Dr. Rer. Nat. Daniela Oesterle ist Molekularbiologin, Humangenetikerin sowie ausgebildete Medizinredakteurin. Als freie Journalistin schreibt sie Texte zu Gesundheitsthemen für Experten und Laien und redigiert wissenschaftliche Fachbeiträge von Ärzten in deutscher und englischer Sprache. Für ein renommiertes Verlagshaus verantwortet sie die Publikation zertifizierter Fortbildungen für Mediziner.

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Tränende Augen (auch: Tränenträufeln, Epiphora) können – neben Traurigkeit und Freude – viele Ursachen haben. Oft sind es altersbedingte Störungen des Tränenapparats, Allergien, aber paradoxerweise auch zu trockenen Augen, die das Tränenwasser übermäßig fließen lassen. Lesen Sie hier mehr darüber, was tränende Augen auslöst und was Sie dagegen tun können.


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Tränende Augen: Ursachen und mögliche Erkrankungen

An sich ist ein Tränenfilm ein wichtiger Schutzschild für die empfindlichen Augen. Er versorgt das Auge mit Sauerstoff, ist "Gleitmittel" für den Lidschlag, lässt die Luft glatt vorbeifließen, ermöglicht scharfes Sehen und schützt vor mechanischen Fremdkörpern sowie Infektionen. Übermäßig tränen sollten die Augen allerdings nicht. Wenn sie das doch tun, ist das Gleichgewicht zwischen Tränenproduktion und -abtransport gestört.

Dies kann zahlreiche Auslöser haben. Die häufigsten Ursachen für ein tränendes Auge sind altersbedingte Veränderungen, Allergien und – paradoxerweise – zu trockene Augen. Daneben können auch Fremdkörper (z. B. Nach innen gewandte Wimpern) die Augen reizen und tränen lassen, ebenso wie ein nach außen gewendetes Augenlid (Ektropium). Infektionen der Augen, chronische Infektionen der Tränensäcke sowie andere Erkrankungen wie Diabetes mellitus können ebenfalls tränende Augen auslösen. Sie zählen zu den ernstzunehmenden Ursachen, die unbedingt ärztlich abgeklärt werden sollten.

Grundsätzlich lassen sich drei Hauptmechanismen bei der Entstehung tränender Augen unterscheiden:

funktionelle Störung des Tränenabflusses (z.B. Störungen in der Funktion des Lids)anatomische Veränderungen der Tränenwege (z.B. Verstopfung der Tränenwege)

Altersbedingte Ursachen tränender Augen

Die meisten Betroffenen, die den Augenarzt wegen tränender Augen aufsuchen, sind ältere Menschen – insbesondere Frauen. Die altersbedingte Umstellung der hooc môn in den Wechseljahren, aber auch geschlechtsunabhängige Alterserscheinungen können zur funktionellen Störung des Tränenabflusses führen.

Eine komplexe Muskulatur und umliegendes Bindegewebe gewährleisten die Stabilität und Funktion des Augenlids, der Tränendrüse und der Tränenpumpe. Werden die Muskulatur und das Bindegewebe durch hormonelle Veränderungen oder altersbedingt schwächer, lässt sich die Tränenmenge nicht mehr ordentlich regulieren. Die direkte Folge einer gestörten Tränenpumpe oder verstopfter Tränenwege sind tränende Augen.

Typische Erscheinungen und damit Ursache für tränende Augen sind:

eine gestörte LidfunktionVeränderungen der TränendrüseVeränderungen der Tränenpumpeverstopfte Tränenwege

Das trockene Auge

Um einwandfrei sehen zu können, müssen die Augen ausreichend und gleichmäßig mit Tränenflüssigkeit benetzt sein. Diese Flüssigkeitsfilm wird mit jedem Lidschlag erneuert und vom Tränenapparat – Tränendrüsen und Tränenwegen – reguliert. Die Tränendrüsen bilden die Tränenflüssigkeit, der Lidschlag verteilt diese gleichmäßig über die Hornhaut. Anschließend wandert die Flüssigkeit mit Hilfe der Tränenpumpen über Tränenkanäle des Ober- und Unterlids in den Tränensack, von wo aus sie über den Tränen-Nasen-Gang in die Nasenhöhle gelangt.

