigen kann.


Ansteckung mit Schnupfen: Wie werden Viren übertragen?

Erkältungsviren gelangen auf zwei Wegen in unsere Nase:

Tröpfcheninfektion: Erkrankte Personen niesen und husten ständig. Dabei schleudern sie winzige Tröpfchen in die Luft, in denen sich Viren befinden. Atmet jemand in der Nähe die Tröpfchen ein, haben die Erreger ein neues Ziel erreicht.Schmierinfektion: Beim Naseputzen gelangen die Viren auch auf die Hände. Mit einem Händedruck zur Begrüßung oder beim Festhalten im Bus können sie weiter auf die nächste Hand wandern. Unbewusste Berührungen yên ổn Gesicht transportieren die Viren dann direkt an ihre Eingangspforte in den Körper.

 Die Erkältungsviren heißen meist Rhino-, Adeno- oder Coronaviren. Sie dringen in die Nasenschleimhaut der Atemwege ein und verursachen dort eine Entzündung. Das Immunsystem reagiert sofort, indem es eine Vielzahl an Abwehrzellen an den Ort des Geschehens schickt. Diese beseitigen die Eindringlinge, was jedoch einige Tage dauern kann. Wir spüren das daran, dass unsere Schleimhaut anschwillt und vermehrt Sekret produziert. Daraus entwickelt sich schnell ein Fließschnupfen.


Schnupfen: Dauer, Verlauf und Symptome

Wenn die Viren erst einmal in den Körper eingedrungen sind, dauert es meist ein paar Tage, bis sich die ersten Schnupfen-Symptome zeigen. Mediziner sprechen von der Inkubationszeit. Bei einer Erkältung kann sich ein Ausbruch bis zu 14 Tage lang hinziehen.

Wie lange dauert ein Schnupfen? Der Volksmund behauptet: Eine Erkältung kommt drei Tage, bleibt drei Tage und geht drei Tage. Das ist auch ungefähr richtig: Meist ist sie nach ein bis zwei Wochen ausgeheilt.


Typischer Verlauf:

In den ersten Tagen bemerkst Du, dass Du häufiger niesen musst. Du fühlst Dich eventuell erschöpft und fröstelst. Dann fängt Deine Nase an zu laufen: Das Sekret ist wässrig und klar (Fließschnupfen).Im weiteren Krankheitsverlauf wird das Sekret zunehmend gelb-grünlich und zähflüssig. Die Nase ist verstopft, sodass Du schlecht Luft bekommst. Auch Dein Riechvermögen ist durch eine Rhinitis eingeschränkt.Zum Ende hin schwellen die Schleimhäute langsam wieder ab. Du kannst wieder besser atmen und das Sekret wird weniger.

Zudem kommt es häufig zu geröteten oder tränenden Augen oder Reizhusten. Auch typische Symptome einer Erkältung wie Kopf- und Gliederschmerzen sowie Müdigkeit sind bei einer verschnupften Nase möglich.


Interessant:

Die Farbe des Sekrets entsteht durch:

- Leukozyten (Abwehrzellen, die die Krankheitserreger bekämpfen)

- Krankheitserreger

- Enzyme sowie

- Zellbestandteile der Haut

Die Mischung der einzelnen Komponenten bestimmt also den Farbton. Einen Hinweis darauf, ob eine bakterielle Infektion vorliegt, liefert ein gelber oder grüner Schnupfen daher nicht – anders als landläufig angenommen.


Oftmals verläuft der Schnupfen harmlos. Daher wird ein solcher Atemwegsinfekt oftmals bagatellisiert. Zu Unrecht – denn er beeinträchtigt das Wohlbefinden durch begleitende Beschwerden wie Kopf- und Gliederschmerzen. Zudem kann er unangenehme Folgen nach sich ziehen: Unter Umständen entwickelt sich daraus sogar eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis).


Schnupfen als Symptom einer Sinusitis


Im Vergleich zum Schnupfen (Rhinitis) sind die Beschwerden bei einer Sinusitis deutlich stärker ausgeprägt. Betroffene erkennen eine Sinusitis an einem teils starken Druckgefühl im Gesicht. Je nachdem, welche Nasennebenhöhle von der Entzündung betroffen ist, können die Schmerzen an unterschiedlicher Stelle auftreten, bei einer Kieferhöhlenentzündung beispielsweise vor allem yên ổn Oberkiefer. Zudem verstärken sich die Schmerzen oft beim Bücken oder Vornüberbeugen. 


Welche Nebenhöhlen gibt es?

Insgesamt gibt es vier Arten von Nasennebenhöhlen: Die Stirnhöhle, die Kieferhöhle, die Siebbeinzellen und die Keilbeinhöhle. Sie sind zum Teil paarweise vorhanden und um die Nase herum angeordnet.


Schnupfen bei Kindern: Die Besonderheiten

Eine Erkältung bei Kindern ist besonders während der Winterzeit keine Seltenheit. Manche Kinder haben fast dauerhaft eine Schniefnase. Kinderärzte ordnen bis zu zehn Infektionen im Jahr als normal ein.4 da das Immunsystem der Kleinen die Viren noch nicht kennt, stecken sie sich deutlich leichter an. Zudem sind ihre Nasengänge besonders fein und eng, sodass sich die Erreger gut einnisten können.

