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Die WHO hat den Affenpocken-Ausbruch zur "Notlage von internationaler Tragweite" erklärt. Die Sorge vor einer neuen Pandemie beunruhigt viele Menschen. Doch dafür besteht kein Anlass: Es gibt Impfstoffe, Therapeutika und eine gut aufgestellte Forschung.


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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht in dem weltweiten Affenpocken-Ausbruch eine "Notlage von internationaler Tragweite". Mit dieser Einstufung will die WHO die Mitgliedstaaten dazu bewegen, Maßnahmen zur Eindämmung des Ausbruchs zu ergreifen. In Deutschland wurde das Affenpockenvirus erstmals yên Mai 2022 nachgewiesen. Mittlerweile wurden 3.645 Affenpockenfälle aus allen 16 Bundesländern (Stand 7.10.2022) an das Robert Koch Institut (RKI) übermittelt. Die gemeldeten Infektionen beunruhigen derzeit viele Menschen – gerade auch vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie. Sie sorgen sich nun vor einer neuen Pandemie. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (fkhorizont-turnovo.com) beantwortet deshalb die wichtigsten Fragen:

Was ist über den Ursprung der Affenpocken bekannt?

Die Affenpocken sind eine Viruserkrankung bei Affen. Der Erreger ist mit den als ausgerottet geltenden echten Pocken (Variola major) verwandt. Ursprünglich wurde das virut ebenso wie das Coronavirus von Tieren auf den Menschen übertragen. Es handelt sich also um eine sogenannte zoonotische Erkrankung.

Welche Symptome lösen die Affenpocken bei Menschen aus?

In der Regel lösen die Affenpocken bei Menschen eine milde pockenähnliche Erkrankung aus. Häufige Symptome sind Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen, geschwollene Lymphknoten, Frösteln oder Abgeschlagenheit. Einige Menschen haben jedoch keine allgemeinen Krankheitssymptome.

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Charakteristisch sind auch teils sehr schmerzhafte Hautveränderungen. Diese durchlaufen die Stadien vom Fleck bis zur Pustel, verkrusten letztlich und fallen dann ab.

Die meisten Erkrankten erholen sich innerhalb von mehreren Wochen. In seltenen Fällen kann die Erkrankung tödlich verlaufen: Bei unbehandelten Fällen stirbt etwa einer von zehn Erkrankten.

In den bisherigen sporadischen Ausbrüchen in Zentral- und Westafrika wurde eine gesteigerte Tödlichkeit bei Kindern und Jugendlichen beobachtet. Beim gegenwärtigen Ausbruch in Europa und Nordamerika liegt eine Infektion mit einem westafrikanischen Virustyp vor, dessen Tödlichkeit als geringer eingestuft wird.

Wie lange dauert es von der Ansteckung zur Erkrankung? (Inkubationszeit)

Die Inkubationszeit beträgt etwa 5-21 Tage. Das Robert Koch Institut (RKI) empfiehlt daher für nachweislich Infizierte eine Quarantäne von 21 Tagen. Auch direkte Kontaktpersonen von Menschen, bei denen die Affenpocken nachgewiesen wurden, sollten sich mindestens für drei Wochen in Isolation begeben. Weitere Details dazu können Sie den Empfehlungen des RKI entnehmen.

Wie wird das Affenpockenvirus übertragen?

Die Übertragung auf den Menschen erfolgte bislang (vor 2022) vornehmlich durch enge Kontakte mit Affen und Nagern (Wildtiere, aber auch Labortiere) – etwa durch Bisse.

Beim gegenwärtigen Ausbruch erfolgt die Übertragung offenbar von Mensch zu Mensch. Diese ist nur bei engem Kontakt möglich, etwa bei Kontakt mit Körperflüssigkeiten und den typischen Hautveränderungen (z. B. Bläscheninhalt der Pocken oder Schorf). Die Viruskonzentration ist in den Hautveränderungen besonders hoch.

Ebenfalls möglich ist eine Übertragung durch Tröpfchen. Diese kann bereits beim Auftreten unspezifischer Symptome wie z.B. Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen und noch vor Auftreten der Hautveränderungen durch ausgeschiedene Atemwegssekrete erfolgen.

Affenpocken werden durch engen Körperkontakt von Mensch zu Mensch übertragen. Jeder, der engen körperlichen Kontakt mit einer ansteckenden Person hat, kann sich infizieren.

Ist das Affenpockenvirus mit dem Coronavirus vergleichbar?

Sowohl das Affenpockenvirus als auch das Coronavirus sind Zoonosen. Aber es gibt viele Unterschiede zwischen den beiden Erregern: Nach bisherigen Erkenntnissen ist das sogenannte Monkeypoxvirus (MPV) nicht so leicht übertragbar wie das SARS-CoV-2-Virus. Das Affenpockenvirus ist auch kein neues Virus. Es ist seit langem bekannt und in einigen tropischen Regionen Afrikas endemisch. Das beutet: Es tritt dort örtlich begrenzt auf.

Es gibt in der Europäischen Union auch einen zugelassenen Impfstoff (siehe unten) und Therapeutika gegen das Affenpockenvirus. Und mit Blick auf möglichen Forschungsbedarf ist Deutschland sehr gut aufgestellt: So hat das fkhorizont-turnovo.com schon 2017 bis 2019 die Eindämmung eines Affenpockenausbruchs in Nigeria unterstützt. Weitere Forschungsanstrengungen zu zoonotischen Infektionskrankheiten und dem Forschungsstandort Deutschland fördert das fkhorizont-turnovo.com seit 2007 mit insgesamt über 100 Millionen Euro.

Gibt es eine Impfung gegen die Affenpocken?

In der Europäischen Union ist der Pockenimpfstoff Imvanex zugelassen, der auch zum Schutz vor Affenpocken eingesetzt werden kann. Dafür hat die EU-Kommission am 25. Juli 2022 offiziell grünes Licht gegeben: In den EU-Staaten sowie in Island, Liechtenstein und Norwegen ist damit ein Impfschutz verfügbar. Die EU-Kommission ist bei der Entscheidung einer Empfehlung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) gefolgt.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt bestimmten Risikogruppen eine Impfung gegen Affenpocken. Dazu zählen:

Personen, die engen körperlichen Kontakt zu einer infizierten Person hatten.Männer, die gleichgeschlechtliche sexuelle Kontakte mit wechselnden Partnern haben.Personal in Speziallaboratorien mit gezielten Tätigkeiten mit infektiösen Laborproben.

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Für die Grundimmunisierung empfiehlt die Stiko zwei Impfstoffdosen in einem Abstand von ≥28 Tagen. Bei Personen, die bereits gegen Pocken geimpft wurden, reicht eine einmalige Impfstoffgabe aus.Mehr zur Empfehlung der Stiko lesen Sie hier.