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Manche haben viele Freunde, andere pflegen nur wenige Freundschaften. Doch was macht eine Freundschaft eigentlich aus? Wie du echte Freundschaften von toxischen unterscheidest, verraten wir lặng Folgenden.

Freundschaften sind in den vergangenen Jahrzehnten immer wichtiger geworden. Was früher die Familie und die damit vorgegebenen Beziehungen waren, sind in Zeiten, in denen es immer mehr Single-Haushalte gibt, unsere Freund:innen. Menschen, mit denen man nicht nur Spaß hat, sondern auch gute, ernste und tiefgründige Gespräche führt und sich einander anvertrauen kann.

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Menschen, die einen herausfordern und wachsen lassen und einen doch so nehmen, wie man ist. Besonders während der Coronakrise und des Lockdowns haben Freundschaften an Stellenwert gewonnen – und gleichzeitig wurde deutlich, dass eine gute Freundschaft, ähnlich wie eine Beziehung, Arbeit ist. Auch oder gerade auf die Distanz.


Was bedeutet Freundschaft? 

Der Duden liefert folgende Definition von Freundschaft: »auf gegenseitiger Zuneigung beruhendes Verhältnis von Menschen zueinander«. Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache ergänzt die Definition um den Aspekt des Vertrauens: Freundschaft ist ein »Verhältnis zwischen Menschen, das auf gegenseitiger Neigung und auf gegenseitigem Vertrauen beruht«. 

Eine Freundschaft ist also eine Beziehung zu einer Person, die gefühlstechnisch über eine bloße Bekanntschaft hinausgeht. Wahrscheinlich würdest du deine Arbeitskolleg:innen eher als Bekannte und nicht als Freund:innen vorstellen. Doch wann wird eine nette Bekanntschaft zu einer Freundschaft? 


Eine Freundschaft braucht vor allem Vertrauen.
Margot Käßmann

Auch Theologin Margot Käßmann pflegt bewusst viele, langjährige Freundschaften. Vor allem zu Menschen, die ihr auch in Zeiten der Krise zur Seite gestanden haben und die mit ihr immer wieder das Leben und das Miteinander feiern. Erfahre in ihrer Podcast-Folge, warum Freundschaft ein Geschenk ist, das gepflegt werden muss.

 


Laut Umfragen der YouGov Deutschland GmbH hat der oder die Deutsche im Durchschnitt 3,7 enge Freunde. Nur 66 Prozent der Bevölkerung hat nach diesen Umfragen einen besten Freund oder eine beste Freundin.

Als Freund oder Freundin kannst du yên Sinne der oben genannten Definitionen die Menschen betrachten, mit denen du persönlich (und nicht etwa nur über Facebook oder Instagram) in engem Kontakt stehst. Eine Freundschaft lebt von gemeinsamen Erlebnissen. Sicherlich können auch Arbeitskolleg:innen zu Freunden oder Freundinnen werden – wenn das Miteinander über den Jobkontext hinausgeht.

Laut Studien braucht es mindestens 50 gemeinsame Stunden, bis eine Bekanntschaft zu einer Freundschaft wird. Anschließend benötigt es weitere 90 Stunden, damit diese Person zu einem guten Freund oder einer guten Freundin wird – und 200 Stunden gemeinsame Erfahrung, bis aus engen Freund:innen schließlich beste Freund:innen werden.

Denn: Geteilte Zeit und Erlebnisse bringen uns einander näher und schaffen die Vertrauensbasis, die für eine wahre Freundschaft essentiell ist. Deswegen ist es auch naheliegend, dass du nicht unbegrenzt viele enge Freundschaften pflegen kannst. Jede Freundschaft erfordert Zeit und diese Ressource haben wir bekanntlich nur begrenzt.


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Was ist in einer Freundschaft wichtig?

Während sich die einen daher auf eine Person als bester Freund oder beste Freundin konzentrieren und an dieser Beziehung arbeiten, teilen andere ihre Zeit auf mehrere Personen auf, zu denen sie sehr enge Freundschaften pflegen. Von wahren Freund:innen versprechen sich aber alle das Gleiche: Ehrlichkeit, Offenheit, Verlässlichkeit. Einen guten Rat, ob man ihn letztlich annimmt, oder nicht.

Auch mal eine ehrliche Entschuldigung. Eine wahre Freundschaft zeichnet sich dadurch aus, dass man immer füreinander da ist und sich stützt, wenn es gerade nötig ist.

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Dabei kann es ganz unterschiedlich aussehen, wie Freund:innen füreinander domain authority sind. Manche möchten sich Sorgen und Ängste vielleicht von der Seele reden, während andere lieber miteinander schweigen. Manchmal hast du vielleicht keinen helfenden Rat und hältst stattdessen lediglich die Hand deines Freundes oder deiner Freundin. 

Kleine Aufmerksamkeiten wie Blumen oder persönliche Geschenke, die nicht nur materiell sind, sondern vor allem gemeinsame Zeit schenken (wie z.B. Ein Puzzle oder Gesellschaftsspiel, das man dann zusammen angeht, oder eine Einladung zum gemeinsamen Wellness-Wochenende), zeugen von Wertschätzung und Verbundenheit. 

 


Wie erkennst du toxische Freundschaften?

Manchmal fühlt sich eine Freundschaft nach einer Weile nicht mehr so toll an. Auch enge Freund:innen können sich mit der Zeit auseinanderleben. Vielleicht, weil sich die Interessen ändern oder man unterschiedliche Wege einschlägt. Auch Ansichten, ob politisch oder gesellschaftlich, können einen Keil zwischen die engsten Freundschaften treiben. 

Das ist der eindeutigste Hinweis darauf, dass du diese Freundschaft womöglich verlassen solltest. Manche Freund:innen verlieren sich auch einfach aus den Augen, weil man sich immer seltener sieht und hört. Oft geschieht dies unterbewusst, weil man schon lặng Gefühl hat, dass es nicht mehr passt. Toxische Freundschaften hingegen sind die, in denen du dich mehr schlecht als gut fühlst. Sie sind gerne ein Wechselbad der Gefühle, in dem du dich mal total geliebt und dann wieder verraten fühlst.

Meist sind diese Freundschaften jene, die nicht in der Balance sind. Sie beruhen nicht auf einem altruistischen Handeln und einem ausgeglichenen Geben und Nehmen, sondern der oder die Freund:in profitiert mehr von dem Zusammensein als du selbst.