Hausmittel wie Tee, ein warmes Bad und Sex zählen zu den häufigsten Tipps zum Wehen fördern. Auch scharfes Essen und spezielle Übungen sollen Wehen auslösen können. Wir verraten dir, was wirklich hilft. Außerdem erklären wir dir, warum und ab wann du die Geburt anregen kannst – und was du unbedingt beachten musst.

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Wehen fördern: Die 11 effektivsten Tipps

Ein Wort vorweg: Es gibt für die folgenden Tipps keine wissenschaftlichen Belege. Dennoch gelten die natürlichen Hausmittel als gute Möglichkeit, die Geburt anzuregen. Hier sind die 11 besten Tipps:

1. Mit Bewegung Wehen in Schwung bringen

Durch Bewegung kannst du auf natürliche Weise Wehen fördern. Vor allem dann, wenn du leichte, bestehende Wehen verstärken möchtest, ist Bewegung ideal. Bewegung kann aber auch Wehen auslösen. Du kannst lange Spaziergänge machen und auch das altbekannte Treppensteigen ist eine hervorragende Unterstützung. Durch die Anstrengung wird deine Plazenta besser durchblutet. Außerdem drückt das Köpfchen dabei auf den Muttermund.

Wichtig zu wissen:

Achte darauf, dass du dich nicht überanstrengst. Du brauchst deine Kräfte für die bevorstehende Geburt.

2. Spezielle Übungen zum Wehen auslösen

Bewegung bringt die Wehen in Schwung. Durch gezielte Übungen kannst du diesen Effekt verstärken. Leichte Beckenübungen wie Beckenkreisen auf einem Gymnastikball können dazu beitragen, dass das Köpfchen des Kindes tiefer ins Becken rutscht. Dadurch wird der Gebärmutterhals stimuliert. Infolgedessen setzt dein Körper Oxytocin frei. Oxytocin wirkt wehenfördernd. Weitere wirkungsvolle Übungen zum Wehen auslösen sind: Bauchtanz und Schwangerschaftsyoga.

Wichtig zu wissen:

Auch hier gilt, übertreibe es nicht und mache die Übungen nur, solange sie dir guttun.


3. Tee zum Wehen fördern

Schon seit Jahrhunderten werden bestimmte Kräuter zum Geburt anregen verwendet. Brombeerblättertee oder auch Himbeerblättertee sind besonders beliebte Tees, um den Muttermund schön weich zu machen.

Du kannst alternativ auch zu einem kräftigen Gewürztee greifen. Diesen brühst du mit etwas Zimt, Gewürznelken, einem Stück aus der Ingwerwurzel auf und kannst ihn mit Honig süßen, wenn er dir sonst nicht schmeckt. Trink den Tee warm und mach anschließend einen kleinen Spaziergang.

Wichtig zu wissen:

Studien zeigen, dass Himbeerblätter eine Wirkung auf die glatte Muskulatur (wie die Gebärmutter) und einen positiven Einfluss auf die Wehentätigkeit haben. Trotzdem bleibt die Evidenz unzureichend. Die Wirksamkeit des Tees ist umstritten. Frauen, die ein weiches Bindegewebe haben und zu Cellulite, Dehnungsstreifen, Besenreisern oder Krampfadern neigen, wird sogar von Himbeerblättertee abgeraten.

Bei Kräutertee gilt: Manche Kräutertees können Allergien auslösen. Bleibe also bei Tee, den du kennst und gut verträgst.

4. Wehen fördern durch Sex und Orgasmus

Einer der effektivsten Auslöser für Wehen ist Geschlechtsverkehr. Der weibliche Orgasmus sorgt für die Ausschüttung von Oxytocin. Oxytocin wird auch als Wehenhormon bezeichnet. Es kann die Wehen in Schwung bringen. Außerdem zieht sich deine Gebärmutter zusammen, wenn du einen Orgasmus hast. Diese Kontraktionen können ebenfalls Wehen auslösen und die Geburt in Gang bringen.

Ein Orgasmus ist also wehenfördernd. Aber: Erst wenn euer Baby bereit ist, auf die Welt zu kommen, fördert Sex die Wehentätigkeit. Vorher kann nichts passieren!

Wichtig zu wissen:

Auch Sperma wird eine wehenfördernde Wirkung nachgesagt. Denn: In der Samenflüssigkeit befindet sich der Wirkstoff Prostaglandine. Prostaglandine werden auch als Wehenmittel zum Einleiten der Wehen yên Krankenhaus eingesetzt. Sie lassen den Gebärmutterhals weicher werden und sorgen dafür, dass sich der Muttermund öffnen kann. Aber: Die Prostaglandinmenge im Sperma ist zu gering, um Wehen auszulösen. Dennoch kann lustvoll erlebte Sexualität die Geburt anregen, da durch den Orgasmus Oxytocin ausgeschüttet wird. Besonders gut hilft Geschlechtsverkehr übrigens, wenn du schon leichte Wehen hast.

