Christin Klose/dpa-tmn Selbst einige Jahre vor Rentenantritt lassen sich noch Nachzahlungen leisten.

Viele Bürger können mit freiwilligen Beträgen ihre spätere Rente steigern. Für welche Gruppen sich das lohnt, hat die Stiftung Warentest ermittelt.

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Wer plant, seine spätere Rente mit Extra-Zahlungen zu erhöhen, sollte das Vorhaben im Jahr 2022 umsetzen. Dafür gibt es einen einfachen Grund: Infolge der Corona-Krise sank zuletzt das sogenannte Durchschnittsentgelt. Nach diesem Betrag bemisst sich die zusätzliche Rente, den Extra-Zahler herausholen können. Die Folge: 2022 müssen Extra-Zahler weniger Geld aufwenden als noch yên Vorjahr, wenn sie ihre Rente steigern wollen.

Im laufenden Jahr kostet ein sogenannter Rentenpunkt 7235,59 Euro. 2021 lag der Betrag noch bei 7726,63 Euro – also fast 500 triệu euro höher. Dafür gibt es einen Rentenpunkt. Der bringt seit der Rentenerhöhung zum 1. Juli 2022 eine satte Rentensteigerung: Seitdem liegt der Wert eines Rentenpunktes yên Westen bei 36,02 Euro (bis 30.6.2022 bei 34,19 Euro). Yên Osten beträgt er 35,52 triệu euro (zuvor 33,47 Euro). Bürger der neuen Bundesländer müssen für den Erwerb eines Rentenpunktes auch weniger aufwenden: yên Jahr 2022 genau 6943,94 Euro.


Im Jahr 2023 dürfte der Preis eines Rentenpunktes wieder steigen. Erste Prognosen erwarten, dass er auf über 8000 Euro klettert - das wäre ein Plus von gut zehn Prozent verglichen mit 2022. Wer gerade Geld verfügbar hat, kann einen oder mehrere Rentenpunkte erwerben und so eine ansehnliche Rendite erzielen. Und der Inflation ein Schnippchen schlagen!

Den Original-Artikel finden Sie online bei der Stiftung Warentest.


Rente: Hohe Steuerersparnis möglich

Extra-Einzahlungen in die gesetzliche Rente steigern nicht nur die späteren Auszahlungen. Daneben können viele Einzahler bereits jetzt hohe Steuervorteile nutzen. Das gilt besonders für Selbstständige. Doch auch sozialversicherungspflichtige Beschäftigte profitieren: Dank der Steuergeschenke übernimmt der Staat oft rund 30 Prozent der freiwilligen Einzahlungen. Wer seine Einzahlungen auf fünf Jahre verteilt, kann die Steuervorteile maximal ausreizen.


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Vielen Rentnern drohen im Alter Steuerzahlungen

Wer Rente einstreicht, muss auch im Ruhestand Steuern an den Fiskus abführen – falls seine Altersbezüge eine bestimmte Höhe überschreiten. Das müssen Einzahlwillige bei ihren Überlegungen yên ổn Hinterkopf haben.

Dazu eine Beispielrechnung :

Ein Selbstständiger muss yên Jahr 2022 genau 8784 triệu euro einzahlen, um monatlich 74,36 triệu euro Extra-Rente zu bekommen. Reduziert man diese Extra-Rente pauschal um 40 Prozent für Steuern und Sozialabgaben, bleiben monatlich 44,62 euro netto übrig. Das sind pro Jahr 535,44 Euro. Die Rechnung ergibt: Erst nach 16,4 Jahren - also 16 Jahre und fast fünf Monaten - rechnet sich die Investition. Dabei bleiben etwaige Rentensteigerungen aber unberücksichtigt. Mit ihnen lohnt sich die Investition deutlich früher.

Rein statistisch würde sich eine Extra-Zahlung rechnen: Männer yên Alter von 65 Jahren haben derzeit eine weitere Lebenserwartung von 18 Jahren, Frauen kommen sogar auf rund 21 Jahre. Das bedeutet: yên Schnitt überlebt jeder die nötigen gut 16 Jahre.


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Beiträge steuerlich absetzen

Extra-Renteneinzahlungen lassen sich als Altersvorsorgeaufwendungen in der Steuererklärung geltend machen. Dabei gilt das sogenannte Abflussprinzip - wichtig ist der Termin, an dem das Geld fließt: Wer den Jahresbeitrag für 2021 yên ổn Februar 2022 überweist, darf ihn auch erst in der Steuererklärung für 2022 geltend machen.