Hat Dein Kind oder Baby Schnupfen, beachte folgende Dinge:

Abschwellende Nasensprays, die bei einer verschnupften Nase eine Abhilfe schaffen können, gibt es speziell für Babys unter zwei Jahren und für Kinder zwischen zwei und sechs Jahren. Bitte verwende nicht einfach ein Mittel für Erwachsene, das kann zu schweren Nebenwirkungen führen.5Kleinkinder können noch nicht selbst ihre Nase schnäuzen. Hilf ihnen mit einem Nasenschleimabsauger, damit sie wieder Luft bekommen.Sorge für Ruhe und Entspannung, damit sich Dein Kind erholen kann.Meersalztropfen sind ebenfalls ein geeignetes Mittel gegen Schnupfen. Sie können helfen, die Nase zu befreien.

Wenn Dein Kind jünger als drei Monate ist, fiebert, kaum mehr trinkt oder sich ständig ans Ohr fasst, solltest Du einen Kinderarzt aufsuchen. Er kann feststellen, ob eine Erkältung, eine Mittelohrentzündung oder eine Sinusitis vorliegt, und geeignete Medikamente verschreiben.

 

Woran erkennst Du eine Sinusitis bei Kindern? 


Schnupfen: Wann zum Arzt?

Ein gewöhnlicher Schnupfen ist in der Regel bald überstanden. Ein Arztbesuch ist ratsam, wenn

sich die Symptome eines Schnupfens nach einer Woche nicht bessern oder gar verschlimmern.schlagartig Fieber und Gliederschmerzen auftreten (Verdacht auf Grippe).sich hohes Fieber über 39 Grad Celsius oder Schüttelfrost einstellt.Du erbrichstDein Hals steif wird oder Du starke Kopfschmerzen bekommst.

Manchmal nutzen Bakterien das geschwächte Immunsystem aus und infizieren den Körper zusätzlich. Ärzte sprechen dann von einer Super- oder Sekundärinfektion. Vor allem, wenn Dein Schnupfen nicht weg geht oder die Beschwerden schlimmer werden, könnte das ein Anzeichen dafür sein.

Auch bei der Erkältung in der Schwangerschaft kann Dich ein Schnupfen erwischen. Keine Sorge, Dein Baby merkt davon nichts. Du solltest jedoch vorsichtig mit Medikamenten sein, domain authority viele Erkältungsmittel für Schwangere nicht zugelassen sind. Bei Fragen oder wenn Du die oben genannten Komplikationen bemerkst, wende Dich an Deinen Frauenarzt.


Was hilft gegen Schnupfen? Medikamente und Hausmittel

Wichtig ist, dass Deine Nase schnell wieder frei wird. Denn verstopfte Nasengänge können dazu führen, dass sich die Entzündung auf Deine Nasennebenhöhlen oder die Ohren ausbreitet. Medikamente gegen Schnupfen können Dich hier unterstützen:

Ein Nasenspray mit abschwellender Wirkung kann während der akuten Phase der Rhinitis die Nase befreien, sodass Du besser atmen kannst.Schmerzmittel sind gegen Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen geeignet.
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Weiterhin kannst Du Deinen Schnupfen oder Sinusitis auch mit Hausmitteln behandeln. Viele davon waren schon zu Omas Zeiten beliebt und können gegen Schnupfen helfen. Dazu gehören:

Inhalationen: Richte Dir mit Salz oder ätherischen Ölen ein Dampfbad an. Inhaliere den heißen Dampf, damit sich der zähe Schleim verflüssigt und abfließen kann. Nasendusche: Mit einer Salzlösung kannst Du außerdem Schleim und Krankheitserreger aus Deiner Nase spülen. Dafür gibt es extra Nasenspülkannen in der Apotheke.Luftbefeuchtung: Erhöhe mit Wasserschalen auf der Heizung die Luftfeuchtigkeit yên Raum. Das tut Deinen gereizten Schleimhäuten gut und mildert Deinen Schnupfen. Denke auch daran, regelmäßig frische Luft ins Zimmer zu lassen. 

Dazu solltest Du Dich einige Tage schonen: Ruhe Dich aus, trinke viel und geh früh ins Bett. Nur so hat Dein Immunsystem genug Kraft, die Krankheitserreger abzuwehren. Dann solltest Du Dich schnell wieder besser fühlen.


* Symptome der Sinusitis und Bronchitis 

Quellen:

1 HNO-Ärzte yên ổn Netz: Was ist Schnupfen? URL: https://www.hno-aerzte-im-netz.de/krankheiten/schnupfen/was-ist-schnupfen.html (Stand 04.11.2019).

2 Steffen A: Rhinosinusitis: Viel mehr als ein starker Schnupfen (19.10.2012). Pharmazeutische Zeitung 43 (2012). URL: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-432012/viel-mehr-als-ein-starker-schnupfen/ (Stand 04.11.2019).

3 Schellerer S: Dem Schnupfen ein Schnippchen schlagen (08.09.2003). Pharmazeutische Zeitung. URL: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/inhalt-37-2003/titel-37-2003/ (Stand 04.11.2019).

4 Renz-Polster H.: Gesundheit für Kinder. München: Kösel-Verlag 201. S. 261. 

5 Neubert A: Oxymetazolin und Xylometazolin Gefahr für Säuglinge und Kleinkinder (20.08.2013). Pharmazeutische Zeitung 34 (2013). URL: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-342013/gefahr-fuer-saeuglinge-und-kleinkinder/ (Stand 04.11.2019).

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6 Söllner B.: Effektive pflanzliche Therapie zur Behandlung von Atemwegsinfekten. In: Journal of Pharmacology and Therapy (2018) Nr. 5-6. S. 142-146.