Wenn du schon einen Blasensprung hattest, solltest du keinen Geschlechtsverkehr mehr haben. Dein Baby ist nicht mehr ausreichend vor Bakterien geschützt. Diese können ins Fruchtwasser gelangen und Infektionen hervorrufen.

5. Brustwarzen stimulieren zur Wehenförderung

Keine Lust auf Sex zum Wehen fördern? Dann versuche es alternativ mit der Brustwarzenstimulation. Bei der Stimulation in diesem empfindsamen Bereich wird dafür gesorgt, dass der Körper Oxytocin bildet. Es handelt sich um dasselbe Hormon, das auch bei einem Orgasmus bei der Frau durch den Körper gebildet wird. Für eine leichte Stimulation massierst du deine Brustwarzen sanft für 60 Sekunden. Pausiere für 60 Sekunden und führe die massage dann wieder fort. Achte auf deinen Körper, damit du einen eigenen Rhythmus findest und schaffe eine entspannte Umgebung. Natürlich kann auch dein Partner die Brustwarzenstimulation übernehmen.

Wichtig zu wissen:

Die Brustwarzenstimulation gilt als eine sehr gute Methode, um Wehen auszulösen. Aber sie wirkt erst, wenn der Muttermund reif für die Geburt ist. Dann kann sie jedoch sehr effektiv sein. Sie sollte deshalb nur vorsichtig angewendet werden. Idealerweise nur im geburtshilflichen Setting.


6. Wehen durch Baden anregen

Kombiniere Entspannung mit Wehenförderung. Lass dir ein warmes Bad ein und füge ins Wasser etwas Zimt oder Ingwer hinzu. Beides soll wehenfördernd sein. Neben der entspannenden Wirkung, die Wärme und ätherische Öle auf deinen Körper haben, können dadurch auch Wehen unterstützt werden. Denn Wärme fördert die Durchblutung. Die bessere Durchblutung kann wiederum deine Gebärmutter anregen und Wehen auslösen.

Wichtig zu wissen:

Das Wasser sollte eine angenehme Wärme haben, aber nicht zu heiß sein. Achte darauf, dass du nicht allein zu Hause bist. Manchmal kann die Wärme dafür sorgen, dass dir schwindlig wird oder du einen Wehensturm bekommst. Diese schnell aufeinander folgenden Wehen haben zwar oft keinen Einfluss auf den Muttermund. Sie sind dennoch schmerzhaft und sollten beobachtet werden.

7. Mit einer Bauchmassage Wehen auslösen

Oft kann eine Bauchmassage wahre Wunder bewirken, wenn du die Wehen in Schwung bringen möchtest. Leg dich für die massage ganz entspannt hin. Du kannst eine seitliche Position einnehmen oder dich mit dem Rücken an die Sofalehne legen. Zieh deine Beine leicht an und beginn mit einer kreisenden Bauchmassage. Wenn du zusätzlich wehenförderndes Öl (etwa Nelkenöl, Zimtöl oder Ingweröl) verwendest, wird die Wirkung noch unterstützt. Tipp: Mische Mandelöl mit Zimtöl und massiere den Bauch yên Uhrzeigersinn mit sanftem Druck. Das kann natürlich auch sehr gerne der Partner übernehmen.

Wichtig zu wissen:

Hole dir vor der Bauchmassage das „Go“ von deiner Hebamme ein.

8. Durch scharfes Essen Wehen fördern

Iss scharf. Gehe beispielsweise zum Chinesen oder zum Inder. Hier kombinierst du gleich zwei Vorteile miteinander: Du gehst vor der Geburt doch noch einmal in aller Ruhe essen und regst die Wehen an. Denn scharfes Essen ist wehenfördernd. Durch die scharfe Mahlzeit arbeitet der Darm stärker. Yên ổn Körper liegen die Gebärmutter und der Darm sehr nah beieinander. Kommt dieser nun in Schwung, kann es sein, dass Wehen ausgelöst werden.

Scharfes Essen ist nichts für dich? Dann kannst du wehenfördernde Lebensmittel wie Ananas und Papaya versuchen. Auch Kräuter und Gewürze wie Ingwer, Nelke, Majoran und Koriander sollen Einfluss auf die Gebärmutter haben, indem sie die Gebärmuttermuskulatur stimulieren.

Wichtig zu wissen:

Wissenschaftliche Beweise für die wehenfördernde Wirkung bestimmter Lebensmittel gibt es nicht. Die Lebensmittel haben aber auch keine negativen Auswirkungen auf die Schwangerschaft und die Geburt. Einen Versuch ist es wert.

9. Durch Akupunktur Wehen auslösen

Viele Hebammen empfehlen eine Akupunktur, um den Körper auf die Geburt vorzubereiten und die Wehen in Schwung zu bringen. Du kannst sogar schon einige Tage vor dem Geburtstermin (ab der 36. SSW) mit der Akupunktur beginnen und mehrere Termine wahrnehmen. Durch den Einsatz der dünnen Nadeln sollen spezielle Punkte stimuliert werden, die deine Gebärmutter in Schwung bringen, die Geburt anregen und dafür sorgen, dass die Geburt leichter verläuft.