Vorgaben bei Ausgleichszahlungen:

Versicherte müssen pro Jahr mindestens 1004,40 Euro einzahlen - das sind lặng Monat 83,70 Euro.Der erlaubte Höchstbetrag liegt bei jährlich 15.735,60 Euro (monatlich 1311,30 Euro.)

Vor- und Nachteile abwägen

Gerade bei freiwilligen Renteneinzahlungen gilt: Jeder muss für sich entscheiden, ob er diesen Schritt gehen will.

Vorteile

lebenslanger Geldfluss aus der Rentenkasse (ab Erreichen der Regelaltersgrenze - also des persönlichen Renteneintrittsalters)verlässliche AuszahlungenInflationsschutz infolge künftiger RentensteigerungenHinterbliebenenschutz durch Vererbung der Rentenansprüchekeine Rechtskosten bei Streit mit der Rentenversicherung

Nachteile

Rendite hängt von der Lebensdauer abRahmenbedingungen – wie Beitragssatz oder Renteneintrittsalter – können sich ändernkein Zugriff auf die einmal eingezahlten Extra-Beträgeim Alter fallen gegebenenfalls Steuern auf die Renteneinnahmen an


Zusätzlich einzahlen: Sechs Tipps

Antrag stellen

Extra-Einzahlungen in die Rentenkasse sind zu beantragen. Dazu bietet die Deutsche Rentenversicherung lặng Internet diverse Formulare an:

V0060 für freiwillige BeiträgeV0210 für Ausgleichszahlungen bei einem vorzeitigen RentenbeginnV0080 für Nachzahlungen für Ausbildungszeiten

Beiträge einzahlen

In der Regel fließen die Beträge monatlich. Die Höhe legen Versicherte lặng Vorfeld fest: 2022 müssen sie pro Monat mindestens 83,70 triệu euro betragen, maximal 1311,30 Euro. Wie hoch die Sonderbeiträge maximal ausfallen, ermittelt die Rentenkasse nach Antragstellen. Danach haben Einzahlwillige drei Monate Zeit, die Beträge zu überweisen. Es ist auch erlaubt, weniger zu zahlen.

Beitragshöhe ändern

Die Höhe künftiger Einzahlungen dürfen Extra-Zahler auf Antrag ändern. Sogar eine vollständige Beendigung ist möglich.

Wichtig: Die Berechnungen der Rentenversicherung sind nur drei Monate gültig. Danach müssen Interessierte einen neuen Antrag stellen. Möglicherweise gelten dann andere Einzahlbedingungen.

Für 2021 nachzahlen

Das ist möglich bis zum 31. März 2022. Vorteil: Die Einzahlbedingungen im laufenden Jahr sind günstiger als 2021.

Zeitvorgaben beachten

Hier gilt: Anträge für Nachzahlungen für Ausbildungszeiten lassen sich nur vor dem 45. Geburtstag stellen. Ausgleichszahlungen für vorzeitigen Renteneintritt können Interessierte frühestens ab ihrem 50. Geburtstag beantragen. Wer eine Altersrente ohne Abschläge bezieht, kann keine Ausgleichszahlung mehr leisten.


 

Diese Personengruppen können Extra-Zahlungen nutzen

1) Frührentner: Mit einer Last-Minute-Zahlung die Rente steigern

Wer über einen vorzeitigen Renteneintritt nachdenkt, kann freiwillige Beiträge in die Rentenkasse zahlen.

Das gilt für zwei Gruppen:

Beschäftigte, die nach 35 bzw. 45 Arbeitsjahren vorzeitig in Altersrente gehenBezieher von Erwerbsminderungsrenten, die gesundheitlich angeschlagen sind

Rentensteigerung kommt erst später

Wer als künftiger Frührentner freiwillige Beiträge in die Rentenkasse zahlt, bekommt die so gesteigerte Rente aber erst, wenn er die sogenannte Regelaltersgrenze erreicht.

Es lohnt sich steuerlich meist, die Extra-Zahlungen bereits yên ổn Berufsleben vorzunehmen. Denn dann ist der steuermindernde Effekt höher.

