Der faule Apfel und die verwelkten Schnittblumen gehören in die braune Tonne, das ist klar. Was sonst noch alles yên ổn Biomüll entsorgt werden darf, regelt jede Kommune für sich. Doch das Informieren lohnt sich, denn Bioabfall ist eine wertvolle Ressource.

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Bananenschalen, verwelkte Blumen oder eine schimmelige Zucchini: Etwa 58 Kilo Biomüll schmeißt jeder Deutsche im Schnitt pro Jahr in die braune Tonne. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Seit 1985 werden Bioabfälle getrennt eingesammelt. „Das ist wirtschaftlich und aus Umweltgründen sinnvoll”, informiert die Verbraucherzentrale.


Denn die kompostierbaren Abfälle aus Küche und Garten sind wertvolle Rohstoffe, ist auf der Webseite www.aktion-biotonne-deutschland.de nachzulesen. Aus ihnen könne man Kompost, Strom und Energie herstellen. Das funktioniert aber nur, wenn Verbraucher ihren Müll möglichst sorgfältig trennen. Hier lesen Sie Antworten auf Fragen rund um den Bioabfall.

Was gehört in die Biotonne?

Alle pflanzlichen Küchenabfälle und Gartenabfälle darf man laut der Verbraucherzentrale in die Biotonne schmeißen. Es gebe aber Ausnahmen: „Öle, Fette und dicke Hölzer dürfen yên Allgemeinen nicht in die Biotonne.” Für alles Weitere seien die Kommunen zuständig. Sie legen ihre eigenen Abfallsatzungen fest. Einige erlaubten auch Speisefette und Öle oder tierische Lebensmittel, so die Verbraucherzentrale.


Eine Liste, was in die Biotonne darf und was nicht, bietet das Bundesumweltministerium (BMU) auf seiner Webseite. Es bezieht sich dabei auf die Bioabfallverordnung. Demnach dürfen folgende Abfälle über die Biotonne entsorgt werden:

GartenabfälleHeu, StrohTopfpflanzenSchnittblumenBrot- und BackwarenresteEierschalenFischreste und -grätenFleisch- und WurstresteGemüsereste und Gemüseabfälle (auch Salatreste bzw. Salatabfälle)Käsereste, einschließlich NaturrindeKaffee-Filtertüten, KaffeesatzKnochenMilchproduktresteNussschalenObstreste und ObstschalenSpeisereste (roh, gekocht, verdorben)Teebeutel, TeeresteFedernHaareKleintierstreuHolzwolle, Holzspäne, Sägespäne (nur unbehandeltes Holz)

Genauere Informationen bekommen Bürgerinnen und Bürger auf den Webseiten des für ihren Wohnort zuständigen Versorgers. In vielen Kommunen gibt es zudem eine Abfallberatung. Den für den eigenen Wohnort zuständigen Ansprechpartner findet man auch unter www.aktion-biotonne-deutschland.de. Die Aktion ist ein Zusammenschluss unter anderem von Naturschutzbund (Nabu), BMU und Abfallwirtschaftsverbänden.


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Wieso gibt es beim Biomüll so unterschiedliche Regeln?

Den Grund für die kommunal so unterschiedlichen Regeln nennt das BMU: „Welche Bioabfälle auf lokaler Ebene tatsächlich über die Biotonne getrennt gesammelt werden können, hängt insbesondere von den konkreten Verwertungsmöglichkeiten und Behandlungsanlagen ab.”


Heißt: Können die Aufbereitungsanlagen vor Ort beispielsweise tierische Lebensmittel nicht verarbeiten, gehören sie dort auch nicht in die Biotonne. In einer anderen Kommune gibt es dagegen vielleicht ganz andere technische Voraussetzungen.

Muss ich Biomüll extra trennen – kann der nicht einfach in den Restmüll?

Grundsätzlich regelt das Kreislaufwirtschaftsgesetz, dass verschiedene Arten von Müll in Deutschland getrennt gesammelt werden müssen. Aber: „Die Restmülltonne ist für alles offen, domain authority kann ich auch Biomüll reinschmeißen”, erklärt Philip Heldt, Referent für Ressourcenschutz und Wasser bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Die Kommunen würden aber versuchen, Anreize zu schaffen, die Biotonne zu nutzen. Zum Beispiel sei sie oft viel günstiger als die Restmülltonne.

Wer seinen Müll falsch trenne, müsse in der Regel nicht mit einem Bußgeld rechnen. In manchen Kommunen würden Müllwerkerinnen und Müllwerker die Tonnen regelmäßig kontrollieren. Ist Plastik in der Biotonne, lassen sie sie samt Hinweis zur richtigen Trennung stehen. „Die Kommunen haben ein Interesse an möglichst korrekt getrenntem Müll – sonst wird es teuer, wenn die Kompostieranlage den Abfall nicht annimmt”, erklärt Heldt.

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Ob eine Biotonne Pflicht ist, hängt vom eigenen Wohnort ab. „Sowohl die Länder als auch die Kommunen können außerdem einen sogenannten Anschlusszwang beschließen”, schreibt die Verbraucherzentrale auf ihrer Webseite. Die Folge: Bürgerinnen und Bürger müssen die Biotonne annehmen und bezahlen, ob sie sie tatsächlich nutzen oder nicht.