Wichtig zu wissen:

Sprich deine Hebamme auch auf die Möglichkeit der Fußreflexzonenmassage an. Eine Fußreflexzonenmassage sorgt für Entspannung und steigert das Wohlbefinden. Das wirkt sich günstig auf die Geburt aus. Wenn du entspannt bist, blickst du der Geburt mit einem guten Gefühl entgegen.

10. Mit Nelkenöltampon Wehen fördern (Nur in Absprache mit deiner Hebamme!)

Das Nelkenöl soll den Muttermund weicher machen und die Muskeln um die Gebärmutter lockern. Dieser Tipp sollte auf keinen Fall allein durchgeführt werden. Sprich mit deiner Hebamme. Sie kann dich beraten und dir dabei helfen, die optimale Dosierung zu finden.

Wichtig zu wissen:

Eine Empfehlung für Nelkenöltampons gibt es laut aktueller Leitlinie nicht. Wegen geringer Evidenz sollte ein Nelkenöltampon nur yên geburtshilflichen Setting nach intensiver Aufklärung und in Rücksprache mit Arzt oder Hebamme angewendet werden. Deshalb veröffentlichen wir an dieser Stelle kein Rezept.

11. Der berühmt-berüchtigte Wehencocktail (Nur in Absprache mit deiner Hebamme!)

Ein Tipp, von dem du sicher schon einmal gehört hast, ist der Wehencocktail. Die Mischung wird normalerweise mit Rizinusöl und manchmal sogar Alkohol angereichert. Der Wehencocktail soll den Darm anregen und so die Wehen fördern. Der Cocktail sollte, wenn überhaupt, nur von einer Hebamme zubereitet und unter ihrer Aufsicht eingenommen werden. Umstritten ist heute zum Beispiel, ob es wirklich notwendig ist, den Körper durch das Abführmittel zu schwächen. Zudem kann es passieren, dass es zu unkontrollierbaren Dauerkontraktionen kommt. Von Schäden durch Alkohol reden wir gar nicht erst. Informiere dich daher vor der Einnahme über mögliche Nebenwirkungen und lass von deiner Hebamme prüfen, ob ein Wehencocktail wirklich angebracht ist.

Wichtig zu wissen:

In den aktuellen Geburtsleitlinien wird der Cocktail nicht empfohlen! Er stellt sogar rein rechtlich einen groben Behandlungsfehler dar. Also überleg es dir bitte gut!


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Fazit: Wehen fördern nicht immer zu empfehlen!

Teste die Tipps bitte nur dann, wenn du schon 40 Wochen schwanger bist und dich bereit für die Geburt fühlst. Versuche nicht, dein Baby vor dem errechneten Geburtstermin zu locken. Jeder Tag yên Bauch ist wichtig und wertvoll für den Nachwuchs. Sprich zur Sicherheit auch mit deiner Ärztin oder der Hebamme, bevor du dich zum Wehen anregen entscheidest. Diese kontrolliert noch einmal, wie es mit den Geburtsanzeichen aussieht und ob es dem Baby gut geht.

Häufige Fragen zum Thema Wehen fördern & anregen


Ab wann kann ich die Wehen anregen?


Natürlich ist es verständlich, dass du gegen Ende der Schwangerschaft unheimlich gerne endlich mit dem lang ersehnten Nachwuchs kuscheln möchtest. Bedenke dennoch, dass alle Mittel, die Wehen zu fördern, erst dann helfen, wenn dein Baby auch geburtsbereit ist. Du solltest daher nicht versuchen, schon in der 37. SSW die Geburt zu beschleunigen. Auch die 38. Und 39. SSW sind noch zu früh, um Wehen auszulösen. Erst ab SSW 40+0, also ab dem errechneten Entbindungstermin, ist der richtige Zeitpunkt, um darüber nachzudenken, ob und wie du die Geburt anregen kannst.


Viele Krankenhausärzte raten bereits bei ET+7 (SSW 41+0) zur Einleitung. Spätestens bei ET+10 (SSW 41+3) wird dir vielleicht auch deine Ärztin die Einleitung durch Medikamente empfehlen. Viele schwangere Frauen haben Angst davor, bei Terminüberschreitung die Geburt künstlich einzuleiten. Du auch? Dann kannst du zunächst versuchen, die Wehen durch natürliche Hausmittel auszulösen. Zwar gibt es keine wissenschaftlichen Belege für deren Wirksamkeit, aber in Absprache mit deiner Hebamme kann es sich lohnen, sie auszuprobieren.

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Eine Terminüberschreitung ist aber erst einmal nichts Besorgniserregendes. Du kannst gut und gerne einfach abwarten. Die wenigsten Kinder kommen tatsächlich am errechneten Entbindungstermin zur Welt. Und bevor dein Baby nicht bereit ist, kann kein noch so angepriesener Geheimtipp die Geburt auslösen.