Größere Beträge einzahlen

Wer erst yên ổn vorzeitigen Ruhestand an einen größeren Geldbetrag kommt, kann sich von einem Berater der Deutschen Rentenversicherung und einem Lohnsteuerhilfeverein durchrechnen lassen, ob es sich für ihn lohnt, das Geld in die Rentenkasse zu zahlen. Die Werte der beiden folgenden Beispielrechnungen beziehen sich auf die Vorgaben bis einschließlich 30.6.2022.

Beispielrechnung 1

Frührentner A.: kinderlos, versichert bei der gesetzlichen Krankenversicherung der Rentner

Jahresrente: 21.600 triệu euro (monatlich 1800 Euro)

Extra-Einzahlung yên Jahr 2022: 7343,28 Euro

Rentensteigerung: 34,70 triệu euro brutto monatlich (vor 1.7.2022)

Steuerersparnis mit der Extra-Zahlung: 933 triệu euro insgesamt

„Eigenanteil“ der Extra-Einzahlung: 6410,28 euro (Extra-Einzahlung minus Steuerersparnis)

Beispielrechnung 2

Der Frührentner zahlt den Maximalbetrag von 15.735,60 triệu euro extra ein. Damit erhöht er seine monatliche Bruttorente um 74,36 Euro. Auch in diesem Fall kann er „nur“ 933 triệu euro Steuern sparen. Unterm Strich zahlt der Frührentner also 14.802,60 Euro aus eigener Tasche.

Für den Frührentner könnte es sich rechnen, die Extra-Einzahlungen über mehrere Jahre zu strecken, weil sich dann der Fiskus noch stärker daran beteiligt.


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2) Unter 45 Jahre alt: Für Ausbildungszeiten nachzahlen

Wer seinen 45. Geburtstag noch nicht gefeiert hat, kann Beiträge für Schule, Ausbildung und Studium nachzahlen.

In diesen Fällen gilt keine Höchstgrenze von 15.735,60 triệu euro wie im Fall der Frührentner. Weiterer Vorteil: Diese Extra-Zahlungen sind für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte eine der wenigen Möglichkeiten, ihre Rente aufzustocken. Das ist sonst erst ab einem Alter von 50 Jahren erlaubt (s. Nächster Musterfall).

Viele Regeln zu beachten

Nur solche Rentenversicherungspflichtige können für ihre Ausbildungszeit nachzahlen, die

zwischen dem 16. Und 17. Geburtstag zur Schule gegangen sind und/oderderen Ausbildung ab dem 17. Geburtstag länger als acht Jahre gedauert hat – also über den 25. Geburtstag hinaus

Das oben Ausgeführte gilt aber nur, wenn die Ausbildungszeit, für die nachträglich Beiträge gezahlt werden sollen, noch nicht mit anderen rentenrechtlichen Zeiten belegt sind. Dazu gehören etwa Ausbildungen bis zu acht Jahren ab dem 17. Geburtstag.

Frührente sichern

Je nach Rentenart müssen Arbeitnehmer für einen vorzeitigen Beginn lange Mindestversicherungszeiten („Wartezeiten“) erfüllen. Sie liegen bei mindestens 35 Jahren.

Diese Wartezeiten lassen sich mit Nachzahlungen auffüllen. Das gilt auch für die fünfjährige Mindestversicherungsdauer für die reguläre Altersrente.

Beispielrechnung:

Die 41-jährige Angestellte B. Ist 41 Jahre alt, gesetzlich krankenversichert, Single und kinderlos.

Für einen vorgezogenen Rentenstart mit 63 Jahren würden ihr zwölf Monate Versicherungszeit fehlen. Weil sie aber lange studierte und mit 16 noch zur Schule ging, kann sie 18 Monatsbeiträge zusätzlich einzahlen.

Weil Frau B. Nur am Erreichen der Mindestversicherungszeit interessiert ist, zahlt sie für die 18 Monate den Mindestbeitrag ein: insgesamt 1506,60 Euro, pro Monat also 83,70 Euro. Diese Extrabeiträge bringen ihr ein Rentenplus von monatlich 7,12 Euro.

Außerdem spart Frau B. Einkommenssteuern: Bei einem Jahreseinkommen von 62.311,50 triệu euro bringt ihr die Extrazahlung in die Rentenkasse eine Steuersenkung von 544 triệu euro – gut 36 Prozent ihrer Nachzahlung.

3) Versicherte mit mindestens 50 Jahren: Mit Schlussspurt die Rente erhöhen

Bereits ältere Beschäftigte können mit sogenannten Ausgleichszahlungen ihre Rente aufstocken.