Indirekt führen ein schlaffer Lidschlag und schlechter funktionierende Tränendrüsen zu weniger Tränenflüssigkeit und damit zunächst zu trockenen Augen. Domain authority der Tränenfilm als natürliches Gleitmittel für den Lidschlag dient, reizen die Lider die trockene Hornhaut des Auges bei jedem Blinzeln. Zudem werden die Augen infektanfälliger, da der gesunde Tränenfilm mit seinen keimtötenden Substanzen fehlt. Auch kleine Partikel bleiben leichter haften und reizen die Augen noch mehr. Die Tränendrüsen produzieren daraufhin sogenannte Reflextränen – tränende Augen sind die Folge.

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Ursachen trockener Augen

Im Folgenden finden Sie die Auslöser trockener Augen und in weiterer Folge tränender Augen lặng Überblick:

alters- und/oder hormonbedingte Abnahme der TränenflüssigkeitUmweltfaktoren (Ozon, Abgase, Heizungsluft, trockene Raumluft)AllergienArzneimittel (zum Beispiel Zytostatika, Betablocker, Antihistaminika, Anti-Baby-Pille)internistische Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Schilddrüsenleiden, entzündlicher RheumatismusSchlaganfall oder anders bedingte Lähmungen der Gesichtsnerven, die einen intakten Lidschlag erschwerenSymptome bei trockenen Augen

Häufige Symptome bei trockenen Augen sind:

Fremdkörpergefühl im Auge, Brennen, KratzenDruckgefühl in den AugenSchmerzenLidschwellungSchleimabsonderung, verklebte LiderBindehautrötungSehstörungBlendung, Lichtscheutränende Augen

Krankheiten mit diesem Symptom

Informieren Sie sich hier zu den Krankheiten, bei denen das Symptom auftreten kann:


Tränende Augen: Das können Sie selbst tun

Tränende Augen sollten Sie in jedem Fall medizinisch untersuchen lassen, um schwerwiegende Grunderkrankungen auszuschließen und mögliche Folgeerkrankungen zu verhindern. Stellt der Augenarzt fest, dass Umweltfaktoren die Ursache für trockene Augen und damit tränende Augen sind, können Sie häufig mit diesen einfachen Tipps selbst die Beschwerden lindern:

Lüften Sie regelmäßig Ihre Räume und achten Sie auf ein nicht zu trockenes Raumklima (evtl. Luftbefeuchter aufstellen).Bewegen Sie sich oft an der frischen Luft.Vermeiden Sie Zugluft, Autogebläse, Klimaanlagen.Verzichten Sie auf das Rauchen bzw. Meiden Sie verrauchte Räume.Trinken Sie ausreichend alkohol- und koffeinfreie Flüssigkeit (Wasser, Mineralwasser, Tee).Achten Sie bei langer Bildschirmarbeit bewusst auf häufiges Blinzeln, um Tränenflüssigkeit immer wieder auf der Oberfläche des Augapfels zu verteilen. Machen Sie auch öfter Arbeitspausen. Eventuell ist auch die Verwendung "künstlicher Tränen" sinnvoll.Schlafen Sie ausreichend – müde Augen sind oft gereizt, jucken oder brennen.Reinigen Sie Ihre Lidränder, vor allem zum Entfernen von Schminke.Als Kontaktlinsenträger sollten Sie auf längere Tragepausen und eine gründliche und regelmäßige Reinigung der Linsen achten. Sprechen Sie gegebenenfalls mit Ihrem Arzt über eine andere Linsenform (harte, weiche Linsen), um tränende Augen als Folge einer Reizung zu vermeiden.