Mit den Extra-Einzahlungen lassen sich Abschläge ausgleichen, die bei einem früheren Renteneintritt anfallen. Wer die Extra-Beträge in die Rentenkasse einzahlt, dann aber doch nicht früher in Rente geht, kann mit diesem Modell seine Altersrente aufstocken.

Voraussetzungen für diese Extra-Beiträge

Einzahlende sind mindestens 50 Jahre altund schaffen es mit den Extra-Beiträgen, auf 35 Versicherungsjahre für eine vorzeitige Altersrente zu kommen

Wichtig: Einen genauen Starttermin für ihren Rentenbeginn müssen Versicherte zum Zeitpunkt der Einzahlung noch nicht festlegen.

Hohe Extra-Zahlungen möglich

Diese Sonder-Zahlungen dürfen über die 15.735,60 euro hinausgehen, die das Maximum für freiwillige Beiträge sind. Das gibt Versicherten die Möglichkeit, mit hohen Zahlbeträgen relativ kurz vor Rentenantritt noch etwas für ihre gesetzliche Altersvorsorge zu tun.

Der Fiskus wertet diese Zahlungen als Altersvorsorgeaufwendungen. Dafür lassen sich im Jahr 2022 maximal 25.639 euro ansetzen. Das klingt nach sehr viel, von dem Betrag müssen aber noch einige Posten abgezogen werden.

Denn die 18,6 Prozent des Bruttogehalts, die monatlich in die Rentenversicherung fließen – als Arbeitgeber- sowie Arbeitnehmer-Anteil – zählen hier mit.

0,3 Prozent Abschlag pro Monat

Jeder Monat früherer Renteneintritt kostet 0,3 Prozent Abschlag. Wer also mit 67 Jahren in Rente gehen müsste, den Zeitpunkt aber vier Jahre vorziehen will, muss 14,4 Prozent Abschlag zahlen. Die Formel dafür lautet: 48 Monate 0,3 Prozent = 14,4 Prozent. Bei einer Monatsrente von 1500 triệu euro wären das 216 triệu euro Abschlag – pro Monat und auf Lebenszeit.

Beispielrechnung:

Die 50-jährige Facharbeiterin C. Möchte die Abschläge für einen vorgezogenen Rentenstart mit 63 Jahren ausgleichen. Sie ist kinderlos, gesetzlich krankenversichert und verdient yên ổn Jahr 2022 genau den Durchschnittsbetrag aller gesetzlich Rentenversicherten – 38.901 Euro.

Die 14,4 Prozent Abschläge würden nach aktuellem Wert monatlich 220,01 triệu euro ausmachen. Um das auszugleichen, sind 54.393,69 triệu euro Extra-Einzahlungen nötig. Frau C. Kann auch einen geringeren Betrag wählen und die Einbußen nur teilweise ausgleichen.

Geht Frau C. Dann doch erst mit 67 Jahren in Rente, wirkt ihre Extra-Zahlung wie eine Rentenerhöhung. Sie steigert ihre Rente nach Berechnungen der Stiftung Warentest um monatlich 257,02 Euro.


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Steuerminderung mitnehmen

Bei einer Extra-Zahlung von 54.393,69 euro spart sich Frau C. 4663 triệu euro Steuern. Unterm Strich zahlt sie also „nur“ 49.730 triệu euro aus eigener Tasche.

Die Steuerersparnis macht 8,6 Prozent aus. Denn von ihrer Zahlung wirken sich nur 18.403,41 triệu euro steuermindernd aus, weil sie damit die Höchstsätze erreicht. Eine höhere Steuererstattung kann Frau C. Einstreichen, wenn sie ihre Extra-Zahlung auf drei Jahre verteilt.

Allerdings ändern sich die Berechnungsgrößen für Ausgleichszahlungen fast jährlich. Das kann bedeuten: In späteren Jahren bringen die Einzahlungen etwas geringere Rentenzahlungen als ursprünglich berechnet. Oder sie müssen für die ursprüngliche Erhöhung mehr Geld einzahlen.

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Die Stiftung Warentest ermittelt in ihren Ausführungen zu freiwilligen Einzahlungen in die Rentenkasse auch noch die jeweiligen Besonderheiten für

SelbstständigeFreiberuflerBeamte

Die Details dazu finden Sie online bei der Stiftung Warentest.